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Laufende Dissertationsprojekte

A

Die Kanonisierung der Snorra Edda – Das Textkorpus vom Mittelalter bis in die Gegenwart (Arbeitstitel)

Betreuerin: Prof. Dr. Julia Zernack

Ort: Goethe-Universität Frankfurt

Kontakt: pineraalvarez@em.uni-frankfurt.de

Abstract:
hier.

Raumkonstruktionen in den Isländersagas (Arbeitstitel)

Betreuerin: Prof. Dr. Julia Zernack

Ort: Goethe-Universität Frankfurt

Kontakt: chamling@stud.uni-frankfurt.de

Abstract:
Ziel der geplanten Arbeit ist es, darzulegen, wie Räume in den Íslendingasögur erzeugt, gestaltet und für die Narration eingesetzt werden. Unterschieden werden die Räume vorläufig in „Handlungs-“ und „Erinnerungsräume“. Handlungsräume sind jene Räume, deren Benennung und Ausgestaltung für die Handlung unerlässlich sind, Erinnerungsräume jene, in denen versucht wird eine „mental map“ von Island in das kulturelle Gedächtnis einzuschreiben. Hierzu ist es vonnöten zu benennen, welche Arten von Räumen in den Íslendingasögur verhandelt werden und ob diese Raumkonstruktionen gattungsübergreifend gelten. Zugleich stellt sich auch die Frage, wie diese Räume topologisch konnotiert sind und wie sich die Figuren in ihnen bewegen. All dies soll dazu dienen, herauszufinden, ob und wenn ja auf welche Art und Weise Handlungs- und Erinnerungsräume in den Íslendingasögur miteinander interagieren, um auf dieser Grundlage zu einem vertieften Verständnis für die Raumstrukturen jener mittelalterlichen Gattung zu gelangen.

Grenzen der Sprache, Grenzen des Seins – Aspekte von Unsagbarkeit in der skandinavischen Literatur der Postmoderne (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Lutz Rühling

Ort: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Kontakt: j.anrecht@nord-inst.uni-kiel.de

Abstract:

B

Land und Schrift. Hólar im 16. Jahrhundert

Betreuerin: Prof. Dr. Lena Rohrbach

Ort: HU Berlin

Kontakt:

Abstract:

.

Sport und Wettkampf in altnordischer Zeit (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Kontakt: H.Balzuweit@campus.lmu.de

Ort: LMU München

Gefördert durch die Andrea von Braun Stiftung (München)

61 Kreuzungspunkte. Promovendinnen der Nordistik 1911–1950

Ort: Berlin

Betreuer: Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen

Kontakt:

Abstract:

Produktion von Kunst und Literatur in Island und Reproduktion Islands in Kunst und Literatur (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Karin Hoff

Ort: Georg-August-Universität Göttingen

Kontakt: Judith.Bilstein@phil.uni-goettingen.de

Abstract:
folgt

Annales Ryenses – Rydårbogen. Die Transmission und Übersetzung eines mittelalterlichen Annalenwerkes (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Stephan Michael Schröder

Ort: Köln

Kontakt: ablode0@uni-koeln.de

Abstract:
Das Promotionsvorhaben leistet einen Beitrag zur Diskussion um interkulturelle Vernetzungen beim Transfer von Texten und Handschriften im nordeuropäischen Mittelalter. Das Textkorpus besteht aus den vier Handschriften der Annales Ryenses/Rydårbøger. Die inhaltlichen und formalen Unterschiede der Handschriften werden untersucht und neue Handschriftenbeschreibungen angefertigt, sowie die Abhängigkeitsverhältnisse der Handschriften untereinander geklärt. Zudem werden die Überlieferungskontexte und die Rezeption der Annalen im In- und Ausland betrachtet. Neben der Material Philology werden vor allem die Polysystemtheorie und der Kulturtransfer herangezogen.

Philosemitismus in der dänischen und norwegischen Literatur zwischen 1780 und 1860

Ort: Berlin

Betreuer: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefanie von Schnurbein

Kontakt:

Abstract:
folgt

Skandinavische Bestsellerliteratur auf dem deutschen Buchmarkt

Betreuer: Prof. Dr. Karin Hoff

Ort: Göttingen

Kontakt: elisabeth.boeker(at)phil.uni-goettingen.de

Abstract:
Bestsellerlisten sind ein zentrales Marktbeobachtungs- und Marketinginstrument auf dem Buchmarkt geworden. Aus ihnen lassen sich die aktuellen Trends ablesen. In den letzten zwanzig Jahren zeigten die Listen, dass Literatur aus Skandinavien einen neuen Erfolg in Deutschland errang. Als Beginn lässt sich das Jahr 1993 ausmachen, als Sophies Welt von Jostein Gaarder erschien und über ein Jahr auf dem ersten Platz der Spiegel-Bestsellerliste stand. Über 30 weitere Autoren aus Dänemark, Island, Norwegen und Schweden – darunter Jussi Adler-Olsen, Marianne Fredriksson, Peter Høeg, Arnaldur Indriðason, Jonas Jonasson, Stieg Larsson, Henning Mankell und Jo Nesbø – folgten mit mehr als 200 Bestsellern. Mit zwei Dritteln dominieren dabei die Krimis und Thriller. Ziel der Arbeit ist es zu analysieren, welche Literaturvermittlungsinstanzen und Marktmechanismen diesen Erfolg in Deutschland beeinflussen. Genauer in den Blick genommen werden der Transfer nach Deutschland, insbesondere die Rolle der Agenturen, das Marketing und der Medienverbund sowie die Literaturkritik. Somit kombiniere ich in dieser Arbeit die Erforschung eines bisher in der Bestsellerforschung kaum untersuchten Forschungszweigs, nämlich die Suche nach Marktmechanismen von Bestsellern, mit der Erforschung nach den Gründen des aktuellen Booms skandinavischer Literatur auf dem deutschen Buchmarkt. Zugleich wird auch die Bedeutung des hiesigen Erfolgs an dem weltweiten Durchbruch skandinavischer Bestsellerliteratur in jüngster Zeit ermittelt.

Weitere Informationen: hier.

Identitätspolitik als Identitätspoetik – die Konstruktion einer modernen jüdisch-dänischen Identität in M. A. Goldschmidts ›Livs Erindringer og Resultater‹

Betreuerin: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefanie von Schnurbein

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Kontakt: braflo@gmx.net

Abstract:

Die starke Kraft der schwachen Worte – Lyrik als Paradigma der Kraftpoetik im dänischen Fin-de-siècle. (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Heinrich Anz

Kontakt: sabrina.broocks@skandinavistik.uni-freiburg.de

Abstract:
Für die Entwicklung der dänischen Moderne ist das Element einer poetischen Kraft von zentraler Bedeutung. Bereits bei Georg Brandes wird Literatur über eine Rhetorik des Starken und Schwachen, des Lebendigen und Unlebendigen, des Fortschritts und des Stillstands als Kraft- oder auch Machtfeld definiert. Den dynamischen Prozessen innerhalb dieses Feldes liegt hier jedoch noch eine Energiequelle zugrunde, die von außen auf das Medium Literatur einwirkt. Im literarischen Aufbruch des Fin-de-siècle findet dann ein Paradigmenwechsel statt; die Literatur wird nun ganz aus sich selbst heraus zu einer dynamischen, lebensgestaltenden Kraft. Die Lyrik avanciert zum literarischen Genre der Wahl; in ihr findet die junge Dichtergeneration eine adäquate Ausdrucksmöglichkeit für das von ihr als neu empfundene Welterleben. Im Paradox der Moderne wird die Stärke zur Veränderung der evokativen Kraft der Lyrik zugesprochen, die traditionell als Gattung der schwachen Worte gilt. Die sich aus der Dichtung heraus entfaltende Kraft lässt einen Kraftraum entstehen, der aus sich selbst heraus schöpferisch und lebensgestaltend wirkt. Dieser Paradigmenwechsel wird markiert durch einen Bruch mit der eigenen dänischen (z.B. Christian Winther) wie auch der deutschen Tradition und einer Wendung hin zu einem dezidiert europäischen – und hier vor allem auch angloamerikanischen – Referenzrahmen. So wie die Wirkungskraft des neuen poetologischen Gesamtkonzeptes ihre produktive Energie erst im literarischen Feld entfalten kann und auch will, so wird die Innovationskraft dieses Konzeptes in der Auseinandersetzung mit dem angloamerikanischen Kontext besonders deutlich. In meinem Projekt werde ich daher auf der Basis einer umfassenden Relektüre der Lyrik den Aneignungsvorgang von Shelleys, Byrons, Poes und Whitmans Werk in den Blick nehmen und die produktive Wirkung der sich daraus entfaltenden Innovationskraft im literarischen Feld aufzeigen.

