Fachverband
Skandinavistik


Abgeschlossene Dissertationsprojekte:


Fabian Schwabe

Die Egils saga Skalla-Grímssonar in Cod. Guelf. 9.10 Aug. 4to – Grammatik, Text und Glossar

Betreuer:
Prof. Dr. Hans-Fix-Bonner

Ort:
Greifswald

Kontakt:
fabian.schwabe@uni-tuebingen.de

Abstract:
Cod. Guelf. 9.10. Aug. 4to wurde Mitte des 14. Jahrhunderts geschrieben und umfaßt Eyrbyggja Saga und Egils Saga, die beide unvollständig sind. Die Egils Saga der Handschrift ist der wichtigste Textzeuge der sogenannten B-Redaktion, die bis heute weder als Ganzes noch in Form der Wolfenbüttler Handschrift ediert vorliegt. Durch die angestrebte engdiplomatische, maschinenlesbare Edition wird eine Lücke in der Forschung zur Texttradition der Egils Saga geschlossen. Wörterbuch und Grammatik lassen sich aus den Vorarbeiten der Edition erzeugen und gewährleisten die vollständige Erschließung des Textes.

Andrea de Leeuw van Weenen und Magnus Rindal haben in den letzten Jahren umfangreiche Handschriften grammatikalisch beschrieben. Gleiches werde ich mit der Wolfenbüttler Egils Saga machen, die über 38.000 Wortformen besitzt. Die Textgrammatik wird mit der umfangreichen Grammatik Adolph Noreens (4. Auflage 1923) auf Basis der ältesten Handschriften und mit Ludvig Wimmers Grammatik in Form "der klassischen Periode der literatur" (dt. Übersetzung 1871) kontrastiert. In beiden Grammatiken, die die Grundlage für die heutigen Grammatiken bilden, wird weitestgehend auf Quellenangaben verzichtet. Durch eine Vielzahl solcher Einzelstudien verschiedener Handschriften wird unser heutiges Wissen über die altnordische Grammatik und die sprachlichen Prozesse im Altnordischen durch gesicherte Daten auf eine breitere Basis gestellt.

 

 

Die Disputation erfolgte im März 2015. Die baldige Publikation wird vorbereitet.

 

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