Fachverband
Skandinavistik


Laufende Dissertationsprojekte:


Charlotte Pissors

Die Schwedische Kirche und Europa -€“ ein Verhältnis im Wandel

Betreuer:
Prof. Kissener und Prof. Dingel

Ort:
Johannes Gutenberg- Universität Mainz speziell am Graduiertenkolleg "Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung Europa"

Kontakt:
pissors@ieg-mainz.de

Abstract:
Ziel der Arbeit ist es, das Verhältnis der Schwedischen Lutherischen Kirche zu Europa darzustellen und zu analysieren. Dieses Verhältnis bzw. die Beziehungen zu Europa unterlagen im Laufe der Jahrzehnte vom Zweiten Weltkrieg bis zum EU-Beitritt Schwedens deutlichen Schwankungen. Schweden hatte es im Gegensatz zu seinen nordischen Nachbarn geschafft, während des gesamten Zweiten Weltkrieges offiziell neutral zu bleiben. Als neutraler Staat hatte das Land nahezu keine Möglichkeit, an der Ausgestaltung der Nachkriegsordnung teilzuhaben, die ja schon während des Krieges begonnen hatte. Teile der schwedischen Staatskirche nahmen jedoch trotz der schwierigen Situation am Europadiskurs teil, der sich ab Ende der 30er Jahre innerhalb des Protestantismus und der Ökumenischen Bewegung entwickelt hatte. Auf Grund seiner Neutralität bot Schweden in dieser Zeit ein geeignetes Umfeld für internationale Begegnungen. Die personellen und institutionellen Kontakte, die damals geknüpft wurden, wirkten lange nach. Die schwedische Kirche beteiligte sich aktiv am Wideraufbau Europas, hielt in den ersten Nachkriegsjahrzehnten engen Kontakt zu den protestantischen Kirchen Westeuropas und versuchte teilweise gezielt, die zunehmende Isolation der Osteuropäischen Kirchen aufzubrechen. Mitte bis Ende der 1960er Jahre ging dieser Kontakt -€“ einhergehend mit einem Generationenwechsel -€“ jedoch zunehmend verloren. Erst Anfang der 80er Jahre wurde die eigene Isolation problematisiert und Gegenmaߟnahmen ergriffen. Nun wuchs das Interesse an Europa wieder, was Mitte der 90er Jahre im Vorfeld des schwedischen EU-Beitritts einen Höhepunkt erreichte. Diese Entwicklung soll in der Arbeit sowohl erstmals systematisch dargestellt werden, als auch begründet und historisch eingeordnet werden.

 

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