Altnordische Tabus

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität, München

Kontakt:

Abstract:

Faschistische Literatur in Nordeuropa von 1918 bis 1940 (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Stephan Michael Schröder

Ort: Universität Köln

Kontakt:
bruns.julian@gmail.com

Abstract:

Die narrativen Funktionen von Personennamen in den Isländersagas (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Rudolf Simek

Ort: Bonn

Kontakt: joerg.bueschgens@uni-bonn.de

Abstract:
folgt

 

Otto Höfler’s Germanenbild: A Characterisation of the Germanic Peoples and the Concept of the Germanic in twentieth-century Europe

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: München

Kontakt: C.Burrell@campus.lmu.de

Abstract:

D

Zauberei und magische Praxis in Fornaldarsögur und originalen Riddarasögur (Arbeitstitel)

Kontakt: framarjarl@yahoo.de

Abstract:
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung des magischen Aktes in seinen verschiedenen Formen in den phantastischeren Sagas. Insofern ist auch der Titel noch nicht ganz exakt, da ich auch Textstellen außerhalb dieser zwei Sagagattungen betrachten werde. Ziel ist eine
Klassifizierung der dargestellten Praktiken und eine Einordnung derselben in einen größeren Zusammenhang. Ich gehe insofern im Kern sozialanthropologisch und positivistisch vor.

 

Semikommunikation und rezeptive Mehrsprachigkeit im heutigen
Skandinavien: Verstehenstests (Arbeitstitel)

Kontakt:
secd015@uni-hamburg.de

Abstract:

Urbanistische Literatur in Skandinavien zwischen 1895 und 1915 (Arbeitstitel)

Betreuer:

Prof. Dr. Stephan Michael Schröder

Ort:

Köln

Kontakt:
kathrin.dreymueller@gmx.de

Abstract:
Das Promotionsvorhaben beschäftigt sich mit der Konstruktion von Großstadt in den skandinavischen Literaturen im Übergang des Modernen Durchbruchs zur Klassischen Moderne. Untersucht werden Romane und Kurzprosa dänischer, norwegischer und schwedischer Autor*innen. Neben dem relationalen Raumbegriff nach Martina Löw finden Ansätze der Gender Studies Anwendung. Im Fokus stehen insbesondere Mechanismen, die den Zugang zu Räumen erlauben oder verbieten und Strategien, wie diese Mechanismen umgangen werden.

E

Zwischen (Re-)Präsentation, ‚verflochtener‘ Literaturgeschichtsschreibung und Kanonrevision. Die samische Minderheit in der kulturell-literarischen Wahrnehmung Skandinaviens ab 1960 (Arbeitstitel)

Betreuerin: Prof. Dr. Antje Wischmann

Ort: Universität Wien

Kontakt: sabine.engel@univie.ac.at

Abstract:
Dieses literaturwissenschaftliche Dissertationsprojekt untersucht die kulturell-literarische Wahrnehmung der samischen Minderheit in Skandinavien ab 1960. Durch die Zusammenschau der literarischen Produktion unterschiedlicher Jahrzehnte treten literarische und kulturelle Kategorisierungen wie Ethnizität, Sprache und Identität als Spannungsfelder hervor, weil deren begriffliche Grenzen zur Verhandlung stehen. Zum einen werden so neue Perspektiven auf literarische Texte und Filme von als samisch, schwedisch und norwegisch kategorisierten AutorInnen bzw. Kulturschaffenden entwickelt. Dabei wird die Historizität identitätspolitischer Praktiken beleuchtet und anhand von Werken der AutorInnen Laila Stien, Annica Wennström, Ann-Helen Laestadius, Hanne Østavik und Nils-Aslak Valkeapää diskutiert. In den vertiefenden Werkanalysen stehen insbesondere Aspekte der Konzeptualisierung von Sápmi, oraler Literaturtradierung und Mehrsprachigkeit, kulturpolitischer Öffentlichkeitsarbeit sowie Aspekte der aktuellen Minderheitendebatten im Vordergrund. Zum anderen werden die Vorzüge einer verflochtenen Literaturgeschichtsschreibung (Entanglement) herausgearbeitet. Durch seine transnationale Betrachtungsweise und seinen Beitrag zur Kanonrevision weist das Dissertationsprojekt den minoritätsliterarischen Texten daher einen neuen Platz im literarischen Feld zu.

Jól und Weihnachten in der altwestnordischen Literatur (Arbeitstitel)

Ort: Bonn

Betreuer: Prof. Dr. Rudolf Simek

Kontakt:
mersch@uni-bonn.de

Abstract:

Literarische Aufzeichnung enzyklopädischen Wissens am Beispiel der Handschrift AM
194, 8vo.“ (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Julia Zernack

Kontakt: esser.thomas@netcologne.de

Abstract:
Zur Zeit kein Abstract vorhanden.

Klassische Stoffe, Motive und Strukturen in Snorris Mythographie (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Simek

Ort: Bonn

Kontakt: matthias.ewering@posteo.de

Abstract:

F

Runica Manuscripta – die skandinavische Tradition

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität, München

Kontakt:

Abstract:

Gescheiterte Helden. Ermittler gegen ritualisierte Gewalt in der makrokriminellen Gesellschaft: Ein Vergleich schwedischer und deutscher Kriminalromane seit 1987.

Kontakt: in_nangijala@web.de

Abstract:

Krankheit – Sprache – Ethik. Medizin- und literaturethische Dimensionen von Krankenbiographien (Arbeitstitel)

Betreuer:
Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf; Prof. Dr. Susanne Kramarz-Bein; Prof. Dr. Florian Steger (MLU Halle-Wittenberg)

Ort: Graduate School „Practices of Literature“, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Kontakt: katharina.fuerholzer(at)uni-muenster.de

Abstract:
Seien es Biographien, Romane oder Arztbriefe – die Verschriftlichung des kranken Menschen führt zu einer Grauzone zwischen Literatur( wissenschaft) und Medizin. Denn wie sich ein Schriftsteller mit der Beschreibung von Krankheit und Krankem in die Disziplin der Medizin einschreibt, nimmt auch der Arzt als Verfasser des Arztbriefes am literarischen Diskurs teil. Dem zuständigen Pathographen kommt damit nicht sowohl eine ärztliche als auch autorschaftliche Verantwortung zu. Obgleich auch in diesem Kontext eine ethische Schutzinstanz elementar wäre, scheint sie hier gänzlich zu fehlen. Die Dissertation widmet sich dieser Lücke ethischer Achtsamkeit bei Krankheitsverschriftlichungen und möchte u.a. eine gattungsspezifische Analogie zwischen dem Autor-Leser-Verhältnis und der Arzt-Patient- bzw. Pathograph-Pathographierten-Beziehung herausarbeiten.

Neben literarischen Angehörigenpathographien (aus dem skandinavischen Sprachraum z.B. Ingmar Bergman, Ingrid Bergman u. Maria von Rosen: Tre dagböcker (Stockholm 2004) oder Merete Mazzarella: Hem från festen (Stockholm 2003) als Auseinandersetzungen mit innerfamiliären Erkrankungsfällen) liegt ein Schwerpunkt der Arbeit auf der Analyse des Arztbriefes als medizinische Expertenpathographie, wobei zum fachlichen und kulturellen Vergleich aktuelle Briefe verschiedener medizinischer Diszipline (ohne Psychiatrie; Fokus auf Klinik- statt niedergelassenen Ärzten) und unterschiedlicher Gesundheitssysteme berücksichtigt werden (v.a. Deutschland, England, Schweden).

Methodisch soll zum einen über eine literaturwissenschaftliche Lesart (v.a. Theorien zur Narrativität, Narrativen Identität und Transtextualität) zum Tragen kommen, um das medizinische Begriffsbewusstsein für literaturwissenschaftliche Kategorien wie Gattung, Text, Autor- und Leserschaft zu schärfen und somit ein Verständnis für die Auswirkungen des Autor-Leser-Verhältnisses auf die Arzt-Patient-Beziehung herbeizuführen. Zum anderen werden über eine medizinethische Analyse Theorien zur Allokationsethik und Vier-Prinzipien-Ethik an die ausgewählten Texte angelegt, um die Notwendigkeit einer auf den spezifisch schriftlichen Kommunikationskontext bezogenen Medizinethik zu untersuchen. Vordergründig interessiert dabei das Verhältnis von 1.) Ausdruck und Gerechtigkeit (Wie ist die Zugänglichkeit von (schriftlichen/mündlichen, faktualen/fiktionalen) Ausdrucksräumen nach Gerechtigkeitspunkten zu beurteilen?), 2.) Text und Autonomie (Wo und wie führen textinhärente Verfahren (z.B. intertextuelle Bezüge oder Paratexte zum Ausschluss des Kranken aus der medizinischen Kommunikation?) sowie 3.) Biographie und Identität (Beeinflussen biographische Textelemente die Identitätsbildung des Kranken?).

