Fachverband
Skandinavistik


Abgeschlossene Dissertationsprojekte:


Sabine Stölting

Schwedisches Sprechtheater mit Musik. Schauspielmusik und Texte des Stockholmer Unterhaltungstheaters 1840-1860. (Arbeitstitel)

Betreuer:
Prof. Dr. Anz

Ort:
Freiburg

Abstract:
Das Stockholmer Theater der 1840er und -50er Jahre steht ganz zu Anfang einer institutionalisierten Massenkultur. Der enorme Bedarf der verschiedenen Spielstätten wurde durch Originaldramen schwedischer Autoren und durch Übersetzungen und Adaptionen fremdsprachiger Vorlagen gedeckt. Sämtliche Stücke wurden mit Musik aufgeführt, außer zu Ouvertüren und Zwischenaktmusik kam das Theaterorchester bei in den Text eingelegten Gesangsnummern zum Einsatz. Die Autoren und Komponisten dieser Dramen arbeiteten nicht nur um der Kunst willen, sondern auch zu ihrem eigenen finanziellen Vorteil und auch sonst sehr zweckgebunden: Einträglich war nur, was erst der selektierenden Theaterdirektion und dann dem Publikum gefiel und stark frequentiert wurde; ständig wurden Neuheiten gebraucht. Ich gehe davon aus, daß das Zusammenspiel praktischer Ziele und künstlerischer Absichten die jeweilige Arbeit der Komponisten und Autoren prägte und sich in den Dramen- und Notentexten manifestierte. Ziel der Arbeit ist es, vor dem Hintergrund einer „Ästhetik der Professionalität“ (Birgfeld/Conter: Das Unterhaltungsstück um 1800. Literaturhistorische Konfigurationen – Signaturen der Moderne, Erlangen 2007, S. XVII) individuell-genialische Verfahrensweisen sowohl in den Partituren als auch in den Sprechtexten der Dramen gegen stereotyp-schematische abzugrenzen. Die Analyse der Zeugnisse einer realidealistischen Epoche soll dazu beitragen, die Forschungslücke zwischen schwedischer Romantik und Modernem Durchbruch zu füllen.

 

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