Fachverband
Skandinavistik


Laufende Dissertationsprojekte:


Franziska Schneider

Crime Scene, do not cross! Raum, Angst und Transgression im aktuellen skandinavischen Kriminal- und Horrorroman sowie in skandinavischen TV-Produktionen und Filmen

Betreuer:
Prof. Dr. Stefanie Gropper

Ort:
Universität Tübingen

Kontakt:
franzischneider85@gmail.com

Abstract:

In wenigen anderen literarischen Gattungen spielen Raum, Grenzziehung und Transgression sowie die Kopplung der Angsterzeugung und des Unheimlichen an den Raum eine so große Rolle wie in der Kriminal- und Horrorliteratur. Die Erzeugung von Spannung und Angst beim Leser - und damit die Erfüllung wichtiger Leserversprechungen der Textgattungen - ist in sehr starkem Maße an die räumlich-literarischen Voraussetzungen gekoppelt. Das Unheimliche wohnt im Raum und gebraucht ihn als Instrument. Dies wird bereits bei der Betrachtung einiger Räume deutlich, die für das jeweilige Genre als typisch eingestuft werden. Gleichwohl präsentieren uns aktuelle Vertreter des jeweiligen Genres auch äußerst untypische räumliche Varianten, die umso stärker faszinieren, je deutlicher die Diskrepanz zwischen räumlicher Voraussetzung und unheimlicher Begebenheit ist. Klar wird jedoch, dass die Überschneidungen von Räumen in Krimi und Horrorroman immer stärker werden, die unheimlichen Voraussetzungen immer ähnlicher: Dies macht es mir möglich, für meine Dissertation beide Textgattungen unter dem Aspekt des Räumlichen zusammenzubringen und anhand eines ausführlichen Textkorpus zu untersuchen, wie Angsterzeugung und das Unheimliche im Krimi und im Horrorroman an die Räume gebunden sind bzw. von ihnen konstituiert werden und welche Grenzen dabei überschritten werden. Dabei sollen nicht nur Texte untersucht werden, sondern auch einige skandinavische Filme und TV-Serien, die ebenfalls über ganz eigene räumliche Gegebenheiten verfügen. Zur Methodologie dienen mir einige Texte und Modelle aus der Raumtheorie oder dem Strukturalismus, aus den Film- und Kulturwissenschaften, aber auch Thesen der sogenannten Gothic Studies, deren Anwendung vor allem auf den Kriminalroman interessante Erkenntnisprozesse ermöglichen.

 

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