Entweder Ästhetik – oder Religion? Eine textanalytische Untersuchung ausgewählter Werke Søren Kierkegaards

Betreuer: Prof. Dr. Lutz Rühling

Ort: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Kontakt: h.fuerstenberg@nord-inst.uni-kiel.de

Abstract:

G

Kulturproduktion an der Peripherie. Prozesse der Raumsemantisierung im Norwegen und Island des 19. Jahrhunderts

Betreuer: Prof. Dr. Joachim Schiedermair

Kontakt: berit.glanz@uni-greifswald.de

Ort: Universität Greifswald

Abstract:

Die Wiedergeburt des Autors? Migrante Identitäten im literarischen und medialen Diskurs in Schweden und Deutschland

Betreuer: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefanie von Schnurbein

Kontakt: natia@gokieli.de

Abstract:

 

Träume, Visionen und Prädestination in der altnordischen Sagaliteratur (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Klaus Böldl

Ort: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Kontakt: Franziska Groß

Abstract:

Das Russlandbild im skandinavischen Kriminalroman -€“ Produktion und Rezeption in Skandinavien und Deutschland (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Joachim Grage

Ort: Freiburg

Kontakt: jennifer.gruenewald@mail.igk1956.uni-freiburg.de

Abstract:
„Und die Spur führt nach Moskau“, ist ein Satz, der so oder so ähnlich auf vielen Buchrücken skandinavischer Kriminalromane zu lesen ist. Das Böse dringt in diesen Texten von außen nach Skandinavien ein, um dort das Gesellschaftskonzept des Volksheims zu zerstören – und sein Ursprungsort ist überraschend oft der Osten Europas und Russland. Damit leistet diese auf dem deutschsprachigen Buchmarkt sehr populäre Gattung eine Fremdbeschreibung Russlands, die sowohl in Skandinavien als auch Deutschland breit rezipiert wird. Gegenstand des Dissertationsprojekts ist die Untersuchung eines trilateralen Kulturtransfers anhand der Darstellung der Russ_innen in skandinavischen Kriminalromanen und der Übersetzung dieser Romane für den deutschsprachigen Buchmarkt. Durch eine Analyse des Russlandbildes in skandinavischen Kriminalromanen über den Zeitraum der letzten fünfzig Jahre sollen nicht nur die Wahrnehmungsfilter zur Konstruktion des Heterostereotyps Russlands, sondern auch die Veränderungen in diesem Heterostereotyp sichtbar gemacht werden. Die Übersetzung der skandinavischen Kriminalromane für den deutschsprachigen Buchmarkt bildet einen weiteren Transfer des Russlandbildes. Das Projekt fragt nach den Faktoren des Entstehungsprozesses eines Heterostereotyps Russlands und dessen Veränderung im Laufe der Transferkette durch die Anpassung an zwei verschiedene Aufnahmekontexte. Die genaue Untersuchung dieses Transfers und der darin enthaltenen übersetzten Fremdbeschreibung soll die Dynamik von Kulturkontakten, aber auch die Konstruktion von Identität und Alterität beleuchten.

Weitere Informationen hier.

H

Diebstahl und Raub in den Isländersagas (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: München

Kontakt: daniela.hahn10@gmail.com

Abstract:

Die Konstruktion regionaler Identität in Nordeuropa seit dem Zweiten Weltkrieg

Betreuer: Prof. Dr. Bernd Henningsen

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Kontakt: krister.hanne@staff.hu-berlin.de

Abstract:

Me, myself, and I – Autofiktion als literarisches und theoretisches Konstrukt

Betreuer: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefanie von Schnurbein

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Kontakt:

Abstract:

Natur, Kultur und Aktivismus: Eine kulturökologische Analyse umwelt-engagierter Literatur aus Norwegen und Island

Betreuer: PD Dr. Thomas Fechner-Smarsly

Kontakt: reinhardhennig@yahoo.de

Abstract:
Seit Rachel Carsons „Silent Spring“ (1962) wurden und werden Auseinandersetzungen über Umweltprobleme immer wieder mittels engagierter Literatur initiiert und beeinflusst. Ein aktuelles nordisches Beispiel ist Andri Snær Magnasons „Draumalandið“ (2006), das eine weit über Island hinausreichende Diskussion des Verhältnisses von Kultur und Natur ausgelöst hat. Unter der Bezeichnung „ecocriticism“ wird in den Literatur- und Kulturwissenschaften solchen Themen inzwischen verstärkt Beachtung geschenkt. In meiner Arbeit untersuche ich unter Verwendung des kulturökologischen Ansatzes von Hubert Zapf, demzufolge Literatur als kulturkritischer Metadiskurs, als imaginativer Gegendiskurs und als reintegrativer Interdiskurs fungiert, umwelt-engagierte Literatur aus Norwegen und Island von den 70er Jahren bis zur Gegenwart.

Bildpostkarten in Schweden und ihre gesellschaftliche Rolle um 1900 (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Stephan Michael Schröder

Ort: Köln

Kontakt: a-k.heinen@uni-koeln.de

Abstract:

Hans Christian Andersens Fremdwahrnehmung und Auseinandersetzen mit dem
Fremden (Orient) – seine Position im innerskandinavischen und europäischen Orientalismusdiskurs des postkolonialen 19. Jahrhunderts“ (Arbeitstitel)

Kontakt: ninahintz@yahoo.com

Abstract:

Die Weltkriege des 20. Jahrhunderts in der Literatur Schwedens und Finnlands (Arbeitstitel)

Betreuer:
Prof. Dr. Stephan Michael Schröder

Ort:
Universität zu Köln

Kontakt:
doerthe.horstschaefer@uni-koeln.de

Abstract:

This PhD project contributes to current bellography research, especially with regard to recent Swedish, Finland-Swedish and Finnish prose literature on the wars of the 20th century. Within two national memory frameworks, I will take into account the similarities and differences, but also developments that are to be re-evaluated in the context of memory culture, collective memory, and identity construction. The corpus comprises Finnish, Swedish and Finland-Swedish war fiction from the 1970s onwards and I will examine how literature of the Swedish-speaking minority in Finland serves as a connecting link between Finnish and Swedish fiction. Furthermore I will focus on the mechanisms of representation within the frame of an European, transnational memory culture.

‘Vár var heldr kalt’ – Nature in the Íslendingasögur: An eco-critical analysis (Arbeitstitel)

Betreuer:
Dr. Judy Quinn

Ort:
University of Cambridge

Kontakt:
ch776@cam.ac.uk

Abstract:

Tove Jansson und die Materialität des Buches (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Klaus Müller-Wille

Ort: Universität Zürich

Kontakt: katharina.hubli@ds.uzh.ch

Abstract:

Hans Christian Andersens Fremdwahrnehmung und Auseinandersetzen mit dem
Fremden (Orient) – seine Position im innerskandinavischen und europäischen Orientalismusdiskurs des postkolonialen 19. Jahrhunderts“ (Arbeitstitel)

Kontakt:
ninahintz@yahoo.com

Abstract:

 

Die Hilfe der Bundesrepublik Deutschland bei der Wiedererlangung der litauischen Unabhängigkeit Anfang der 90er Jahre

Betreuer: Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen

Ort: Berlin

Kontakt:

Abstract:

I

Übersetzungs- und Rezeptionsgeschichte der Jómsvíkinga saga (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Rudolf Simek

Kontakt:
http://www.irlenbusch.de/

Abstract:

J

Religiosität und Weltanschauung in Sara Lidmans „frühen Norrlandromanen“.

