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Publikationen

Literatur als Bellographie. Der Krieg von 1864 in der dänischen Literatur

Stephan Michael Schröder

Berlin 2019 (= Berliner Beiträge zur Skandinavistik, Bd. 22)

Seiten: 515

EUR: 44,80-

ISBN: 978–3–932406–37–9

Im deutschsprachigen Raum ist der Krieg von 1864 zu einer Marginalie in den Geschichtsbüchern geworden. Ganz anders in Dänemark, wo der Krieg ein zentraler Bestandteil der dänischen Erinnerungskultur ist. In Absetzung von der gängigen These, der Krieg sei in der dänischen Literatur vergleichsweise wenig behandelt worden, zeichnet dieses Buch die Tradition des bellographischen literarischen Diskurses über 1864 bis in die Gegenwart nach. Das besondere Augenmerk gilt dabei den verschiedenen Kriegsnarrativen und der Frage, wie Körperlichkeit in diesen Texten verhandelt worden ist.

Ökonomien des Hungers: Essen und Körper in der skandinavischen Literatur

Stefanie von Schnurbein

Berlin: Nordeuropa-Institut, 2018

Seiten: 202

EUR: 39,80-

ISBN: 978-3-932406-38-6

Weiblicher Lebenshunger, verzehrende innere Flammen, ausbeuterische Vampire, hungernde Künstler – Figuren der Essensverweigerung und des abweichenden Essens durchziehen Texte von skandinavischen Autorinnen und Autoren seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ökonomien des Hungers untersucht religiöse, medizinisch- psychologische und ästhetische Aspekte dieser Hungerfiguren in Texten von Fredrika Bremer, Henrik Ibsen, Victoria Benedictsson, Knut Hamsun, August Strindberg und Karen Blixen. Jenseits einer Pathologisierung solcher literarischen Phänomene können sie als Auseinandersetzungen mit ökonomischen Verhältnissen und Ängsten vor ökonomischem Wandel gelesen werden. Damit liefert das Buch auch eine literarische Vorgeschichte aktueller Fettphobie, Essstörungen und Ernährungsobsessionen.

Haut – Werk – Sprache Autofiktion und Intertextualität im Roman »Huden er det elastiske hylster der omgiver hele legemet« von Bjørn Rasmussen

Marie Lindskov Hansen

Münster: Sonderausgabe # 3 von Textpraxis. Digitales Journal für Philologie, 2018

Seiten: 20

EUR: open access

ISSN 2191-8236

In diesem Beitrag werden zwei Figurationen der autobiographischen Narration untersucht: die Verwendung intertextueller Bezüge sowie die Haut und ihre Möglichkeit, autobiographische Verläufe und Zustände zu erzählen. Durch diese alternativen autobiographischen Narrationen findet eine verzerrte und doppelte (Auto-)Fiktionalisierung statt, indem Bjørn Rasmussen nicht durchgehend selbst sein eigenes Leben erzählt, sondern sein Leben anhand literarischer Textfragmente erzählen und erzeugen lässt. Die Unfähigkeit, die eigene Autobiographie zu schreiben, steht in Verbindung zu einer potenziellen Auflösung der Sprache, was im Roman zu einer Erforschung der Haut als Grenze zwischen Innen- und Außenwelt sowie als Inskriptions- und Kommunikationsort führt.

Nähere Informationen gibt es hier.

Band Nordic Narratives of Nature and the Environment. Ecocritical Approaches to Northern European Literatures and Cultures

Reinhard Hennig, Anna-Karin Jonasson und Peter Degerman

Lanham: Lexington Books 2018

Seiten: 258

95 USD

ISBN: 978-1-4985-6190-7

Nordic Narratives of Nature and the Environment is the first English language anthology that presents ecocritical research on northern European literatures and cultures. The contributors examine specifically Nordic narratives of nature and the environment, with a focus on the cultures and literatures of the modern northern European countries Denmark, Finland, Norway, and Sweden, including Sápmi, which is the land traditionally inhabited by the indigenous Sami people. Covering northern European literatures and cultures over a period of more than two centuries, this anthology provides substantial insights into both old and new narratives of nature and the environment as well as intertextual relations, the variety of cultural traditions, and current discourses connected to the Nordic environmental imagination. Case studies relating to works of literature, film, and other media shed new light on the role of culture, history, and society in the formation of narratives of nature and the environment, and offer a comprehensive and multi-faceted overview of the most recent ecocritical research in Scandinavian studies.

Deutsch-isländische Beziehungen. Festschrift für Hubert Seelow zum 70. Geburtstag

Lena Rohrbach, Sebastian Kürschner (Hg.)

Berlin: Nordeuropa-Institut, 2018

Seiten: 331

EUR: 39,80,-

ISBN: 978-3-932406-39-3

Deutsch-isländische Beziehungen – der Titel dieses Bandes fasst zusammen, was das Schaffen von Hubert Seelow genauso auszeichnet, wie es sein persönliches Leben geprägt hat. Zu Ehren seines siebzigsten Geburtstags erscheint die vorliegende Festschrift, die sich aus vielfältigen Perspektiven der isländischen und deutschen Kultur annimmt. 28 Kolleginnen und Kollegen legen philologische, literaturwissenschaftliche, linguistische und geschichtswissenschaftliche Beiträge zum Kulturaustausch zwischen Island und Deutschland in seiner Einbettung in einen breiteren europäischen Kontext vor. Der Band bietet ein Panorama vom Mittelalter bis in die Gegenwart und reflektiert die Bandbreite der Forschungsschwerpunkte Hubert Seelows von der Altnordistik über die frühneuzeitliche isländische Kultur bis hin zu Übersetzungen und Studien der neueren und neuesten isländischen Literatur und Sprache.

Frauen in der altnordischen Heldensage. Mit Bezügen zu altenglischen Erzählstoffen

Christof Seidler

Berlin: epubli, 2018

Seiten: 61

EUR: 9,80

ISBN: 978-3-7467-4668-5

Diese Studie zur literarischen Figur der Frau in der altnordischen Heldensage untersucht die Darstellung der Frau schlaglichtartig in verschiedenen Texten zur altnordischen Welt. Quellen mit Stoffparallelen zur altenglischen Heldensage, insbesondere dem ›Beowulf‹, stehen dabei im Vordergrund. Typische Rollen und Funktionen der Frau werden gesichtet und übersichtlich geordnet. Einzelne charakteristische Merkmale und Aspekte – wie das Konzept der Aufreizung (hvöt) und die Besonderheiten der Heroischen Elegie – werden hervorgehoben. Das Bändchen enthält umfangreiche Literaturhinweise und ein Textquellen-Verzeichnis.

Ludvig Holberg, a Danish Playwright on the European Stage. Masquerade, Comedy, Satire.

Bent Holm

Wien: Hollitzer Verlag, 2018

Seiten: 220

EUR: 40,-

ISBN: 978-3-99012-479-6

Ludvig Holberg (1684–1754) is the founding father of the art of theatre in the Nordic countries. He was a satirist – and university professor – who took his main inspirations from the comedies of Molière and from the commedia dell’arte to create a number of plays that mirrored contemporary costums and conducts in a both realistic and grotesque way. Due to the psychological and philosophical strength behind the comic mask the plays have been staged and revisited ever since. In the 18th century they were part of the European canon. They should be so now again. This book presents Holberg in a European context as a reformer in the spirit of the Enlightenment even before Goldoni, Diderot and Lessing, and at the same time as an exponent of a carnivalesque tradition.