Betreuer: Prof. Dr. Stephan Michael Schröder

Kontakt: heikejendry@hotmail.com

Abstract:

Thor in der Skaldik (Arbeitstitel)

Kontakt: nicola.jordan@rub.de

Abstract:

K

Erzählung und Landschaft – Landschaftsnarrativierungen in der Vatnshyrna und Pseudo-Vatnshyrna

Betreuer: Lena Rohrbach, Gísli Sigurðsson

Ort: Universität Basel

Kontakt: nora.kauffeldt@unibas.ch

Beschreibung:
In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich, wie und zu welchem Zweck Landschafts- , Weg-, und Wetterbeschreibungen sowie Benennungen von Orten Eingang in die mittelalterliche isländische Sagaliteratur gefunden haben und wie auf diese Weise aus der Landschaft selbst eine kulturelle Größe mit bedeutungskonstituierender Wirkung für die isländische Gesellschaft geworden ist. Die Grundannahme meiner Arbeit ist, dass sich die Landschaftserfahrung der Überlieferungsgesellschaft in deren literarischen Produktion eingeschrieben hat. Landschaft verstehe ich hierbei nicht als Ästhetische Einheit, sondern vielmehr als Lebensraum, in dem sich die Menschen seit der Besiedlung Islands bewegt haben und den sie “ durch verschiedene Prozesse des mentalen Kartierens und Verknüpfens mit der eigenen Vergangenheit “ strukturiert haben. In meiner Arbeit untersuche ich neun Isländersagas und drei kürzere Erzählungen, die in den mittelalterlichen isländischen Sammelhandschriften der Vatnshyrna und der Pseudo-Vatnshyrna gemeinsam Überliefert wurden. Durch die Betrachtung der Texte im Überlieferungsverbund möchte ich zeigen, dass Landschaft als Analysekategorie uns sowohl etwas über das immanente Wissen des Publikums und dessen Erwartungen an eine Erzählung erfahren lässt als auch über den Erzähl- und Überlieferungsanlass der altisländischen Sagas. Die Sagas, die im Verlauf des 13. Jahrhunderts in altisländischer Sprache verschriftlicht wurden, erzählen von der Besiedlung Islands vom 9. bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts und ermöglichen somit eine Einsicht in den Umwandlungsprozess eines undatierten Naturraums zu einem menschlichen Kulturraum. Die in den von mir untersuchten Handschriften kompilierten Texte behandeln alle in ihren Hauptsträngen Orte in Nord- und Westisland, so dass das in ihnen überlieferte Landschaftsbild intertextuell ausgewertet werden kann. Anhand einer literarisch-anthropologischen Textanalyse, die auf einer präzisen Kenntnis der isländischen Landschaft aufbaut, soll die aktuelle Sagaforschung um eine Perspektive erweitert werden, die es ermöglicht, den in den Sagas eingeschriebenen Erfahrungshorizont des ehemals intendierten Publikums in die heutige Analyse einzubeziehen und so den Überlieferungskontext altisländischer Literatur besser zu verstehen.

Doppelt gehen, doppelt schreiben. Schreibende Doppelgänger in den skandinavischen Literaturen (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Stephan Michael Schröder

Ort: Köln

Kontakt: anna.keller@uni-koeln.de

Abstract:

seiðr – Zauberkunst und Liminalität in der altnordischen Überlieferung

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: LMU München

Kontakt: christinakiesewetter@gmx.de

Abstract:
Aufbauend auf die in meiner Magisterarbeit erzielten Erkenntnisse soll in meinem Dissertationsprojekt durch ein interdisziplinäres Quellenstudium eine nur mehr fragmentarisch sichtbar werdende Überlieferungsschicht erforscht werden, die von der Existenz eines kultischen Geschlechtswandels innerhalb der germanischen Welt zeugt. Ausgangspunkt bildet hierbei die Untersuchung der Magieform „seiðr“ und ihre Konnotation mit von der Norm abweichendem Sexualverhalten.

Die sozial- und kulturgeschichtliche Entwicklung der deutschen Tiergärten zwischen Reichsgründung und Mauerfall (1871-1989)

Betreuer: Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Abstract:

Die „Litauische nationale Union“ LTS und ihre Bedeutung für das autoritäre Regime der Zwischenkriegszeit in Litauen

Betreuer: Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Abstract:

Gelehrten-Netzwerke im frühneuzeitlichen Ostseeraum

Betreuer: Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen

Ort: Berlin

Kontakt:

Abstract:

Der Balder-Mythos als kulturelles Symbolsystem – eine religionswisschenschaftliche Perspektive

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität, München

Kontakt:

Abstract:

Die Kosmologie der Nordgermanen (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität, München

Kontakt: Thomas Krümpel

Abstract:

Wie alle alten Völker besaßen auch die paganen Skandinavier ein mythisches Weltbild, in dem Vorstellungen von der Entstehung (Kosmogonie) und vom räumlichen Aufbau der Erde und des Universums (Kosmographie) eingefasst waren. Im Gegensatz zu anderen Traditionen, in welchen der Mythos frühzeitig seiner Deutungshoheit enthoben wurde, etwa durch den Logos (›wissenschaftliches Denken‹) in Griechenland oder den Nomos (das religiöse ›Gesetz‹) im alten Israel, konnten die mythische Weltdeutung und Kosmologie der Nordgermanen ihren Geltungsanspruch bis zur Christianisierung Skandinaviens im 10.–12. Jahrhundert weitgehend unangefochten wahren. Dieses vorchristliche Weltbild stellt einerseits die Bühne der vielfältigen Mythen des Nordens dar, gibt zugleich aber auch Einblick in die räumlichen und geographischen Orientierungsmuster der Skandinavier – sowohl in ihrer nordischen Heimat als auch auf den weitläufigen Wikingerzügen jener Jahrhunderte. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, wie man sich nicht nur den durch eigene Erfahrung bekannten Teil der Welt, sondern auch die unbekannten Regionen der Ferne sowie die Sphären der Götter, der Riesen und der Toten vorstellte. Diese Konzeptionen liefern Hinweise darauf, in welcher Beziehung der Mensch zur Götterwelt stand, welche Rolle der Tod und anderweltliche Wesenheiten für das alltägliche Leben spielten. Aus dem mythischen Handeln der Götter, der Begründer aller Ordnung, können Schlüsse gezogen werden, wie Kosmos und Chaos, Kultur und Natur gegeneinander ausbalanciert waren. Derartige Struktur- und Bedeutungsmuster sind in alten Kulturen oft in vielfältiger Weise symbolisch ausgedrückt bzw. kodiert – nicht zuletzt in kosmologischen Konzeptionen. In diesem Sinne stellen Weltbilder stets auch ›Wertbilder‹ dar. Ein vergleichender Blick auf die kosmologischen Vorstellungen verwandter und benachbarter Völker hilft dabei in vielen Fällen, Lückenhaftes und Unklares in der nordischen Überlieferung zu erhellen; zugleich erlaubt eine grenzüberschreitende Perspektive, das mythische Weltbild der Nordgermanen in den größeren kulturellen Zusammenhang der Alten Welt einzuordnen.

L

Knut Hamsun und das Hamsun-Jubiläum im (inter)nationalen Diskurs (Arbeitstitel)

Betreuer:
Prof. S. Kramarz-Bein, Prof. Dr. C. Blasberg

Kontakt: Julia Langhof

Ort: Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Abstract:

Svenska jämställdhetsdiskurser och genuskonstruktioner – en diskursanalytisk studie

Betreuerin: Prof. Dr. Antje Lann Hornscheidt

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Abstract:

Die Wahrnehmung von Grenzen aus kulturgeographischer Perspektive am Beispiel der Öresund-Region

Betreuer: Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Abstract:

Dachmarke Literatur. Literaturhäuser in Deutschland und Skandinavien (Arbeitstitel)

Betreuer:
Prof. Dr. Karin Hoff, Prof. Dr. Simone Winko

Ort: Göttingen

Kontakt: carolin.loeher@phil.uni-goettingen.de

Abstract:
Seit Beginn des Zeitalters der Digitalisierung in den 1980er Jahren manifestiert sich unter dem Schlagwort ‚Eventisierung‘ eine Renaissance des Hörens und Erlebens, die bereits als Gesellschaftstendenz akzeptiert wurde. Auch Literatur tritt aus dem privaten Raum der stillen, einsamen Lektüre hervor und findet verstärkt in einer Öffentlichkeit statt – mit weitreichenden Auswirkungen auf die Literaturvermittlung. In diesem Zusammenhang formiert sich eine Einrichtung, die viele Aspekte davon unter einem Dach versammelt: das Literaturhaus. 1986 entsteht in Berlin das erste Literaturhaus, weitere Gründungen folgen in Deutschland, dann in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz und schließlich auch in Skandinavien. Knapp 30 Jahre nach der ersten Eröffnung ist das Prinzip keinesfalls überholt: Neugründungen und Umstrukturierungen befeuern die Diskussionen um Aufgaben, Konzepte und Zielsetzungen der nicht-kommerziellen Literaturvermittlung. Einen Beitrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung leistet dieses Projekt. Ansatzpunkt bildet das Spannungsverhältnis, dem die Institution ‚Literaturhaus‘ ausgesetzt ist: Auf der einen Seite bieten Literaturhäuser – dem Digitalen, das eher für Flüchtigkeit und Körperlosigkeit steht, darin opponierend – direkten, fokussierten Austausch und Authentizität an einem eigens für die Literatur reservierten Ort. Auf der anderen Seite nehmen sie an Neuentwicklungen und intermedialen Öffnungen teil. Würden sich Literaturhäuser nur auf eingeübte, exklusiv literarische Praktiken konzentrieren, wären sie nicht mehr konkurrenz- und somit nicht überlebensfähig. Sie müssen also interagieren und gleichzeitig, um ihre Existenz zu legitimieren, ihre Alleinstellungsmerkmale gegenüber anderen öffentlichen Kultureinrichtungen, gegenüber kommerziellen Literaturveranstaltern, aber auch gegenüber nicht-ortsgebundenen Anordnungen, wie Online-Literaturportalen, unterstreichen. Das Promotionsprojekt untersucht diese Ambivalenz zwischen Konkurrenz und Koalition. Anhand eines empirischen Vergleichs von ausgewählten Literaturhäusern in Deutschland und Skandinavien wird herausgearbeitet, wie sich Literaturhäuser im physischen und im digitalen Raum darstellen, und was diese Präsentation über den Zustand und die Aufgabe der Literatur und Literaturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung aussagt.

M

Zukunftsdystopien in skandinavischer Science Fiction-Literatur seit 1945 (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Annegret Heitmann

Kontakt: philipp.m.martin@live.de

Ort: LMU München

Abstract:
Science Fiction reflektiert und antizipiert den globalen Wandel in fiktiven Weltentwürfen. Als “literature of cognitive estrangement” zeichnet sie sich durch die Einführung eines von der Leserrealität abweichenden bzw. noch nicht verwirklichten Novums aus, das innerhalb des Textes plausibilisiert wird (Suvin). Science Fiction geht es dabei weniger um eine konkrete Zukunftsprognose, sondern mehr um die Extrapolation möglicher Zukünfte, in deren Zentrum der technowissenschaftliche Fortschritt steht. Auf die folgenreichen Innovationen in Wissenschaft und Technologie, die mit Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Philosophie korrelieren und nur noch in einem weltweiten Zusammenhang denkbar sind, reagieren Zukunftsdarstellungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zunehmend skeptisch. Das Projekt geht deshalb von der Annahme aus, dass Science Fiction ein kritisches Bewusstsein für den tiefgreifenden anthropogenen Einfluss auf die Erde erzeugt, in dem der seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an Bedeutung gewinnende Nexus zwischen Technologie, Ethik und Ökologie eine wesentliche Rolle spielt. Anhand dreier skandinavischer Textschwerpunkte soll die Funktion literarischer Zukunftsentwürfe als narrative Experimentalanordnungen im globalisierungskritischen Diskurs untersucht werden: Harry Martinson warnt in seinem Gedichtepos Aniara. En revy om människan i tid och rum (Aniara. Eine Revue vom Menschen in Zeit und Raum, 1956) angesichts des sich zuspitzenden Kalten Krieges vor dem Weltuntergang in Form eines nuklearen Holocausts. Inge Eriksen beschreibt in ihrer Romantetralogie Rummet uden tid (Der Raum ohne Zeit, 1983–89) ein durch Klimakatastrophen herbeigeführtes Endzeitszenario und die daran anschließende Postapokalypse auf unserem Planeten. Øyvind Rimbereid hinterfragt in seinem Langedicht Solaris korrigert (Solaris korrigiert, 2004) in einer erfundenen Hybridsprache das Selbstverständnis des Menschen in einer technomorphen und transhumanen Zukunft. Das Projekt stellt folgende Leitfragen: Welche Möglichkeiten und Konsequenzen technologischer und wissenschaftlicher Entwicklungen für den Menschen und seine Umwelt problematisieren die Texte? Welche damit zusammenhängenden Konzeptionen von Globalität, der Erde und Ökologie liegen den fiktionalen Welten zugrunde? Fungieren die Zukunftsschilderungen als selbstzerstörende Prophezeiungen oder offerieren sie Gegenmodelle zur menschengemachten Welt von morgen?

„Fyrir vinátta sakir – um der Freundschaft willen“ – Zur Bedeutung freundschaftlicher Bindungen im mittelalterlichen Skandinavien (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Klaus van Eickels

Ort: Bamberg

Kontakt: marco.mora@uni-bamberg.de

Abstract:

Young Heroes of the Postheroism. Negotiations of the Heroic in 20th/21st Century Scandinavian Young Adult Fiction

Betreuer:
Prof. Dr. Joachim Grage und Prof. Dr. Barbara Korte

Ort: Universität Freiburg

Kontakt:
kimon.mouzakis@skandinavistik.uni-freiburg.de

Abstract:

Stedshistorier. Verortung von Natur und Kultur in norwegischer Lyrik

Betreuer: Prof. Dr. Joachim Grage

Kontakt: hannaEM@web.de

Ort: Freiburg

Abstract:
Sowohl Natur als auch mittelalterliche Mythen und Sagen sind elementar für die Ausbildung einer norwegischen nationalen Identität und werden seit dem 18. Jahrhundert häufig in norwegischer Literatur thematisiert. Während Natur und Kultur in der Moderne generell als dichotome Sphären wahrgenommen werden (auf der einen Seite die universelle, zeitlose, ihren eigenen Gesetzen unterworfene Natur, auf der anderen Seite die sozial konstruierte Kultur, die sich dynamisch verändert und über kulturelles und kollektives Gedächtnis Identitäten konstituiert), so verorten doch zahlreiche topographisch-lyrische Texte kulturell relevante Begebenheiten im Naturraum. Gleichzeitig werden Teile der natürlichen Umwelt durch Benennung und historische bzw. mythische Aufladung zu spezifischen Orten und literarischen Landschaften mit konkreter Geschichte. Dabei werden mehrfach Grenzen transzendiert: Inhaltlich wird das Verhältnis von Natur und Kultur, Raum und Zeit, Ort und Geschichte bzw. Erinnerung thematisiert; auf textlicher Ebene werden lyrische Beschreibung und Handlungsbericht kombiniert, epische und narrative Elemente in lyrische Texte integriert und zentrallyrische Konzepte in Frage gestellt.

Anhand ausgewählter Texte von Claus und Peter Harboe Frimann, Andreas Munch, Johan Sebastian Welhaven, Henrik Wergeland, Henrik Ibsen, Arne Garborg, Olav Nygard und Olav H. Hauge lassen sich Traditionslinien und Veränderungen in norwegischer topographischer Lyrik nachvollziehen. Ein aufsehenerregendes Beispiel für die Aktualität dieser Tradition ist Erlend Nødtvedts Harudes (2008), in dessen Beschreibung der Region Hardanger das Bild einer Landschaft entsteht, die durch zahlreiche mythische, historische und künstlerische Traditionsschichten geprägt ist -€“ angefangen bei der Etymologie alter Ortsnamen über Verweise auf Runeninschriften und altnordische Überlieferungen bis hin zu Bearbeitungen in Musik, Malerei und Literatur. Somit wird die kulturelle Konstruiertheit von Natur- und Landschaftswahrnehmung offenbar; der Text fungiert als Knotenpunkt diverser literarischer Diskurse über Natur, Geschichte, Erinnerung und Identität.

Unter Berücksichtigung dieser Diskurse und unter Einbeziehung raumsemantischer Theorien sollen ausgehend von der literarisch wiedergegebenen Landschaft als Projektionsfläche sowohl die Gültigkeit dichotomer Konzepte von Natur und Kultur für den jeweiligen Text hinterfragt als auch die textlichen Mechanismen der Aktualisierung von historischen und mythischen Ereignissen erarbeitet werden. Im Fokus des Projekts steht somit die literarische Verortung von Kulturgeschichte(n) in der Natur.

 

Karen Blixen und die Bibel

Betreuerin: Prof. Dr. Julia Zernack

Kontakt: christiane.mueller@em.uni-frankfurt.de

Abstract:
Wenn man die umfangreiche Forschung zum Werk der dänischen Verfasserin Karen Blixen betrachtet, fällt auf, daß zwar immer wieder auf die intensive Intertextualität in den Erzählungen Blixens hingewiesen wird, über deren Bedeutung in ihrem Werk jedoch bisher keine Studien vorliegen. Auch nach textnahen Analysen und anderen Untersuchungen zu den Erzählungen muß man in der Forschung lange suchen. Stattdessen ist die Sekundärliteratur auf eine einzigartige Weise geprägt von einer Vielzahl an Beiträgen über die exotische Biographie der Verfasserin.
Mein Dissertationsprojekt zu Blixen soll sich deshalb genau dem zuwenden, was bisher in der Forschung weitgehend ausgespart wurde: dem Text selbst.
Betrachtet man entsprechend Blixens Erzählungen, fällt auf, daß die oben erwähnte Intertextualität in besonderer Dichte in Form von Bibelrezeption vorliegt. Dabei kreist der häufige Gebrauch der Bibel als Intertext um drei thematische Schwerpunkte: die Schöpfungsgeschichte und die Vertreibung aus dem Paradies, die jungfräuliche Empfängnis und Geburt Jesu Christi sowie die Passion und Kreuzigung. Diese biblischen Stoffe durchziehen alle Erzählungen Blixens. Dabei erfahren sie eine Umdeutung, die man als bibel- und christentumskritisch bezeichnen muß: Der Offenbarungscharakter des Wortes Gottes wird negiert und an seine Stelle tritt das Erzählen, das nun den Mythos als Identitätsstifter für den Menschen ablöst. Gleichzeitig wird hierbei deutlich, welche Poetologie Blixen für sich in Anspruch nimmt und vertritt.
In meiner Dissertation mit dem Arbeitstitel „Karen Blixen und die Bibel“ sollen je drei Erzählungen Blixens in textnahen Untersuchungen in Bezug gesetzt werden zu jeweils einem der drei erwähnten biblischen Themen. Es werden also zunächst insgesamt neun Erzählungen in dieser Weise genau analysiert.
Darüber hinaus wird in einem weiteren Schritt die auffällige Dichte intertextueller Bezüge im Werk Blixens generell ins Blickfeld rücken, die die Blixen-Forschung bisher meist nur erwähnt hat. Dabei soll exemplarisch untersucht werden, ob die neben der Bibel verwendeten Intertexte in einem Zusammenhang mit Blixens Bibelkritik zu sehen sind und wenn in welchem. Es schließt sich die Frage an, ob somit die übrigen Intertexte in den Erzählungen als im Dienste der eigentlichen Bibelkritik stehend zu werten sind, ob also de facto Blixens Intertextualität insgesamt in diesem Licht zu betrachten ist.

Waffenschwestern‹. Lotta Svärd und die NS-Frauenorganisationen (1933-1944)

Betreuer: Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Abstract:

N

„Bara en hemmafru“ – Eheverständnis und weibliche Erwerbstätigkeit in Schweden in den 1950er und 1960er Jahren

Betreuerin: Prof. Dr. Margit Szöllösi-Janze

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität München

Kontakt: M.Nystroem@campus.lmu.de

Abstract:

O

Die Wikinger und Wikingerzeit in der nordischen und deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur (Arbeitstitel)

Kontakt: sonkels@uni-bonn.de

Ort: Universität Bonn

 

Der Struensee-Komplex

Betreuer: Prof. Dr. Annegret Heitmann

Ort: München

Kontakt: sergio.ospazi@gmx.de

Abstract:

Mittsommerträume. Repräsentationen schwedischer Kultur in der Fremdsprachenvermittlung (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Stefanie Gropper

Ort: Tübingen

Kontakt: peter.ostritsch@hotmail.com

Abstract:
Die Ausgangsfragen des Dissertationsprojektes sind folgende: Welche Vorstellungen des Landes Schweden („der schwedischen Kultur“, der Bewohner Schwedens) existieren in Lehrmaterialien zur schwedischen Sprache? Und welche Vorstellungen von Schweden werden durch die Vermittlung des Schwedischen (an deutschen Universitäten) aufrecht erhalten bzw. (de-)konstruiert?

 

P

Das Aufeinandertreffen der Kulturen Skandinaviens und des Orients í austrvegr in der Wikingerzeit (Arbeitstitel)

Ort: Wien

Kontakt:

Abstract:

Die Schwedische Kirche und Europa -€“ ein Verhältnis im Wandel

Betreuer: Prof. Kissener und Prof. Dingel

Ort:
Johannes Gutenberg- Universität Mainz speziell am Graduiertenkolleg „Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung Europa“

Kontakt: pissors@ieg-mainz.de

Abstract:
Ziel der Arbeit ist es, das Verhältnis der Schwedischen Lutherischen Kirche zu Europa darzustellen und zu analysieren. Dieses Verhältnis bzw. die Beziehungen zu Europa unterlagen im Laufe der Jahrzehnte vom Zweiten Weltkrieg bis zum EU-Beitritt Schwedens deutlichen Schwankungen. Schweden hatte es im Gegensatz zu seinen nordischen Nachbarn geschafft, während des gesamten Zweiten Weltkrieges offiziell neutral zu bleiben. Als neutraler Staat hatte das Land nahezu keine Möglichkeit, an der Ausgestaltung der Nachkriegsordnung teilzuhaben, die ja schon während des Krieges begonnen hatte. Teile der schwedischen Staatskirche nahmen jedoch trotz der schwierigen Situation am Europadiskurs teil, der sich ab Ende der 30er Jahre innerhalb des Protestantismus und der Ökumenischen Bewegung entwickelt hatte. Auf Grund seiner Neutralität bot Schweden in dieser Zeit ein geeignetes Umfeld für internationale Begegnungen. Die personellen und institutionellen Kontakte, die damals geknüpft wurden, wirkten lange nach. Die schwedische Kirche beteiligte sich aktiv am Wideraufbau Europas, hielt in den ersten Nachkriegsjahrzehnten engen Kontakt zu den protestantischen Kirchen Westeuropas und versuchte teilweise gezielt, die zunehmende Isolation der Osteuropäischen Kirchen aufzubrechen. Mitte bis Ende der 1960er Jahre ging dieser Kontakt -€“ einhergehend mit einem Generationenwechsel -€“ jedoch zunehmend verloren. Erst Anfang der 80er Jahre wurde die eigene Isolation problematisiert und Gegenmaߟnahmen ergriffen. Nun wuchs das Interesse an Europa wieder, was Mitte der 90er Jahre im Vorfeld des schwedischen EU-Beitritts einen Höhepunkt erreichte. Diese Entwicklung soll in der Arbeit sowohl erstmals systematisch dargestellt werden, als auch begründet und historisch eingeordnet werden.

Text-Sound Komposition in Schweden in den 1960ern und 1970ern (Arbeitstitel)

Betreuer: 

Prof. Dr. Stephan Michael Schröder

Ort:
Köln

Kontakt:

karolin.pohle@uni-koeln.de

Abstract:
Ziel des Promotionsvorhabens ist es, die intermediale Kunstform der Text-Sound Komposition interdisziplinär, also sowohl literatur- als auch musikwissenschaftlich im Kontext der Avantgarde zu untersuchen. Der Korpus umfasst die Werke der fünf Hauptvertreter Sten Hanson, Åke Hodell, Bengt Emil Johnson, Lars-Gunnar Bodin und Ilmar Laaban. Neben den realisierten Text-Sound Kompositionen sollen auch die Ausgangstexte herangezogen werden.

R

Grausamkeit in den zeitgenössischen Sagas

Betreuerin:
Prof. Dr. Lena Rohrbach

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Kontakt:

Abstract:

Eine vergleichende Studie über den Zweiten Weltkrieg im kollektiven Gedächtnis und in der Museumskultur Schwedens, Norwegens und Dänemarks


Betreuer: Prof. Dr. Bernd Henningsen

Ort: Berlin

Kontakt:

Abstract:

—-

Mit Fratzen und Flügelschuhen: Nordische Götter in Wort und Bild in Edda-Handschriften der Frühen Neuzeit

Betreuerin: Prof. Dr. Lena Rohrbach

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Kontakt: friederike.richter(at)skandinavistik.uni-freiburg.de

Abstract:
In der Dissertation werden unterschiedliche Strategien zur (ent-)heroisierenden Inszenierung nordischer Mythologie in Text und Bild vor dem Hintergrund ihres Entstehungskontextes in Island analysiert. Hierzu werden vier illuminierte Handschriften der Lieder-Edda und Prosa-Edda des 17. und 18. Jahrhundert untersucht, in denen erstmals seit der Wikingerzeit umfangreiche Bilddarstellungen nordischer Götter erscheinen. Die Untersuchungen folgen dem Ansatz der Material Philology, die die Materialität von Handschriften – also alles was über den eigentlichen Text hinausgeht – berücksichtigt: Bei diesem Projekt gilt der Buchmalerei mit ihren zugehörigen Bildtexten ein besonderes Augenmerk. Darüber hinaus werden noch andere Eigenschaften der Handschriften, wie die weiteren darin enthaltenden Texte berücksichtigt, diese zeigen, in welchen kulturellen Zusammenhang die nordische Mythologie gesetzt wurde.

S

Grenzgäger. Jüdische Identität in zeitgenössischer skandinavischer Literatur

Betreuer: Prof. Dr. Joachim Schiedermair

Ort: Universität Greifswald

Kontakt: sajdakf@uni-greifswald.de

Abstract:
Jüdische Gemeinden etablierten sich in den skandinavischen Ländern bereits im 17. und 18. Jahrhundert durch die Einreise jüdischer Händler und wuchsen in den folgenden Jahrhunderten v.a. durch jüdische Migranten aus Osteuropa. Das Leben dieser religiösen und kulturellen Minderheit in den vom Protestantismus geprägten skandinavischen Gesellschaften zeichnete sich seitdem – abgesehen von der Zäsur, die die Zeit des Zweiten Weltkriegs darstellt – zumeist durch Assimilation und friedlichem Miteinander aus. In der Literatur und der literaturwissenschaftlichen Forschung spielte das Judentum in Skandinavien bisher hingegen nur eine untergeordnete Rolle und wenn, widmet sie sich vorrangig der Literatur des 18. und 19. Jahrhundert.

Seit Mitte der 1980er Jahre ist das Interesse an jüdischen Aspekten innerhalb der skandinavischen Geschichte und Kultur stark gewachsen, was sich u.a. in der Publikation einer Reihe neuer literarischer Texte mit Bezug auf jüdisches Leben in Schweden, Dänemark und Norwegen zeigt. Gemeinsam ist den Texten dabei die Thematisierung der Grenzüberschreitungen, die das Leben als Jude in Skandinavien erfordert. Dies betrifft kulturelle, religiöse und linguistische Grenzüberschreitungen, um Teil der skandinavischen Gesellschaften zu werden, aber auch temporale Grenzgänge als Erbe der jüdischen Diaspora und Nachkommen des Holocausts. Durch die Verhandlung und Repräsentation einer Grenzgänger-Identität hinterfragen diese Texte identitätsstabilisierende Konzepte wie Heimat, Erinnerung oder Glauben und gestalten sie neu.

In meinem Dissertationsprojekt möchte ich anhand ausgewählter literarischer Texte der letzten 30 Jahre diese unterschiedlichen Formen von Grenzüberschreitung und ihren Einfluss auf die Konstruktion einer skandinavisch-jüdischen Identität über Grenzen hinweg untersuchen. Dabei soll zum einen die individuelle erzählte Identitätskonstruktion und zum anderen die kollektive Funktion -€“ gerade für ein nicht-jüdisches Leserpublikum -€“ solcher narrativen Konstrukte betrachtet werden.

The Politics of Foreign Policy Change. An analysis of Sweden’s Middle East Policy 1998-2006

Betreuer: Prof. Dr. Bernd Henningsen

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Abstract:

Untersuchungen zur Færeyinga saga (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: LMU München

Kontakt: andreas.schmidt@mnet-online.de

Abstract:

Crime Scene, do not cross! Raum, Angst und Transgression im aktuellen skandinavischen Kriminal- und Horrorroman sowie in skandinavischen TV-Produktionen und Filmen

Betreuer: Prof. Dr. Stefanie Gropper

Ort: Universität Tübingen

Kontakt: franzischneider85@gmail.com

Abstract:

In wenigen anderen literarischen Gattungen spielen Raum, Grenzziehung und Transgression sowie die Kopplung der Angsterzeugung und des Unheimlichen an den Raum eine so große Rolle wie in der Kriminal- und Horrorliteratur. Die Erzeugung von Spannung und Angst beim Leser – und damit die Erfüllung wichtiger Leserversprechungen der Textgattungen – ist in sehr starkem Maße an die räumlich-literarischen Voraussetzungen gekoppelt. Das Unheimliche wohnt im Raum und gebraucht ihn als Instrument. Dies wird bereits bei der Betrachtung einiger Räume deutlich, die für das jeweilige Genre als typisch eingestuft werden. Gleichwohl präsentieren uns aktuelle Vertreter des jeweiligen Genres auch äußerst untypische räumliche Varianten, die umso stärker faszinieren, je deutlicher die Diskrepanz zwischen räumlicher Voraussetzung und unheimlicher Begebenheit ist. Klar wird jedoch, dass die Überschneidungen von Räumen in Krimi und Horrorroman immer stärker werden, die unheimlichen Voraussetzungen immer ähnlicher: Dies macht es mir möglich, für meine Dissertation beide Textgattungen unter dem Aspekt des Räumlichen zusammenzubringen und anhand eines ausführlichen Textkorpus zu untersuchen, wie Angsterzeugung und das Unheimliche im Krimi und im Horrorroman an die Räume gebunden sind bzw. von ihnen konstituiert werden und welche Grenzen dabei überschritten werden. Dabei sollen nicht nur Texte untersucht werden, sondern auch einige skandinavische Filme und TV-Serien, die ebenfalls über ganz eigene räumliche Gegebenheiten verfügen. Zur Methodologie dienen mir einige Texte und Modelle aus der Raumtheorie oder dem Strukturalismus, aus den Film- und Kulturwissenschaften, aber auch Thesen der sogenannten Gothic Studies, deren Anwendung vor allem auf den Kriminalroman interessante Erkenntnisprozesse ermöglichen.

Island und die Europäische Union. Erweiterung, Vertiefung und Identität. (Arbeitstitel)

Betreuer:
Prof. Dr. Ludger Kühnhardt (Zentrum für Europäische Integrationsforschung)

Ort: Bonn

Kontakt: tks1@uni-bonn.de

Abstract:

Die Dramen Lars Noréns – Zur Inszenierung der Familie in der Normalisierungsgesellschaft

Betreuerin: Prof. Dr. Dr. h. c. Stefanie von Schnurbein

Ort: Berlin

Kontakt:

Abstract:

Geschichte der baltischen Diaspora in Skandinavien nach 1945

Betreuer: Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Abstract:

Modelling Analogical Language Variation in Space and Time. The Development of Swedish and Frisian Verb Morphology

Betreuer: Prof. Dr. Muriel Norde

Ort: Berlin

Kontakt:

Abstract:

Ib Michaels Multiversum. Zeit, Raum und Postmoderne in den Romanen Ib Michaels (Arbeitstitel)

Kontakt:
IngoSundmacher@nordsprachen.de

Abstract:
Thema der Arbeit sind Raum und Zeit in Verbindung mit dem Begriff der Postmoderne, der auf die Arbeiten von Ib Michael angewendet werden kann. Dabei soll nach einer kurzen Einführung, die einen ersten Eindruck von Ib Michaels Werk vermitteln soll, in drei Schritten vorgegangen werden, die vom theoretischen Hintergrund im Allgemeinen zu einer Anwendung auf Autor und Werk führen soll: 1) Darlegung einer Theorie zu den Zusammenhängen von Raum, Zeit und Postmoderne und zur möglichen Bedeutung einer solchen Theorie für Literatur. 2) Anwendung dieser Theorie auf die Arbeiten Ib Michaels im Allgemeinen. 3) Analyse der einzelnen Romane Ib Michaels.

T

Unmännlichkeit in den Isländersagas (Arbeitstitel)

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: LMU München

Kontakt: sebastian.marc.thoma@gmail.com

Abstract:

Darstellung der nordischen Mythologie in den Vorzeitsagas

Betreuer: Prof. Dr. Wilhelm Heizmann

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität, München

Kontakt:

Abstract:

Literary Time Practices and Social Inequality -€“ An Analysis of Selected Works of Socially Engaged Swedish Literature of the 1970s and since 2000 (Arbeitstitel)

Betreuerin: Prof. Dr. Antje Wischmann

Ort: Wien

Kontakt: hannah.tischmann@univie.ac.at

Abstract:
Die Konstituierung des Subjekts ist eng mit Zeitwahrnehmungen und zeitlichen Rahmen verknüpft, die wiederum durch soziale Umstände bestimmt werden. Wie das Individuum mit temporalen Strukturen umgeht und inwieweit es durch diese beeinflusst wird, ist daher durch seine gesellschaftliche Positionierung beeinflusst. In dieser Arbeit soll das subjektiv oder kollektiv zur Geltung kommende gesellschaftlich bedingte Zeitregime in textlichen Verhandlungen untersucht, sozialhistorisch kontextualisiert und aus einer machtkritischen Perspektive betrachtet werden. Anhand von kulturwissenschaftlich und soziologisch orientierten Analysen der arbeiterliterarisch geprägten Romane Rapport från en skurhink (1970) von Maja Ekelöf, DU, människa? (1972) von Marit Paulsen, Yarden (2009) von Kristian Lundberg und Oktober i Fattigsverige (2012) sowie April i Anhörigsverige (2015) von Susanna Alakoski soll gezeigt werden, wie die Repräsentation und Darstellung temporaler Strukturen und die fiktionale Verhandlung sozialer Ungleichheit ineinander greifen. Dazu werden sowohl die erzähltechnische Organisation als auch die Verfahren der literarischen Zeitlichkeit auf die Zeitpraktiken bezogen, die die dargestellten Figuren oder Erzählinstanzen zum Ausdruck bringen. Der Begriff der Zeitpraktiken unterstreicht dabei die Dynamik und Prozesshaftigkeit, die temporalen Konstrukten zugrunde liegt. In Anlehnung an Sarah Sharmas soziologisch-kulturwissenschaftliche Methode der power-chronography entwickelt die Arbeit eine auf die Literaturwissenschaft übertragene literary power-chronography, die es ermöglicht, die in Form von literarischen Zeitpraktiken temporal ausgedrückten gesellschaftlichen Machtbeziehungen zu identifizieren. In Bezug auf die literarische Verhandlung sozialer Ungleichheit werden somit erzähltechnische und gesellschaftspolitische Koordinaten aufgezeigt, die in der bisherigen Forschung trotz des interdisziplinären Interesses an selbst- oder fremdbestimmten Individuen und trotz der gesellschaftlichen Relevanz kaum beachtet worden sind.

Om stadsmässighet och traditionalism i svensk stadsplanering. Diskursanalytiska perspektiv paa stadsbyggande.

Betreuerin: Prof. Dr. Antje Lann Hornscheidt

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Abstract:

V

Complex demonstratives and cyclic change in Norwegian

Betreuer:
Prof. Dr. Hans-Olav Enger (Universitetet i Oslo), Prof. Dr. Muriel Norde (HU Berlin)

Ort: Oslo / Berlin

Kontakt:

Abstract:

Mythisierung in isländischen Mirakelschilderungen

Betreuerin: Prof. Dr. Lena Rohrbach

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Kontakt:

Abstract:

Dänische Erzählungen vom humanen Kolonialismus: Kulturkontakte und nationale Identitätsverhandlung im Lichte eines exzeptionellen Selbstverständnisses

Betreuer:
Prof. Dr. Hubertus Büschel (Gießen), Prof. Dr. Dr. h.c. Stefanie von Schnurbein (HU Berlin)

Abstract:
Das Dissertationsprojekt untersucht literarische und populärwissenschaftliche Texte dänischer Autoren ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, die die ehemaligen Kolonien Grönland und »Dänisch Westindien«, die heutigen Amerikanischen Jungferninseln, zum Schauplatz bzw. die dänische Kolonialgeschichte im Allgemeinen zum Thema haben. Unter Anwendung der Methodik der literarischen Diskursanalyse zielt das Projekt darauf ab, erstmals die Genealogie und intertextuelle Reproduktion eines Narrativs sichtbar zu machen, das ein nationales Selbstbild konstituiert, demzufolge Dänemark als eine vergleichsweise humane Kolonialmacht erscheint. Durch die zeitliche Koinzidenz ist dabei ein reziprokes Aufeinanderwirken des Konstruktionsprozesses dieses Selbstbilds und dessen der dänischen Nationalidentität in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erwartbar. Gleichfalls möchte ich aufzeigen, dass im Zusammenspiel von kollektivem Erinnern und Vergessen generierte Vorstellungen von ethisch-moralischem Handeln bei historischen Kulturkontakten Einfluss auf gegenwärtige Diskurse um interkulturelle Begegnungen in den Kontaktzonen der globalisierten Moderne nehmen, etwa auf die markanten Debatten um Integration und Assimilation im gegenwärtigen Dänemark, das diesbezüglich – vgl. Karikaturenstreit und zunehmende Islamfeindlichkeit – auf eine konfliktreiche Dekade zurückblickt. Zeitgleich mit der aus diesen Debatten resultierenden Neuverhandlung des dänischen nation brands scheint die literarische Reproduktion des Narrativs vom humanen Kolonialismus unterbrochen.

W

Die Transmission der Sigurdar saga thögla vom Spätmittelalter bis
zur Neuzeit. Text ? Erzählung ? Medium ?

Kontakt:
Herbert.Waeckerlin@access.unizh.ch

Abstract:
Mein Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit einer neuphilologischen Betrachtung von Textüberlieferung. Die isländische ‚Saga von Sigurd dem Schweigsamen‘, eine populäre Märchensaga, soll durch sämtliche 61 Handschriften in all ihren Aktualisierungen in
Sagaform verfolgt werden. Die Rímur-Transmission in weiteren 39 Handschriften wird vorerst ausgeklammert. Von den verschiedenen Kontexten, die den Analysen zur zeittiefen Transmission zugrundeliegen, möchte ich vor allem auf die von mir provisorisch so genannte
‚Rhizomatische Transmission‘ von Textmarginalien im weitesten Sinn? oder ‚Benutzerspuren‘? eingehen. Da mich nicht nur narrative Entwicklungen (Additionen, Neufassungen, Weglassungen von Episoden etc.) interessieren, sondern auch die in den jeweiligen Handschriften
hinterlassenen ‚Fluchtlinien‘ der Makulatur-, Marginalien- und Fülltexte, die nicht notwendigerweise in semiotischem Zusammenhang zur Erzählung selbst stehen, stellt sich die Frage nach den unterschiedlichen Diskursverknüpfungen dieser sehr unterschiedlich gearteten Benutzertexte, die mithin als Transmissionsparasiten betrachtet werden können. Mit ‚Benutzer‘ meine ich immer auch die ‚zweite Hand‘ des Schreibers, also der kommentierende, korrigierende
Schreiber, ob dies nun dieselbe Person ist oder nicht. Allerdings liegt ein grosser Teil meines Augenmerks auf Fülltexten auf leeren Seiten, marginale Reimstrophen, die nicht den Erzählkontext kommentieren, Namensnennungen, palimpsierte Brieftexte und ähnliches.

Ostseeinseln als literarische Borderlands. Subjekt- und Identitätskonzepte in skandinavischer Literatur ab 1900 (Arbeitstitel)

Betreuer:
Prof. Dr. Joachim Schiedermair

Ort: Greifswald

Kontakt:
philipp.wagner@uni-greifswald.de

Abstract:
Inseln nehmen einen ambivalenten Platz in der europäischen Literatur- und Kulturgeschichte ein. So können sie u.a. als Orte des Eskapismus oder des Arrests -€“ und im Fall der Robinsonade beides -, sowie der Utopie und Dystopie imaginiert werden. Ein weiteres wichtiges Motiv ist die Insel der Seeligen. Dieser Umstand ist eng mit der Geschichte des Kolonialismus und dessen westwärts expandierenden Grenzziehungen in der Neuzeit verbunden. Entsprechend wurden Inseln bisher von der Literaturwissenschaft aus einer postkolonialen Perspektive betrachtet, die vor allem Inseln im Atlantik, Pazifik und Indischem Ozean thematisierte. Dabei wurde vor allem eine enge Verbindung von geographischen und literarischen Beschreibungen festgestellt, wobei Inseln zu Orten des ‚Anderen‘ stilisiert wurden (Vgl. (Edmond/Smith 2003; Fletcher 2011). Das Dissertationsprojekt hat zum Ziel diesen Zusammenhang von fiktionalen und faktualen Texten für den Ostseeraum am Beispiel des Motivs der Insel näher zu untersuchen. Die vermeintliche geographische Nähe dieser Inseln für das europäische literarische Publikum entspricht nicht zwangsläufig einem geringeren imaginativen Potenzial, wie z.B. neue historische Forschung zur Entwicklung starker Regionalidentitäten im Sinne vorgestellter Gemeinschaften auf den fünf gröߟten Ostseeinseln zeigt (Holmén 2014). Welche Rolle spielen literarische Texte bei der Übertragung und Umformung von Vorstellungen der Insel als ‚idealem‘ Ort für ‚Selbst’/’Fremd‘-Bestimmungen? Insbesondere die Texte August Strindbergs, Martin Andersen Nexøs und Tove Jansons und ihre Darstellungen von Inseln sollen dazu analysiert werden, um verschiedene Subjektpositionen seit dem Modernen Durchbruch untersuchen zu können.

Weitere mögliche Primärliteratur:

Hansen, Martin A. (1950): Løgneren.
Michaelis, Karin (1933): Die grüne Insel. Buch für die Jugend.
Sund, Lars (2007): En lycklig liten ö.

Zitierte Literatur:

Edmond, Ron u. Vanessa Smith: „Editors‘ introduction“, in Edmond/Smith.: Islands in History and Representation, London New York 2003, S. 1-18.
Fletcher, Lisa: „‚… some distance to go‘: A Critical Survey of Island Studies“, in New Literature Review: Islands Special, 2011, S. 17-34.
Holmén, Janne: „A small separate fatherland of our own. regional history writing and regional identity on islands in the Baltic Sea“€œ, in: Island Studies Journal, Vol. 9, no 1, S. 135-154.

Kommunikation in den Städten des schwedischen Ostseereiches im 17. Jahrhundert

Betreuer: Prof. Dr. Ralph Tuchtenhagen

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin

Kontakt: Matthias.Weingard@gmx.de

Abstract: