Fachverband
Skandinavistik


Publikations-Archiv (ab 2005)

 

2015

nach oben


Schwedisches Sprechtheater mit Musik. Texte und Musik des Stockholmer Unterhaltungstheaters 1840-1860

Sabine Stölting

Berlin [u.a.]: Lit, 2015 (= Skandinavistik. Sprache - Literatur - Kultur; 11).

Seiten: 386

EUR: 39,90

ISBN: 978-3-643-13004-4

 

Das Stockholmer Theater erlebte um die Mitte des 19. Jahrhunderts eine Blütezeit, in deren Mittelpunkt Komödien, Lustspiele und Vaudevilles standen. Diese kleinen Formen des Unterhaltungstheaters wurden von Musik begleitet. Mit dem immensen Dramenbedarf der Theater ging ein Schaffensprozess einher, bei dem künstlerische Bedürfnisse gegen Notwendigkeiten der Praxis abgewogen werden mussten. Dabei wurden viele Bühnenstoffe französischen und deutschsprachigen Ursprungs rezipiert. Ein umfangreiches Werkverzeichnis rundet mit Überblicken über die Handlung und Musik der zugrunde liegenden Quellen die Forschungsarbeit ab.

 


»Wie Lili zu einem richtigen Mädchen wurde« Lili Elbe: Zur Konstruktion von Geschlecht und Identität zwischen Medialisierung, Regulierung und Subjektivierung

Sabine Meyer

Bielefeld: transcript, 2015 (= Queer Studies).

Seiten: 362

EUR: 39,99

ISBN: 978-3-8376-3180-7

Verwoben in neue Narrative erlebt die Figur »Lili Elbe« gegenwärtig eine populärkulturelle Renaissance. Projektionsfäche für öffentliche Verhandlungen von Geschlecht und Identität wird sie jedoch schon zur Weimarer Zeit. Vermeintlich als Mann geboren und operativ transformiert avanciert Elbe 1931 zum Sinnbild moderner Medizin: perfekter Hermaphrodit und erste technologisch geschaffene Frau zugleich. ܜber ihre mediale Präsenz figuriert sie zudem als Prisma für subjektivitätsregulierende Diskurse. Sabine Meyers transdisziplinäre Studie nimmt sich der komplexen Zusammenhänge hinter der Projektion erstmals umfassend an und eröffnet neue und kritische Perspektiven für eine Historiographie von Trans*.

 


Ausgewählte Dramen und Epen: Pique-Dame: Berichte aus dem Irrenhause in Briefen. Von Clas Livijn. Aus dem Schwedischen übertragen. / Drei Erzählungen (Der Wehrwolf. Der lebende Todte. Der Korsikaner) von B. S. Ingemann. Aus dem Dänischen übertragen. / H. C. Andersen's Bilderbuch ohne Bilder. Aus dem Dänischen übertragen. 3 Bde. in einem Band.

Friedrich De La Motte Fouqué. Mit einer Einführung von Christoph F. Lorenz und mit einem Nachwort herausgegeben von Stephan Michael Schröder.

Hildesheim & New York: Olms, 2015 (= Friedrich de la Motte Fouqué Werke, Abteilung II: Ausgewählte Dramen und Epen, Band 15: Übersetzungen, Band 2).

Seiten: X, 468 S.

EUR: 98,-

ISBN: 978-3-487-15245-5

Bei den deutschen Frühromantikern war das Interesse an der „germanischen“ Frühzeit groß. Freunde von Fouqué wie von der Hagen, Büsching und Beneke edierten alt- und mittelhochdeutsche Dichtungen. Gleichzeitig galt die Poesie der „uns verwandten“ nordischen Länder (Fouqué) als bedeutsam und wichtig zum Verständnis des germanischen Mittelalters, besonders die altisländischen Dichtungen der Edda und Völuspá, die Sigurdsaga, Vorlage für Fouqués Held des Nordens, und die isländischen Skaldendichtungen. Im vorliegenden Band präsentieren wir drei recht unbekannte Beispiele für Fouqués Beschäftigung mit der schwedischen und dänischen Literatur der Romantik aus den Jahren 1826, 1837 und 1842. Clas Livijn, eine besonders seltsame und interessante Gestalt der schwedischen Literatur, schrieb mit Pique-Dame einen Roman über unglückliche Liebe, Traum, Wahnsinn und Realität, der teilweise in einem Irrenhaus spielt. Fouqué hat den Roman 1826 übertragen, das vermutlich einzige Beispiel für eine Übersetzung eines Livijn-Werkes in eine Fremdsprache. Der Dichter und Erzähler Bernhard Severin Ingemann aus Dänemark galt Friedrich Fouqué als ein Verwandter im Geiste, obwohl sich die beiden wohl nur ein einziges Mal persönlich begegnet sind. 1837 übertrug Fouqué drei romantisch-phantastische Erzählungen Ingemanns ins Deutsche und ließ 1842, im Jahr vor seinem Tod, noch eine Übertragung des Bilderbuchs ohne Bilder von Hans Christian Andersen folgen. Alle diese Übertragungen sind nicht nur „Übersetzungen“ im Wortsinne, sondern auch Transpositionen in Fouqués ureigenes sprachliches Idiom. Der Kölner Skandinavistik-Professor Stephan Michael Schröder hat die drei Bände in Zusammenarbeit mit dem Serienherausgeber Christoph F. Lorenz neu ediert und sie in einem instruktiven Nachwort kritisch erläutert.


Der Wiener Frieden von 1864. Wahrnehmungen durch die Zeitgenossen in den Herzogtümern Schleswig und Holstein bis 1871

Caroline Elisabeth Weber

Frankfurt a.M.: Lang, 2015 (= Kieler Werkstücke, Reihe A, Beiträge zur schleswig-holsteinischen und skandinavischen Geschichte; 41)

Seiten: 164

EUR: 39,95

ISBN: 978-3-631-66729-3

Der Band behandelt die Wahrnehmungen des Wiener Friedens, welcher den Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 beendete, bei den schleswig-holsteinischen Zeitgenossen. Anders, als bei der Vielzahl der derzeitigen Publikationen, liegt der Fokus nicht auf der Untersuchung der Schlacht von Düppel und den Konsequenzen des Krieges für Dänemark. Durch die Analyse von Briefen, Tagebüchern und Memoiren in deutscher und dänischer Sprache können Gruppenzugehörigkeiten, Vorurteile und politische Meinungsänderungen sichtbar gemacht und somit die Wahrnehmungen in der deutsch-dänischen Grenzregion sichtbar gemacht werden.

 

Inhaltsverzeichnis hier [pdf].


Topographien der eddischen Mythen. Eine Untersuchung zu den Raumnarrativen und den narrativen Räumen in der Lieder-Edda und der Prosa-Edda

Lukas Rösli

Tübingen: Francke, 2015 (= Beiträge zur Nordischen Philologie, 55)

Seiten: 277

EUR: 49,00

ISBN: 978-3-7720-8552-9

Die beiden bekanntesten Texte der altnordischen Mythologie, die Lieder-Edda und die Prosa-Edda, welche im 13. Jahrhundert in Island verschriftlicht wurden, bieten eine Vielzahl von Erzählungen über die Entstehung der Welt bis hin zu ihrem Untergang.Die Untersuchung geht anhand von Theorien und Methoden, die der gegenwärtigen Raumwissenschaft in den Kultur- und literaturwissenschaften entliehen sind, der Frage nach, über welche narratologischen Darstellungsverfahren in den Texten der altnordischen Mythologie der Kosmos der eddischen Mythen aufgebaut, gegliedert und wieder zerstört wird. Dabei wird gezeigt, dass die Topographien der eddischen Mythen bei weitem nicht so statisch sind, wie bisher von der Forschung angenommen wurde, sondern äußerst dynamisch funktionieren und sich immer ihrem Verwendungszweck in der Erzählung anpassen.


Applications of Network Theories

Susanne Kramarz-Bein, Birge Hilsmann (eds.)

Berlin u.a.: LIT-Verl., 2015 (= Skandinavistik. Sprache - Literatur - Kultur; 10)

Seiten: 232

EUR: 24,90

ISBN: 978-3-643-90586-4

The metaphor of the net has inspired literary studies for years as the importance of the web as a real life dispositif has kept increasing. These ten essays show the importance of networks to thought and culture even long before the invention of telecommunications.

They present a range of possible applications of various network approaches from ancient Icelandic and courtly Scandinavian literature, via Uppsala romanticism, the Flemish movement, and french modernists, up to recent Norwegian poetics.

Meanwhile, a critical stance at the theories' epistemic value also has its place in this volume.

 


Handschlag. Eyvind Johnson, Torolf Elster und Willy Brandt und ihre Widerstandszeitung ”Håndslag” aus Schweden für das von den Nationalsozialisten besetzte Norwegen 1942 bis 1945.

Manfred Dammeyer

Marburg: Schüren, 2015

Seiten: 432, zahlr. Abb.

EUR: 29,90

ISBN: 978-3-89472-239-5

Von Juni 1942 bis Juni 1945 erschien in Stockholm alle 14 Tage „Håndslag“, eine Zeitung in kleinem Format, die als Untergrundzeitung für den Widerstand der norwegischen Heimatfront in das von den Deutschen besetzte Norwegen geschmuggelt wurde und die zur wichtigsten Informationsquelle für viele Norweger wurde. Die Zeitung mit „Informationen und Orientierung für Norweger“ wurde von dem schwedischen Schriftsteller Eyvind Johnson herausgegeben, der in jeder Nummer einen Leitartikel schrieb. Er erhielt 1974 den Literaturnobelpreis. Die allermeisten Beiträge als „Kriegsübersicht“ und als Berichte über „die norwegische Heimatfront“ verfassten zwei norwegische emigrierte Journalisten. Der eine, Torolf Elster, wurde später Generaldirektor des norwegischen Rundfunks und der andere, Willy Brandt, deutscher Bundeskanzler, der 1971 den Friedensnobelpreis erhielt. Von dieser Zeitung „Håndslag“, die bislang unbekannt blieb und von der Texte hier übersetzt vorliegen, aber auch von den Ereignissen in Norwegen, vor allem von den Redakteuren und ihren weiteren Aktivitäten, handelt dieses Buch. So erstellte Willy Brandt in dem „schwedisch-norwegischen Pressebüro“ eine große Zahl Zeitungsartikel und Analysen über die Verhältnisse in Norwegen und prägte damit das Bild, das man sich in Schweden und in der Welt von Norwegen machte. Er war für Norwegen im Krieg der wichtigste Publizist, auch, weil er zugleich noch ein Dutzend Bücher über Ereignisse und Entwicklungen in Norwegen schrieb. Brandt und Torolf Elster gehörten der „kleinen Internationale“ an, in der sozialistische Emigranten aus 15 Ländern Pläne für die Zeit nach dem Sieg über die Nazis erarbeiteten. Der politisch überaus engagierte Eyvind Johnson schrieb in diesen Jahren eine viel beachtete Romantrilogie, in der sich der zeitgenössische standhafte Immobilienmakler Krilon mit seinem schwankenden Gesprächskreis gegen den Terror und die Machtansprüche von G. Staph, der brutal in großem Stil die Neuordnung und Gleichschaltung des Grundstücksmarktes betreibt, durchsetzt - das war „der“ Widerstandsroman Schwedens. Alle diese Aktivitäten sind miteinander verwoben und füllen Aspekte in den Biografien der Beteiligten, die bisher nicht beachtet wurden.


God dag, min läsare! Bland berättare, brevskrivare, boktryckare och andra bidragsgivare i tidig svensk veckopress 1730–1773

Tilda Maria Forselius

Lund: Ellerströms, 2015

Seiten: 300

EUR: 29,-

ISBN: 9789172473652

De veckoskrifter som började utkomma på 1730-talet i Stockholm syftade till att lära ut goda seder genom att roa. Först ut var Carl och Edvard Carlssons Sedolärande Mercurius och Olof Dalins Then Swänska Argus. I deras satirer om sådant som sällskapsliv, slöseri, lyx och lättja finns upptakten till en svensk veckopress med underhållande och disciplinerande ambitioner. För första gången i svensk press inbjöds också läsarna att bidra med brev och andra texter.

I denna prisbelönta studie beskrivs de mediehistoriska förutsättningarna för utgivningen på 1730-talet. Forskningsrön om tryckerier, försäljning, censur, redaktörer, berättarkonventioner och läsare sätts in i ett samhällsperspektiv där tidens maktförändring står i fokus. Textanalysen tar fasta på hur brev användes i vecko­skrifter utgivna på 1730-, 1750- och 1770-talen. Vad var det för slags frågor som togs upp i brev? Vilka funktioner hade brevmaterialet, och hur förändrades det över tid?

God dag, min läsare! är Tilda Maria Forselius doktorsavhandling i litteraturvetenskap.

In DE nur bei Harmut Bögerholz, "Jürmker" Bücherstube (boegeholz(at)ihre-buecherstube.de) zu beziehen.

Verlagsinfos hier.

2014

nach oben

 

Kierkegaard and Political Theory Religion, Aesthetics, Politics and the Intervention of the Single Individual

Armen Avanessian & Sophie Wennerscheid (eds.)

Kopenhagen: Museum Tusculanum Press, 2014

Seiten: 262

EUR: 27,00

ISBN: 978-87-635-4154-1

Søren Kierkegaard's radical protestant philosophy of the individual—in which a person's leap of faith is favored over general ethics—has become a model for many contemporary political theorists. Thinkers such as Slavoj Žižek and Alain Badiou have drawn on its revolutionary spirit to position truth above the constraints of political systems. In Kierkegaard and Political Theory, contributors from a wide range of disciplines—including theology, sociology, philosophy, and aesthetics—examine just how crucial Kierkegaard's anti-institutional thinking has been to such efforts and to modernity as a whole.

The contributors convincingly position Kierkegaard's radical philosophy as the starting point for contemporary political theory. They show how he pioneered a modernity defined as an argument—an experience—of the impossibility of rationally comprehending a system of thinking. They show how religious and aesthetic experiences function as a response to this impossibility, how their coherence in politics must always be questioned, especially in history's extreme example: totalitarianism. Engaging this and many other subjects, they provide a compelling new line in Kierkegaard studies that illuminates new contours of our political thought.

Inhaltsverzeichnis hier.


'Close your eyes'. Phantasma, Kraft und Dunkelheit in der skandinavischen Literatur

Sophie Wennerscheid

Paderborn: Fink, 2014

Seiten: 386

EUR: 39,90

ISBN: 978-3-7705-5790-5

»Close your eyes.« Kurz bevor die Erde untergeht, fordert in Lars von Triers Apokalypse-Melodrama Melancholia (2011) die Hauptfigur Justine ihre Schwester Claire und deren Sohn auf, die Augen zu schließen und sich ihren eigenen phantasmatischen Vorstellungen hinzugeben. Im programmatisch blinden Sehen wird die Katastrophe zu einem ästhetischen Erlebnis – nicht zuletzt für den Zuschauer. In ihrer grundlegenden Studie legt Sophie Wennerscheid dar, inwiefern von Trier mit dieser Szene die Kraft der Imagination beschwört und damit an die Literatur der skandinavischen Moderne anschließt, welche den Zusammenhang von Phantasma, Kraft und Dunkelheit intensiv erforscht und poetisch produktiv gemacht hat. Die Arbeit zeigt, wie bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein Kraft als berechenbar betrachtet wurde, sie dann aber in der Moderne als zunehmend rätselhaft und chaotisch ästhetisiert wird. Skandinavische Autoren wie J. P. Jacobsen, August Strindberg, Knut Hamsun oder Johannes V. Jensen schaffen Figuren, die lustvoll delirierend durchs Leben treiben und den Tod Gottes gleichsam im Selbstversuch erproben. Die Arbeit macht Kraft als einen Schlüsselbegriff der literarischen Moderne erkennbar und leistet einen Beitrag zu einer Theorie des sich selbst dunklen Subjekts.

 


Textvarianz und Textstabilität. Studien zur Transmission der Ívens saga, Erex saga und Parcevals saga

Katharina Seidel

Tübingen: Francke Verlag, 2014 (=Beiträge zur Nordischen Philologie 56)

Seiten: 248

EUR: 59,-

ISBN: 978-3-7720-8558-1

Das Buch bietet eine überlieferungsgeschichtlich orientierte Analyse des gesamten handschriftlichen Textkorpus der isländischen Prosaerzählungen ͍vens saga, Erex saga und Parcevals saga, die nordische Adaptionen altfranzösischer höfischer Versromane darstellen. Sie werden innerhalb der Altnordistik zur Gattung der sogenannten übersetzten/norwegischen Riddarasögur gezählt. Die drei Sagas, die heute in isländischen Handschriften aus dem 14. bis 19. Jahr hundert überliefert sind, zeigen einen stetigen Prozess der Textrezeption und Textaktualisierung vom Mittelalter bis in die Moderne. Jede Handschrift bietet einen einzigartigen Sagatext, der literaturwissenschaftlich untersucht werden kann. Welchem Wandel und welcher Kontinuität unterliegen diese Sagatexte in der jahrhundertelangen handschriftlichen Transmission? Worauf ist die jeweilige Textvarianz oder Textstabilität zurückzuführen? Diesen Leitfragen wird in der Untersuchung anhand eines Vergleichs von Textausschnitten aller Handschriften nachgegangen.


Der Erfolg des schwedischen Musikexportes. Eine vergleichende Studie zum Export und zur Geschichte der populären Musik Schwedens und Deutschlands

Heike Imken

Münster: MV Wissenschaft, 2014 (Wissenschaftliche Studien der WWU Münster, Reihe XVIII, Band 4)

Seiten: 405

EUR: 24,10

ISBN: 978-3-8405-0115-9

Schweden gilt als drittgröߟter Musikexporteur der Welt. Die interdisziplinäre Arbeit befasst sich mit den Gründen für diesen auߟergewöhnlichen Erfolg. Mithilfe einer vergleichenden Studie zum Musikexport und zur Geschichte der populären Musik Schwedens und Deutschlands sowie einer Fragebogenuntersuchung soll die Frage nach den Gründen für den Musikexporterfolg beantwortet werden. Die Dissertation setzt sich zum Ziel, aufzuschlüsseln, wie es zum Erfolg des schwedischen Musikexportes kam, wie groߟ dieser Erfolg ist und welche Auswirkungen die Tatsache hat, dass sich Schweden seit den 90er Jahren einen Namen als drittgröߟter Musikexporteur der Welt gemacht hat. Die schwedische Musikgeschichte und das schwedische Musikexportphänomen werden in dieser Arbeit in Kontrast zu dem Vergleichsland Deutschland gesetzt. Ziel ist es, zu erforschen, welche Faktoren eine Rolle für den Musikexporterfolg spielen und wie die Länder ihren Musikexport steigern können.


Rex insularum. The King of Norway and His Skattlands as a Political System c. 1260-c. 1450

Steinar Imsen (Hg.)

Bergen: Fagbokforlaget, 2014

Seiten: 488, zahlr. Farbill.

NOK: 599,-

ISBN: 978-82-321-0414-7

This book encompasses the results of the transnational project ‘The Realm of Norway and its dependencies as a political system c. 1270–1400’, financed by the Research Council of Norway. Known in Norwegian historiography as ‘Norgesveldet’, the realm consisted of the mainland Norwegian kingdom and a range of island communities at Scotland’s northern and western seaboards, as well as the Faeroes, Iceland and Greenland. Within this national historiographic tradition, ʽNorgesveldet’ is often portrayed as a kind of Norwegian empire.

The axial themes of this book are the degree to which the kingship succeeded in its enterprises and the ways in which the state-development process transpired in the tributary lands and frontier provinces. Working from the contention that ʽNorgesveldet’ never developed as a Norwegian empire, we have elected to refer to 'The Realm of Norway and its dependencies'€™ as the Norwegian king's '€˜insular realm'€™. In doing so, we challenge the Norwegian national tradition. This is natural not only because we as twenty-first century observers have distanced ourselves from the national paradigms of the nineteenth century, but also because the communities at the margins of the realm were later enveloped in other kingdoms and developing states in the British Isles and Scandinavia. Because these communities constitute elements of other national projects, our research has led us to look beyond Norwegian historiography and to address other national historiographic traditions as well. Furthermore, this project could not have been achieved without collaboration between historians, philologists and geographers from Scandinavia, Great Britain and Germany.

The authors of the individual chapters of the book are Steinar Imsen, Barbara Crawford, Ian Peter Grohse, Lars Ivar Hansen, Eldbjørg Haug, Helgi Þorláksson, Jón Viðar Sigurðsson, Magne Njåstad, Lena Rohrbach and Randi Bjørshol Wærdahl.

Inhaltsverzeichnis [pdf] hier.


Henrich Steffens: Was ich erlebte. Aus der Erinnerung niedergeschrieben. Bd. 1.

Bernd Henningsen (Hg.)

Berlin: Golkonda, 2014

Seiten: 249

EUR: 16,90

ISBN: 978-3-944720-03-6

Henrik Steffens, 1773 im norwegischen Stavanger geboren, 1845 in Berlin gestorben, ist eine wesentliche Gestalt der (nord-) europäischen Kultur- und Geistesgeschichte, er ist aus der Geschichte der Naturphilosophie nicht wegzudenken. Steffens veröffentlichte naturphilosophische, politische und historische Schriften, auch seine Novellen wurden von vielen seiner Zeitgenossen gelesen und geschätzt. Zu seinen Hauptwerken zählt zweifelsohne seine zehnbändige Autobiographie Was ich erlebte, in der er auch von seinen Begegnungen mit vielen Geistesgrößen des 19. Jahrhunderts berichtet. Zum ersten Mal seit dem Erstdruck 1840 bis 1844 wird hier eine vollständige Neuedition vorgelegt, herausgegeben von Bernd Henningsen. Eine umfangreiche Einführung im jetzt erschienen ersten Band stellt Autor und Gesamtwerk vor. Darüber hinaus ist jeder Einzelband mit einem Vorwort versehen, das in den Hintergrund des behandelten Zeitraums einführt. Die Folgebände erscheinen sukzessive.

Weitere Informationen hier.


Att uppfinna ord - Kindheit als Strategie der Weltaneignung in der schwedischen Arbeiterliteratur der 1930er Jahre

Sandra Mischliwietz

Münster: Monsenstein und Vannerdat (Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe XII, Band 11)

Seiten: 562

EUR: 30,00

ISBN: 978-3-8405-0103-6

In Schweden bildet die Arbeiterliteratur eine stärkere literarische Tradition als in allen anderen europäischen Ländern. Die innerhalb dieser Literatur in den 1930er Jahren entstandenen Kindheitsdarstellungen wurden von der Forschung bisher vor allem unter biografischen Fragestellungen und als Versuch einer Nachahmung bürgerlicher literarischer Formen verstanden.

Im Gegensatz dazu untersucht die Arbeit unter Verwendung subjekt- und sprachtheoretischer Ansätze, wie Kindheit (als Motiv, Position und Perspektive des Kindes) als politische Schreibstrategie im Zusammenhang mit Klassen- und Gender-Zuschreibungen eingesetzt wird: Durch die literarische Konstruktion von Kindheit wird so ein subversiver Zugang zum bürgerlichen Literaturdiskurs geschaffen, der es ermöglicht Identitätszuschreibungen und Subjektpositionen zu verhandeln.

Im Fokus steht dabei auch die Selbstreferenzialität der untersuchten Texte durch deren Diskussion der eigenen Sprachlichkeit und der Rolle des Arbeiterverfassers.

Weitere Informationen hier.


Umwelt-engagierte Literatur aus Island und Norwegen. Ein interdisziplinärer Beitrag zu den Environmental Humanities

Reinhard Hennig

Frankfurt am Main: Lang, 2014 (= Texte und Untersuchungen zur Germanistik und Skandinavistik; 66)

Seiten: 399

EUR: 74,95

ISBN: 978-3-631-65565-8

Umweltverschmutzung, Artensterben, globale Erwärmung – oft beeinflussen literarische Texte die Diskussion von Umweltfragen. Die erste umfassende Studie umwelt-engagierter Literatur aus Island und Norwegen verfolgt einen innovativen Ansatz, der mit ecocriticism, Umweltgeschichte, Umweltethik und Kulturökologie mehrere Bereiche der environmental humanities verbindet. Die untersuchten Texte reichen zeitlich von Halldór Laxness’ provokantem Essay Der Krieg gegen das Land (1970) bis zu Jostein Gaarders Klimawandelroman Anna (2013).

Allen Werken gemeinsam ist eine ökologisch motivierte Kulturkritik. Doch der Vergleich zwischen Island und Norwegen zeigt: Gegensätzliche nationale Selbstbilder führen zu erstaunlichen Unterschieden in der literarischen wie außerliterarischen Umweltdiskussion.


The Postcolonial North Atlantic: Iceland, Greenland and the Faroe Islands

Lill-Ann Körber / Ebbe Volquardsen (eds.)

Berlin: Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität, 2014 (= Berliner Beiträge zur Skandinavistik; 20)

Seiten: 422

EUR: 49,80

ISBN: 978-3-932406-35-5

Iceland, Greenland and the Faroe Islands have in common their history as Danish dependencies within a historically and geographically coherent region. The complex aftermaths of Denmark’s sovereignty over its North Atlantic territories and their ongoing nation building processes lie at the core of this book. Today, we are witnessing region building processes beyond bilateral links to Denmark. How do the countries position themselves, individually and collectively, vis-à-vis the European metropolitan centres, a larger transcontinental North Atlantic region, the »hot« Arctic, and global histories of colonialism and decolonisation? By examining the region from cultural, literary, historical, political, anthropological and linguistic perspectives,

the articles in this book shed light on Nordic colonialism and its understanding as »exceptional«, and challenge and modify established notions of postcolonialism. Iceland, Greenland and the Faroe Islands are shown to be both the (former) subjects as well as the producers of cultural hierarchisations in an entangled world.

Weitere Informationen und das Inhaltsverzeichnis als pdf hier.


Norrönes Lern- und Arbeitsbuch

Juliane Egerer / Sybille Bauer

Tübingen: Buske, 2014

Seiten: 177

EUR: 18,90

ISBN: 978-3-87548-701-5

Das Lern- und Arbeitsbuch ist nach dem Prinzip eines spiralförmigen Curriculums aufgebaut und vollzieht den nach der Umstellung auf die Bachelor-Studiengänge entstandenen Paradigmenwechsel, das Lernen in das Zentrum der Orientierung zu stellen.

In einer „Einführung in das Altnordische“ überlagern sich meist Kompetenzziele aus der Sprachwissenschaft, der Kulturwissenschaft, der Literaturgeschichte und Literaturwissenschaft mit dem Ziel, übersetzen zu können. Studierende wünschen sich aber eine klare Benennung der Kompetenzen, die sie erwerben sollen. Die Empfehlungen der Hochschuldidaktik unterstützen diesen Wunsch. Zudem kommen in den Studiengang Nordistik Studierende mit höchst unterschiedlichem Werdegang. Die daraus folgenden unterschiedlichen Voraussetzungen erfordern in den Einführungskursen in das Altnordische ein hohes Maß an Binnendifferenzierung.

Die Norröne Grammatik im Überblick von Odd Einar Haugen bietet dazu die Möglichkeit. Die hohe Akzeptanz, die diese Grammatik bei Studierenden genießt, hat uns veranlasst, das Lern- und Arbeitsbuch zu konzipieren.

In den 10 Lektionen wird Lautlehre und Grammatik eine dienende Funktion zugewiesen. Die Lektionen beginnen jeweils mit einer Übersicht über das zu Lernende, es folgen ein Übersetzungstext, ein Übungsteil samt Vokabeln und ein Vertiefungsteil. Alle Vokabeln sind am Schluss des Buches noch einmal alphabetisch aufgeführt. Die Übersetzungstexte bieten den Studierenden eine zusammenhängende Geschichte. Fußnoten erklären Wörter, die noch nicht gelernt wurden oder noch nicht von den Studierenden selbst aufgefunden werden können. Die Übungen der Lektionen 1–10 sind vollständig mit Hilfe der Grammatik von Odd Einar Haugen zu lösen. Sie erleichtern das Übersetzen des jeweiligen Textes. Gleichzeitig wird die selbständige Arbeit mit der Grammatik erlernt. Zu den Aufgaben der zehn Vertiefungsteile L+ gibt es im Anhang Lösungen. Weitere Übersichten und ein Register erleichtern das Lernen und Arbeiten.

Das „Norröne Lern- und Arbeitsbuch“ bietet je nach verfügbarer Semesterwochenstundenzahl flexible didaktische Einsatzmöglichkeiten sowie Gestaltungsmöglichkeiten für Selbstlernphasen.


Norsk litteratur bak muren. Publikasjons- og sensurhistorie fra DDR (1951-1990)

Benedikt Jager

Bergen: Fagbokforlaget, 2014

Seiten: 518

NOK: 449,-

ISBN: 978-82-321-0226-6

Benedikt Jager undersøker i denne boken hvordan norsk litteratur ble mottatt i det totalitære Øst-Tyskland. Mellom 1950 og 1990 ble i alt 91 norske titler oversatt og utgitt på det østtyske markedet. Forfatteren viser hvilke vurderinger som ble gjort av norske bøker. Slik gir boken et innsyn i sensursystemet og de ideologiske føringene i den østtyske staten. På grunnlag av mangfoldige dokumenter fra fire tiår, rekonstrueres det østtyske blikket på både kjente navn som Henrik Ibsen og Johan Borgen og glemte forfattere som Øivind Bolstad og Terje Stigen. Det vies i tillegg stor plass til kontroversielle forfatterskap som Knut Hamsun, Arnulf Øverland og Nordahl Grieg. Boken kaster også noen blikk på hvordan norske forfattere forholdt seg til utfordringene i den østtyske forlagsbransjen.

Undersøkelsen bygger i sin helhet på hittil upublisert arkivmateriale fra det østtyske kulturdepartementet, de store østtyske forlagene og dels Stasiarkivene.


Sprachwissenschaft für Skandinavisten: Eine Einführung

Michael Schäfer, Werner Schäfke

Tübingen: Narr, 2014 (= Narr Studienbücher)

Seiten: X, 141

EUR: 24,99

ISBN: 978-3-8233-6810-6

eBook-ISBN: 978-3-8233-7810-5

Dieses Studienbuch behandelt in sechs Kapiteln zu Semiotik, Phonetik, Phonologie, Morphologie, Semantik und Syntax die klassischen Teilbereiche der Linguistik. Durch die Verwendung von Beispielen und Übungsaufgaben zu den skandinavischen Sprachen (Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Isländisch und Färöisch) werden die Leserinnen und Leser mit der Terminologie und den Methoden dieser sprachwissenschaftlichen Teildisziplinen vertraut gemacht. Jedem Kapitel geht eine Checkliste der zu erwerbenden Terminologie voraus. Die erläuterten Methoden umfassen die grundlegenden Analysemethoden der strukturalen Linguistik. Sie werden ergänzt durch neuere Ansätze der betreffenden Teilbereiche, um die Leserinnen und Leser an die jüngere Forschung und weiterführende Literatur heranzuführen. Darauf folgen Übungsaufgaben, die die Terminologie des jeweiligen Kapitels wiederholen und die Möglichkeit bieten, die erworbenen Methoden anhand von Beispielen aus den skandinavischen Sprachen zur Anwendung zu bringen. Die Kapitel werden jeweils durch eine Bibliographie der weiterführenden Literatur und Handbücher ergänzt.


The Power of the Book. Medial Approaches to Medieval Nordic Legal Manuscripts

Lena Rohrbach (Hrsg.)

Berlin: Nordeuropa-Institut, 2014 (= Berliner Beiträge zur Skandinavistik 19)

Seiten: 184, 45 farbige Abb.

EUR: 49,80

ISBN: 978-3-932406-34-8

ISSN: 0933–4009

Die Überlieferung volkssprachlicher Rechtsbücher beginnt im nordischen Raum in der Mitte des 13. Jahrhunderts und setzt sich bis weit in die Neuzeit fort. Rechtshandschriften bilden einen großen Teil der nordischen Handschriftenüberlieferung. Der mit zahlreichen farbigen Abbildungen ausgestattete Sammelband beleuchtet in exemplarischen Analysen das mediale, bedeutungsschaffende Potential materieller Aspekte dieser Handschriften.

Die einzelnen Aufsätze setzen sich mit materiellen Charakteristika von mittelalterlichen Rechtshandschriften aus Dänemark, Schweden, Norwegen und Island auseinander: In den Blick genommen werden Größe, Einbände, Lesezeichen, Layout, Paratexte sowie Interferenzen zwischen Illuminationen und Text. Die Fallstudien erlauben auch neue Einsichten in (sich im Wandel befindliche) soziale Funktionen des geschriebenen Rechts im mittelalterlichen Europa.

Weitere Informationen hier.


Erzählen im mittelalterlichen Skandinavien II

Robert Nedoma (Hrsg.)

Wien: Praesens, 2014 (= Wiener Studien zur Skandinavistik 22)

Seiten: 209

EUR-D: 31,10 / EUR-A: 32,00

ISBN: 978-3-7069-0777-4

 

In diesem Band sind Beiträge von neun Autor(inn)en zu verschiedenen Arten und verschiedenen Aspekten von 'narratio' im Altwestnordischen versammelt. Der thematische Bogen spannt sich dabei von Fantastik- bzw. Horror-Elementen über den Stellenwert von Magie bis hin zu Faktoren von Männlichkeit in den Isländersagas. Ferner werden literaturanthropologische und -psychologische, motivgeschichtliche sowie gattungstypologische Ansätze verfolgt; philologische Detailstudien gelten schließlich „eddischen Liedern“ und norwegischen Runeninschriften.

 


Das Edda-Projekt der Brüder Grimm. Hintergrund, Analyse und Einordnung

Christof Seidler

München: Herbert Utz Verlag, 2014 (= Münchner Nordistische Studien 9)

Seiten: 414

EUR: 58,00

ISBN: 978-3-8316-4158-1

Die Brüder Grimm befassten sich im Rahmen ihrer vielfältigen Studien auch mit der altnordischen Sprache und Literatur. Die Beschäftigung mit der Lieder-Edda, in der die Nibelungensage in nordischer Ausprägung festgehalten und überliefert ist, bezeichnete Wilhelm Grimm im Jahr 1812 gar als seine und Jacobs ›Hauptsache‹, obwohl sie in genau diesem Jahr den ersten Band ihrer weitaus bekannteren »Kinder- und Hausmärchen« abschlossen. Jacob und Wilhelm Grimms gemeinsame Arbeit an der Textedition und deutschen Übersetzung der eddischen Heldendichtung des Codex Regius mündete schließlich in ihre 1815 erschienene Publikation »Lieder der alten Edda«. Außerdem sind im Nachlass Grimm umfassende Vorarbeiten und Ausarbeitungen zu geplanten weiteren zwei Bänden zu finden.

Die vorliegende Untersuchung befasst sich erstmals eingehend mit diesem weniger geläufigen Projekt der Brüder Grimm, bei dem die beiden Gelehrten mehrere altnordische Heldenlieder erstmalig ins Deutsche übertrugen. Zahlreiche Spuren ihrer gründlichen Arbeiten können in nachfolgenden Übersetzungen und Editionen der Lieder-Edda durch die Jahrzehnte hindurch verfolgt und auch noch in aktuellen Ausgaben gefunden werden. Im Rahmen der wissenschaftlichen Rezeption der Grimmschen Edda-Studien griffen spätere Herausgeber und Übersetzer auch grundlegende Aspekte der Forschungsergebnisse der Brüder auf. Das Edda-Projekt der Brüder Grimm hat bis in die Gegenwart Einfluss auf die Beschäftigung mit diesem nordeuropäischen Beitrag zur Weltliteratur.

 


The Dream of the North. A Cultural History to 1920

Peter Fjågesund

Amsterdam/New York, NY: Rodopi, 2014 (= Studia Imagologica 23)

Seiten: 575

EUR: 125,00 (gebunden) / 102,00 (eBook)

ISBN: 978-90-420-3837-0 (gebunden)

ISBN: 978-94-012-1082-9 (eBook)

Northern Europe and North America have dominated the world stage for more than two centuries. Using a wide range of sources, this book provides the first coherent account from a multi-national perspective of the ideas and perceptions that, from the Renaissance onwards, fuelled the North’s rise to prominence, and enabled it to rival the traditional cultural and political hegemony of the South. This includes not only the fascinating conquest of the polar regions, but also the religious upheaval of the Reformation, the changing view of nature engendered by Romanticism, and, not least, the revival of ancient Nordic and Celtic culture. Finally, the book offers an indispensable historical background to current events in the Far North, where the past and the future meet in a complex web of dramatic environmental concerns, the exploitation of natural resources, and the strategies of politics and commerce.

 


»Es ist deine Pflicht zu benutzen, was du weißt!« Literatur und literarische Praktiken in der norwegischen Arbeiterbewegung 1900-1931

Christian Berrenberg

Würzburg: Ergon, 2014 (= Literarische Praktiken in Skandinavien; Band 3)

Seiten: 476

EUR: 69,00

ISBN: 978-3-95650-031-2

Die Dissertationsschrift betrachtet eine Literatur – norwegische Arbeiterliteratur um 1900 –, die laut Literaturgeschichtsschreibung kaum existierte. Im ersten Teil der Arbeit wird die Literaturdebatte der Arbeiterpresse analysiert, um ein milieuspezifisches Verständnis von Literatur zu rekonstruieren. Es zeichnet sich ein Korpus „guter Literatur“ ab, das stets mit Zweckgebundenheit und Aktivität assoziiert wurde, weshalb Literatur in diesem Kontext nicht ohne die Praktiken, die sie hervorruft, analysiert werden kann. Der zweite Teil der Arbeit beschreibt, analysiert und kategorisiert eben diese Praktiken, von denen viele in der bisherigen Forschung vernachlässigt bis übersehen wurden. Die meisten sind im Bereich der Weiterbildung zu verorten: proletarisches Lesen, das Verfassen und Vortragen handgeschriebener Zeitungen, proletarisches Theater, Feste, Studienzirkel u.a. Zwei längere Exkurse – zum milieuspezifischen Bildungsbegriff und zur norwegischen sog. Schundliteraturdebatte und der Frage nach „guter Unterhaltung“ – dienen der Kontextualisierung der literarischen Praktiken. Im dritten Teil stellt ein zusammenfassender Vergleich mit Schweden die norwegischen Spezifika heraus und es wird eine Definition von Arbeiterliteratur entworfen, die sich durch die Einbeziehung eines größeren Textkorpus sowie der literarischen Praktiken auszeichnet.

 


Windrose (= Reihe)

Müller, Harald (Hrsg.)

Berlin: SAXA

Seiten: bis zu 50 S. / Heft

EUR: 7,90 / Heft

Die Kompassnadel einer Windrose zeigt in unseren Breiten nach Norden. Im Fall dieser Reihe verweist sie auf den geographischen Raum, den die hier veröffentlichten Untersuchungen repräsentieren. Es soll vor allem jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Skandinavistik ein Forum geboten werden, Forschungsergebnisse zu publizieren und so einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es handelt sich dabei um eine Reihe, deren Hefte in unregelmäßigen Abständen erscheinen und ein breites Themenspektrum abdecken sollen. Der Name Windrose ist in dem Sinne Programm, als er nur den Raum festlegt, thematisch aber Offenheit für alle Bereiche der Skandinavistik signalisiert. Beiträge aus der neueren und älteren nordischen Philologie sind ebenso willkommen wie Untersuchungen zu sprach- und kulturwissenschaftlichen Themen. Das Fach soll in seiner gesamten Breite repräsentiert werden. Die Kompassnadel einer Windrose weist in unseren Breiten nach Norden - egal von welchem Hochschulstandort aus. Dementsprechend versteht sich diese Reihe nicht als Organ eines bestimmten universitären Instituts, sondern steht Beiträgerinnen und Beiträgern des Faches insgesamt und länderübergreifend offen. Auch ein entsprechend breitgefächertes Publikum möchte die Reihe ansprechen.

Bisher erschienen:

Bd. 1: Harald Müller - Den låga stranden als Paradigma für Edith Södergrans Identitätsssuche
(2013, ISBN 978-3-939060-32-1)

Bd. 2: Sebastian Stricker - Wer sich nicht wehrt, endet am Herd. Die Figur der "Kristin" in August Strindbergs Fröken Julie
(2011, ISBN 978-3-939060-33-8)

Bd. 3: Stefanie Bergmann - Elemente des magischen Realismus in Ib Michaels Den tolvte rytter
(2013, ISBN 978-3-939060-34-8)

Bd. 4: Nils Hartmann - Gewaltmotivation in der Fóstbrœðra saga
(2011, ISBN 978-3-939060-35-2)

Bd. 5: Patrick Zöller - Nihilismus und Misanthropie in Jan Sonnergaards Novellensammlung Radiator
(2013, ISBN 978-3-939060-36-9)

Bd. 6: Heike Imken - Zwischen MP3 und X-Factor. Eine deutsch-schwedische Vergleichsstudie zum Zusammenhang zwischen Musikverhalten und Musikexport
(2013, ISBN 978-3-939060-46-8)


Mobiler Norden. Mobilität aus skandinavistischer Perspektive

Wischmann, Antje (Hrsg.)

Breisgau: Rombach, 2014

Seiten: 210

EUR: 38,00

ISBN: 978-3-7930-9756-3

Warum wirkt der Begriff 'Mobilität' so attraktiv? Offenbar eignet sich die Vorstellung von Beweglichkeit für die Erschließung komplexer Thematiken, wie Globalisierung, transkulturelle Vermittlung oder Migration, indem sie eine Ereignisstruktur mit vielen Anknüpfungsmöglichkeiten bietet. Die Beiträge dieses Bandes setzen sich entsprechend mit epochenübergreifend auftretenden literarischen Figuren und historischen Akteuren auseinander, die selbst beweglich sind oder Bewegungen veranlassen: Nomaden, Autoren auf Lesereise, Gelehrte, Abenteurer oder Touristen. In den Analysen tritt zum einen die enge Verschränkung von räumlichen und zeitlichen Mobilitätskonzepten hervor. Zum anderen werden spezifische Erzählmuster und eingängige Topoi als ›Figurationen von Mobilität‹ herausgearbeitet: Diese werden nicht zuletzt durch Metaphern bereichert, die im eigentlichen Sinne für die Übertragbarkeit von Bildern und Konzepten sorgen.

 

2013

nach oben

 

Kulturelle Dreiecksbeziehungen. Aspekte der Kulturvermittlung zwischen Frankreich, Deutschland und Dänemark in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Karin Hoff, Udo Schöning, Per Øhrgaard (Hrsg.)

Würzburg: Königshausen & Neumann, 2013

Seiten: 324

EUR: 44,00

ISBN: 978-3-8260-5038-1

Den kulturellen Dreiecksbeziehungen zwischen Dänemark, Deutschland und Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist in der Forschung bislang nur wenig Aufmerksamkeit zugekommen. Vielmehr standen die Grenzgänge zwischen zwei Nationen und Kulturen lange Zeit im Blickpunkt des Interesses.

Der vorliegende Band kann jedoch nachweisen, dass die Vermittlungswege in vielen Fällen komplexer waren und sich nicht auf einen bilateralen Austausch reduzieren lassen. Tatsächlich erfolgte der Transfer zwischen den Kulturen, wie etwa am Beispiel von Schweizers V. von Bonstetten oder aber auch an H.C. Andersens europäischer Erfolgsgeschichte deutlich wird, auf indirektem, über ein drittes Land vermittelten Austausch. So fungieren deutsche Übersetzungen von französischen und skandinavischen Texten als Vermittlungsinstanzen zwischen den verschiedenen Kulturen, und auf diesem Weg werden etwa auch die mittelalterlichen Texte in Europa bekannt gemacht und als Fundus einer neuen, unverbrauchten Literatur rezipiert. Das kulturelle Dreieck zwischen Dänemark, Deutschland und Frankreich erweist sich somit als ein ebenso produktiver wie weltliterarisch wirksamer kultureller Umschlagplatz.

 


Snorri Sturluson - Historiker, Dichter, Politiker

Heinrich von Beck, Wilhelm Heizmann, Jan van Nahl (Hrsg.)

Berlin/Boston: De Gruyter, 2013 (=Reallexikon der Germanischen Altertumskunde - Ergänzungsbände 85)

Seiten: VIII, 302

EUR: 109,95

ISBN: 978-3-11-033631-3

Der isländische Historiker, Dichter und Politiker Snorri Sturluson war eine Ausnahmegestalt des nordischen Mittelalters. Die Beiträge international renommierter Forscher diskutieren den aktuellen Stand der Forschung und bringen selbst neue Ansätze ein. Dabei werden neben religionshistorischen und historischen Themen auch Fragen der Biographie, der Wissenschaftsgeschichte und der Textüberlieferung behandelt.


Internationaler Tagungsband "Münchner Arbeitsgespräche" (Oktober 2011). Mit Beiträgen von Heinrich Beck, Jan van Nahl, Thomas Krümpel, Olof Sundqvist, Jiří Starý, Matthias Teichert, Matthias Egeler, Richard North, Edith Marold, Rudolf Simek, Daniel Sävborg und Dieter Strauch.

 


Sport und Spiel bei den Germanen. Nordeuropa von der römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter

Teichert, Matthias (Hrsg.)

Berlin/Boston: De Gruyter, 2013 (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 88)

Seiten: 553

EUR: 129,95

ISBN: 978-3-11-033829-4

Auch der vormoderne Mittel- und Nordeuropäer ist als „homo ludens“ vorzustellen. So begegnen uns verschiedenste Spiele sportliche Disziplinen im Germanischen und Keltischen in mannigfacher Funktion als literarisches Motiv in fiktionalen Texten und als mythologische Chiffre. Spielverbote sind für die Rechtsgeschichte einschlägig. Reichhaltiges archäologisches Material dokumentiert diesen kulturellen Bereich auch realhistorisch. Die im vorliegenden Band versammelten Aufsätze ergründen das Phänomen „Spiel und Sport“ in seinen philologischen, archäologischen, kunsthistorischen sowie kultur- und sozialgeschichtlichen Bezügen. Der behandelte Zeitraum reicht von der Erwähnung des Würfelspiels bei Tacitus über die höfische Falknerei bis zur Spielkultur im schwedischen Bergmannsmilieu des 17. Jahrhunderts. Das Themenspektrum umfasst Würfel- und Brettspiele, die ritterlichen septem probitates, (Beiz-)Jagd, Ballspiele, Kampfkunst, Pferdekämpfe und Bootswettfahrten.

Mehr Informationen hier.


Die literarische Funktion von Kleidung in den Íslendingasögur und Íslendingaþættir

Sauckel, Anita

Berlin/Boston: De Gruyter, 2013 (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 83)

Seiten: 223

EUR: 99,95

ISBN: 978-3-11-033091-5

Die vom 13. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts entstandenen Isländersagas sind seit jeher Schwerpunkt altnordistischer Forschung. Ihren zahlreichen, oft minutiösen Beschreibungen von Kleidung ist bislang aber wenig Beachtung geschenkt worden. Sie wurden zumeist als Beiwerk ohne Handlungsrelevanz betrachtet, das lediglich der Illustration einer mittelalterlichen Umwelt gedient hätte. Die vorliegende Arbeit untersucht die Bekleidung der Sagafiguren im Hinblick auf soziale, geschlechtliche und emotionale Konstellationen innerhalb des Erzählkontexts der Íslendingasögur und Íslendingaþættir. Sauckel zeigt, dass es sich bei diesen Beschreibungen um gezielt eingesetzte Erzählelemente handelt, die Vorstellungen und Konventionen im Wertesystem der hochmittelalterlichen Gesellschaft Islands reflektieren.

Mehr Informationen hier.


Literature, Language, and Multiculturalism in Scandinavia and the Low Countries

Behschnitt, Wolfgang, Sarah De Mul and Liesbeth Minnaard (Hrsg.)

Amsterdam/New York, NY: Rodopi, 2013 (Textxet. Studies in Comparative Literature 71)

Seiten: 343

EUR: 75,00

ISBN 978-90-420-3733-5

Literature, Language, and Multiculturalism in Scandinavia and the Low Countries presents a ground-breaking comparative approach to the study of multicultural literature. Focusing on the development of migration literature in Sweden, Denmark, Flanders, and the Netherlands, the volume argues that the political and institutional preconditions for the development of ‘multicultural’ literatures are still given within the frame of the nation-state. As a consequence, both the field of ‘migration literature’ and the (multi-)lingual quality of literary texts are shaped differently in each state and in each language area. The volume delineates the development of multicultural literature in Scandinavia and the Low Countries as a function of the specific language situations in these countries as well as the various political, institutional, and discursive contexts. This book not only offers a comprehensive theoretical and methodological analysis of multilingualism and multicultural literature, but also provides overviews sketching the discourse on multiculturalism, language and the development of the literary field in Sweden, Denmark, the Netherlands, and Flanders. Besides it presents a broad range of in-depth analyses of selected literary texts from each of these countries.

Mehr Informationen hier.


Skandinavisch-iberoamerikanische Kulturbeziehungen

Thomas Seiler (Hrsg.)

Tübingen/Basel: A. Francke, 2013 (Beiträge zur Nordischen Philologie 50)

Seiten: 231

EUR: 39,00

ISBN 978-3-7720-8480-5


Zum ersten Mal überhaupt werden in diesem Band die vielfältigen historisch-kulturellen, literarischen und populärkulturellen Beziehungen zwischen Spanien/Südamerika und den skandinavischen Ländern beleuchtet. In der Imagination der Nordländer gilt Spanien aufgrund seines maurischen Erbes und seiner peripheren Lage als Ort des radikal Fremden, der sich einem Verständnis weitgehend entzieht und dessen Fremdheit auch das Identitäts gefühl des Beobachters erschüttert. Spanien nahm in nordischer Optik überdies eine Schlüsselstellung ein, wenn es darum ging, Fragen der aufkommenden Moderne zu diskutieren. Für die Spanier waren die nordischen Länder eine terra incognita, die als weißer Fleck auf der Landkarte mit den fantastischsten Vorstellungen angereichert wurde. Die Skandinavier galten als in jeder Beziehung maßlos und barbarisch. Theoretisch fundiert wurde diese Einschätzung mit den klimatischen Verhältnissen sowie dem Abfall vom rechten (katholischen) Glauben. Die Beiträge dieses Bandes analysieren die wechselvolle Geschichte gegenseitiger Imagination und produktiver Missverständnisse.


Artistik, Ironie und Gewalt bei Knut Hamsun

Walter Baumgartner

Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang, 2013 (Texte und Untersuchungen zur Germanistik und Skandinavistik; 64)

Seiten:  189

EUR: 37,30

ISBN: 978-3-631-64058-6 geb.  (Hardcover); 978-3-653-02486-9 (eBook)


Der Nobelpreisträger Knut Hamsun gehört zu den Klassikern der modernen Weltliteratur. Und er ist zu einem Gefolgsmann Hitlers geworden. Im Buch werden die provozierenden Verflechtungen von Politik und Kunst aufgezeigt. Seine Romane stellen mit sarkastischem Humor menschliche Depravation dar. Wenn auch sein literarisches Schaffen sich der Nazi-Ideologie eher quer stellte, gibt es doch eine Schaltstelle von der Fiktion zur politischen Einstellung des alten Dichters. Schon im Frühwerk ist eine Tendenz in seinem Ästhetizismus zu sehen, die das Handlungsgefälle und die Figurencharakteristik regelmäßig ins Gewalttätige und Selbstdestruktive lenkt. Das Welt- und Menschenbild seiner Romane ist nicht zur Erbauung gedacht sondern provoziert kritische Auseinandersetzung – nicht nur mit der Literatur.

Weitere Informationen: hier.


Wertesysteme und Raumsemantik in den isländischen Märchen- und Abenteuersagas

Werner Schäfke

Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang, 2013 (Texte und Untersuchungen zur Germanistik und Skandinavistik; 63)

Seiten:  261

EUR: 46,70

ISBN: 978-3-631-63906-1 geb.  (Hardcover); 978-3-653-02718-1 (eBook)


Diese Arbeit widmet sich der spätmittelalterlichen Erzählliteratur Islands, wie sie in den sogenannten Märchen- und Abenteuersagas in Erscheinung tritt. Die Untersuchung stellt diese etablierte Gattungseinteilung in Frage und schlägt eine Neustrukturierung des Textkorpus auf der Grundlage der vermittelten Werte und Normen vor, die im Fokus der Analyse stehen. Die Arbeit weist nach, dass die vor allem in der älteren Forschung als stereotype Schemaliteratur betrachteten Texte sich hinsichtlich der immanenten Wertesysteme als äußerst vielfältig erweisen. Das hierarchische Gefüge von Normen wird differenziert herausgearbeitet und literaturhistorisch kontextualisiert in Bezug auf die Identitätskonstruktion der Protagonisten.

Weitere Informationen: hier.


Milieus, Akteure, Medien. Zur Vielfalt literarischer Praktiken um 1900

Joachim Grage, Stephan Michael Schröder (Hg.)

Würzburg: Ergon, 2013 (Literarische Praktiken in Skandinavien; Bd. 2)

Seiten: 261

EUR: 39,00

ISBN: 978-3-89913-985-3


Die skandinavistischen und germanistischen Beiträge dieses Bandes versuchen sich an einer „Praxeografie des Textuellen“ (Robert Schmidt), indem sie die vielfältigen Praktiken beleuchten, in die Literaturen zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingebunden waren. Auf der Grundlage einer Verschränkung von Handlungstheorien mit Ansätzen der Performativitätsforschung werden sowohl solche Praktiken in den Blick genommen, in denen wichtige Akteure des literarischen Feldes im Mittelpunkt stehen, als auch solche, die sich durch ihre Einbindung und Verwendung von Medien oder durch ihren Bezug auf bestimmte Milieus definieren lassen: das Vorlesen literarischer Texte im Rahmen von Autorenlesungen und in der Schule, die literarischen Praktiken der Avantgarde und der Boheme, die Inszenierung und Rezeption von Literatur durch Grammophon und Radioübertragung, die Interaktion von Literatur und Presse, die Konstituierung eines milieuspezifischen Literaturbegriffs durch Praktiken der Arbeiterbewegung und die intermedialen Inszenierungsformen von Literatur auf einer Buchausstellung. Die Beispiele machen deutlich, dass Literaturgeschichte nicht nur text- und medienhistorische Verläufe, sondern auch die Entstehung und Entwicklung von Praktiken berücksichtigen muss.

Weitere Informationen: hier.


Wechselkurse des Vertrauens. Zur Konzeptualisierung von Ökonomie und Vertrauen im nordischen Idealismus (1800-1870)

Klaus Müller-Wille, Joachim Schiedermair (Hg.)

Tübingen/Basel: A. Francke, 2013 (Beiträge zur nordischen Philologie 51)

Seiten:  XVII + 217 Seiten

EUR: 39,00

ISBN: 978-3-7720-8478-2


Dass Finanzkrisen tiefe gesellschaftliche Vertrauenskrisen auslösen und ganze Länder in den Ruin treiben können, ist keineswegs erst seit den ökonomischen Turbulenzen der letzten beiden Jahrzehnte bekannt. Schon in früheren Jahrhunderten wurde eingehend über die Gefahr von Staatsverschuldung, Spekulations wesen und globalen Finanzströmen diskutiert. Dagegen mag es überraschen, dass sich ausgerechnet Autoren und Autorinnen, die traditionell Romantik und Biedermeier zugerechnet werden, in ihren Erzählungen und Dramen intensiv mit Fragen von Ökonomie und gesellschaftlichem Vertrauen auseinandergesetzt haben. Der vorliegenden Band versucht dies an Schriften aus dem dänischen und schwedischen Idealismus zu belegen, wobei u.a. Texte von Hans Christian Andersen, Thomasine Gyllembourg und Søren Kierkegaard behandelt werden. Dabei wird auch nachgewiesen, welch nachhaltigen Einfluss dieses Thema auf die Schreibweise der Autorinnen und Autoren ausübte. Immerhin mussten sie in dieser Zeit lernen, sich mit ihren Produkten auf einem zusehends über ökonomische Prozesse regulierten literarischen Markt zu etablieren.


Grenzüberschreitende Geschichten. H. C. Andersens Texte aus globaler Perspektive

Frederike Felcht

Tübingen/Basel: A. Francke, 2013 (Beiträge zur nordischen Philologie)

Seiten: 312

EUR: 49,00

ISBN: 978-3-7720-8487-4


Ein Porzellanchinese, eine Zigarre, das Transatlantikkabel - solchen Dingen widmen H. C. Andersens Texte ihre Aufmerksamkeit. Den Dingen ist gemeinsam, dass sie Teil eines Netzwerks sind, in dem uns das Nächste mit dem Fernsten verbindet. Zugleich sind diese Texte selbst Teil der globalen Warenzirkulation, die sie beschreiben. Deshalb erzählt "Grenzüberschreitende Geschichten" in den Spuren der Texte eine Geschichte der Globalisierung. Mit der weltweiten Warenzirkulation verändern sich auch die Verhaltensweisen und Selbstbilder der Konsumenten: Die Macht der Dinge wächst. Globalisierungs- und dingtheoretische Ansätze werden zur Analyse dieser Prozesse mit Überlegungen der Kritischen Theorie verbunden. So wird eine bislang weitgehend unbemerkt gebliebene, aktuelle Dimension von Andersens Märchen und Geschichten, Autobiographien und Reisebüchern sichtbar..

Weitere Informationen: hier.


Didaktische Subversion - Sven Wernströms Werkentwicklung

Dirk Röpcke

Bremen: Anares, 2013.

EUR: 39,90

Seiten: 378

ISBN: 978-3-935716-76-5

Erstmals wird der Werkentwicklung Sven Wernströms nachgegangen, eines 1925 geborenen schwedischen Arbeiterschriftstellers, der vor allem durch seine Kinder- und Jugendbücher bekannt wurde.
Für den deutschsprachigen Raum ist vor allem der 8-bändige Knechte-Zyklus zu nennen, der jugendlichen wie erwachsenen LeserInnen nahezulegen ist. Darin ist die Perspektive nicht auf die Geschichte der Herrschenden mit ihren Kriegen und Eroberungen, sondern auf die Alltags- und Sozialgeschichte der einfachen Menschen, der Armen und Entrechteten gerichtet.
Die Entwicklung Wernströms als politisch engagierter Schriftsteller wird nun erstmals von seinem Debüt im Jahre 1945 bis in die Gegenwart im Kontext gesellschaftlicher und literarischer Entwicklungen nachvollzogen, analysiert und beurteilt. Der Schwerpunkt liegt auf den 1960er und 1970er Jahren, da Wernström in diesen Jahrzehnten die Charakteristika seiner bildungs- und gesellschaftskritischen Literatur entwickelt hat.

Zum Autor:
Dirk Röpcke, Dr. phil., geb. 1963, Studium Sozialwissenschaften, Literatur und Geschichte in Lüneburg und Hamburg, ab 1987 freie Forschungsarbeit und div. Lehrtätigkeiten, dann Studienrat in Hamburg, dort 1991 Nachfolge Prof. Künnemann an der FSPI (Literatur und Medien), Lehrauftrag an der Universität Hamburg, seit 1999 freischaffend. Röpcke publizierte bisher u.a. zu Leben und Werk des Philosophen Günther Anders.

Weitere Informationen: hier.


Snorri Sturlusons Mythologie und die mittelalterliche Theologie

Nahl_Snorri Sturlusons Mythologie

Jan Alexander van Nahl

Berlin/Boston: de Gruyter, 2013 (= Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 81)

Seiten: 239

EUR: 99,95

ISBN: 978-3-11-030691-0

 

Die heutige Erforschung der nordgermanischen Mythologie und Religion ist wesentlich abhängig von dem literarischen Erbe des isländischen Gelehrten und Politikers Snorri Sturluson (1178/79 - 1241). In rund zweihundert Jahren hat sich diese Forschung in vielfältiger Form entfaltet, in den letzten Jahrzehnten zunehmend aber auch kanonische Ansprüche erhoben. Zugleich jedoch werden in dieser Forschungsdebatte teils diametrale Positionen vertreten.

Die vorliegende Dissertation verfolgt das Ziel einer konstruktiven Neuorientierung in der Diskussion. Dies erfordert zum einen die kritische Auseinandersetzung mit einer komplexen Fach- und Forschungsgeschichte. Zum anderen wird für einen gleichermaßen text- wie kontextbewussten methodischen Zugang in der skandinavistischen Mediävistik plädiert: Angesichts eines aktuell herrschenden Methodenpluralismus wird eine individuell problemorientierte Herangehensweise in der Untersuchung mittelalterlicher Literaturen künftig in stärkerem Maße gefordert sein.

Diesem methodischen Anspruch folgend, bietet die Arbeit eine kritische Diskussion hochmittelalterlicher Diskurse sowie im Hauptteil eine detaillierte Auseinandersetzung mit den überlieferten Fassungen von Snorris Werk auf Grundlage einer lexematischen Analyse. Die Studie versteht sich dabei als Diskussionsangebot und Impulsgeber in einem interdisziplinären Forschungsbereich.

Weitere Informationen: hier.


Tourismus als literarische und kulturelle Praxis. Skandinavistische Fallstudien

Annegret Heitmann, Stephan Michael Schröder (Hg.)

München: Herbert Utz Verlag, 2013 (= Münchner Nordistische Studien 16)

Seiten: 312

EUR: 49,00

ISBN: 978-3-8316-4231-1

 

Die Beiträge dieses Bandes analysieren an skandinavischen Fallbeispielen aus dem 19. und 20. Jahrhundert Tourismus als eine der zentralen kulturellen Praktiken in der Moderne. Im Zentrum des Interesses steht dabei nicht nur, wie Tourismus in Texten, Filmen oder frühen Comics reflektiert wird, sondern ebenso, wie Literatur, Film, andere Medien wie die Postkarte oder sogar Städteplanung sich zur touristischen Praxis verhalten. Tourismus ist besonders geeignet, die Widersprüchlichkeit der Moderne sichtbar zu machen; die kulturwissenschaftliche Perspektive dieses Bandes beleuchtet vor allem seine Interdiskursivität, seine Konzeptualisierung von Zeit und Raum sowie seine performative Praxis.

Der Band dokumentiert das vierte Symposium des deutsch-dänischen kulturwissenschaftlichen Netzwerkes 2012 in München und entstand in Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt "Landnahme" der Forschergruppe "Anfänge (in) der Moderne" der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Inhaltsverzeichnis: hier.

2012

nach oben

 

Einleitung in philosophische Vorlesungen

Heinrich Steffens

Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang, 2012 (Texte und Untersuchungen zur Germanistik und Skandinavistik; 62)

Seiten:  132

EUR: 39,00

ISBN: 978-3-631-63950-4 geb.  (Hardcover); 978-3-653-02058-8 (eBook)


Der norwegisch-dänische Philosoph und Naturforscher Henrich Steffens (1773-1845) hat den größten Teil seines Lebens in Deutschland zugebracht – er war Professor in Halle, dann in Breslau und schließlich ab 1832 in Berlin. Seine Autobiographie Was ich erlebte (10 Bände, 1844) gilt als eine vorzügliche Quelle für die Kulturgeschichte der deutschen Romantik. Im Wintersemester 1802/03 hielt er die erste Serie von philosophischen Vorlesungen, in denen er seinen Kopenhagener Zuhörern seine Naturphilosophie vermittelte. Diese hatte er, ausgehend von Spinoza und insbesondere von Schelling, sich während seiner ersten Jahre in Deutschland erarbeitet, als er in Jena mit dem Kreis der «neuen Schule», also der Jenaer Universalromantik, zusammentraf und im sächsischen Freiberg seine früher in Kopenhagen begonnenen Studien der Mineralogie fortsetzte. Er ging in seiner Philosophie über Schelling hinaus, da er Philosophie und Naturwissenschaft intensiver zu verbinden wußte, als es jener getan hatte. Für die dänische (und später auch für die schwedische) Literatur hatten diese Vorlesungen große Bedeutung. Darüber hinaus können sie als ein Kompendium romantischer Naturphilosophie gelesen werden. Diese Vorlesungen werden hier zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt. Die Vorbemerkung skizziert Heinrich Steffens in seiner Biographie, seinen Vorbildern, seiner Wirkung und in seinen Vorlesungen.

Weitere Informationen: hier.


´Valknútr´. Das Dreiecksymbol der Wikingerzeit

Tom Hellers

Wien: Fassbaender, 2012 (= Studia Medievalia Septentrionalia 19).

Seiten: 276

EUR: 36,30

ISBN: 978-3-902575-44-9

 

Er ist auf gotländischen Bildsteinen und Runensteinen abgebildet, findet sich auf Münzen wie auf Schmuckstücken und wurde in Grabbeigaben des berühmten Oseberggrabes eingeritzt: der sogenannte ,valknútr’ („Knoten der Gefallenen”). Das hier vorliegende Buch geht dem rätselhaften Dreiecksymbol der nordischen Wikingerzeit erstmals auf den Grund, bietet eine vollständige Zusammenstellung an Funden mit dem Symbol und setzt sich kritisch mit den bisher geäußerten Deutungsversuchen auseinander. Es wird untersucht, ob das Symbol, welches in fünf verschiedenen Varianten vorkommt, tatsächlich für den Tod, das Jenseits oder Odin steht, oder ob es mit einem Pferdekult oder mit der soziale Elite zu assoziieren ist oder ob es schlicht der Schadensabwehr dient.

Weitere Informationen (inkl. Inhaltsverzeichnis und Leseprobe): hier.


Der skandinavische Horrorfilm. Kultur- und ästhetikgeschichtliche Perspektiven

Niels Penke (Hg.)

Bielefeld: transcript, 2012.

Seiten: 320

EUR: 23,80

ISBN: 978-3-8376-2001-6

 

Der Band unternimmt erstmals den Versuch, die Geschichte des skandinavischen Horrorfilms schlaglichtartig zu beleuchten. Die Beiträge untersuchen epochemachende Filme und Regisseure in ihren soziokulturellen und ästhetischen Zusammenhängen. Durch eine komparatistische Perspektive lassen sich die Emotionalisierungsstrategien und landesspezifischen Traditionen des skandinavischen Horrors im internationalen Kontext nachvollziehen. Die Beiträge reichen thematisch von Victor Sjöström über Carl Theodor Dreyer und Ingmar Bergman bis zu den jüngsten Erfolgen »Dead Snow« und »So finster die Nacht« (»Låt den rätte komma in«).

Inhaltsverzeichnis

1. Niels Penke: Einleitung

2. Anna Marie Mamar: Die Figur des Todes in Victor Sjöströms KÖRKARLEN

3. Marcus Stiglegger: Der ewige Schlaf. Über VAMPYR von Carl Theodor Dreyer

4. Matthias Teichert : Von Caligari zu Bergman. Transkodierungen von gothic fiction und die Kinematographie des Phantastischen in VARGTIMMEN (DIE STUNDE DES WOLFS)

5. Sophie Wennerscheid / Andreas Jacke: Der ›wahre Horror‹ und sein phantas(ma)tisches Anderes in Lars von Triers RIGET

6. Hauke Seven: A self fulfilling parody - Die Genreparodie EVIL ED und das Wunder der Zensur

7. Judith Wassiltschenko: Fremde Nachbarn? Interskandinavische Rollenbesetzungen in VILLMARK und NABOER

8. Daniel Kehlmann: Die Natur ist Satans Kirche. Lars von Triers ANTICHRIST

9. Judith Wassiltschenko: Import/Export. Globaler Kulturaustausch im Horrorgenre am Beispiel von Fritt vilt und Reykjavík Whale Watching Massacre

10. Benjamin Ryan Schwartz: (De-)Konstruktion von Rollenbildern. Sex, Gender und Sexualität schwedischer Nachtwandler in Film- und TV-Produktionen

11. Sabine Planka: Die Sauna und die Dekonstruktion des Mannes. Das Verhältnis von Räumlichkeit und Männlichkeitskonzepten in SAUNA

12. Niels Penke: „Aufstehen!“ – „Einsatz!“. DØD SNØ, Nazizombies und die Wiederkehr des Vergangenen

13. Petra Schrackmann: Zwischen Nachahmung und Neuinterpretation. Horror- und Mysteryfilme aus Skandinavien und ihre US-Remakes

Weitere Informationen: hier.


Zwischen Wohlfahrtsstaat und Zivilgesellschaft. Stiftungen in Norwegen

Ulrich Brömmling

Baden-Baden: Nomos, 2012 (Schriftenreihe zum Stiftungswesen, Bd. 44).

Seiten: 420

ISBN: 978-3-8329-7800-6

 

Das Stiftungsgesetz eines Landes regelt Errichtung und Management von Stiftungen, sagt jedoch wenig über die realen Bedingungen, unter denen Stiftungen agieren. Anhand des Beispiels Norwegen zeigt der Autor, welchen Hürden sich Stiftungen in einem Land gegenüberstehen können. Zum ersten Mal überhaupt liegt eine ausführliche Geschichte eines Stiftungswesens vor, dessen Ursprünge ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Der Autor zeigt, welche Skandale nur kurz nach Inkrafttreten des ersten Stiftungsgesetzes im Jahr 1985 eine Revision notwendig erscheinen ließen, die zu einem Gesetz führte, das die Einflussmöglichkeiten des Stifters stärker einschränkt als anderenorts. Mit einer qualitativen Analyse der Befragung von 25 Stiftungen in allen Teilen Norwegens zeigt die Arbeit gleichzeitig die Schwierigkeiten beim Übergang von einer dezentralen zu einer zentralen Stiftungsaufsicht sowie den engen Gestaltungsspielraum der kleinen Stiftungen, denen allerdings oft selbst der Wille zur Gestaltung fehlt.


Political State of the Region Report 2012. Dilemmas and Coherence in the Baltic Sea Region

Bernd Henningsen, Tobias Etzold (Hg.)

Kopenhagen: Baltic Development Forum, 2012.

Seiten: 74

 

Autoren: Hans Brask, Kimmo Elo, Tobias Etzold, Stefan Gänzle, Bernd Henningsen, Pertii Joenniemi, Tapani Kaakkuriniemi,  Peer Krumrey, Lidia Puka, Christian Rebhan,  Alexander  Sergunin

 

 

Weitere Informationen hier.

 

 

 


Romantik. Journal for the Study of Romanticisms, Nr. 1

ISBN: 978 87 7124 086 3

 

 

This inaugural issue of Romantik: Journal for the Study of Romanticisms contains seven articles that explore the connection between Romanticism and the political sphere. This topic has long been in need of redefinition. By gathering work from across disciplines with an interdisciplinary or cross-cultural scope, the topic is opened up to new perspectives of investigation. The articles in this first issue present new and exciting analyses of such diverse discourses as mythology, the fairy tale, historiography, elite culture, landscape painting, sculpture and dreaming.

 

 

 

Weitere Informationen hier.


Altnordisch. Eine Einführung

Katharina Baier, Werner Schäfke

Tübingen: Narr, 2012.

EUR: 24,99

ISBN: 978-3-8233-6768-0

 

Die Einführung dient als Unterrichtsgrundlage für Einführungskurse in das Altnordische und kann darüber hinaus als Nachschlagewerk für das weitere Studium genutzt werden. Sie richtet sich an Studierende der Skandinavistik ohne fachbezogene Vorkenntnisse. Das Einführungsbuch ist wie eine Grammatik strukturiert, das heißt logisch nach den behandelten Bereichen geordnet: Lautlehre, Lautgeschichte, Nominalflexion, Verbalflexion, Syntax, Übersetzungsmethodik. Es kann somit flexibel an unterschiedlichen zeitlichen Umfang und curriculare Aufteilung der Altnordischkurse an den verschiedenen skandinavistischen Instituten des deutschsprachigen Raums angepasst werden.

 


Am Rand. Zur Poetik des skandinavischen Aphorimus

Katarina Yngborn, Annette Elisabeth Doll, Annegret Heitmann

Freiburg: Rombach Buchverlag, 2012 (Rombach nordica, Bd. 18).

EUR: 46,00

ISBN: 978-3-7930-9686-3

 

Der Band stellt eine erste zusammenhängende Studie der Gattung Aphorismus in der skandinavischen Literatur dar, die ihre Schwerpunkte auf die Geschichte, die Poetik und die Medialität des Genres setzt. Dabei wird der Aphorismus als Gattungsdurchbrecher und Grenzgänger verstanden, der nicht nur Literatur und Philosophie, Prosa und Lyrik, ›hohe Literatur‹ und Populärkultur miteinander verbindet, sondern sich in der skandinavischen Moderne nicht selten bimedialer Formen bedient.

 

 

 


Die Saga von Þorsteinn bæjarmagn

Andrea Tietz

München: Herbert Utz Verlag, 2012 (Münchner Nordistische Studien, Bd. 12).

EUR: 47,00

ISBN: 978-3-8316-4183-3

 

Die Geschichte des Bauernsohnes Þorsteinn, der aufgrund seiner außerordentlichen Größe den Beinamen bæjarmagn – ›Kraft des Hofes‹ – trägt, beginnt im Norwegen des ausgehenden 10. Jahrhunderts. Als Gefolgsmann des Königs Óláfr Tryggvason begibt sich Þorsteinn auf diverse Fahrten, auf denen er phantastische Abenteuer erlebt: Er bereist die Unterwelt, sichert sich die Dankbarkeit eines Zwergenvaters und findet in einer von Riesen bewohnten Anderswelt nicht nur neue Freunde, sondern lernt dort auch seine zukünftige Frau kennen. Seinen Erfolg hat er dabei neben seiner Stärke und seinem Mut verschiedenen magischen Gegenständen zu verdanken.

Bisherige Untersuchungen der Saga af Þorsteini bæjarmagni betrachteten den Text hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der Intertextualität, da er aus einem großen Inventar an Motiven und Personen schöpft, die aus anderen Quellen – der altnordischen Mythologie im Allgemeinen, weiteren Vorzeitsagas sowie den Gesta Danorum des Saxo Grammaticus – bekannt sind. Die vorliegende Arbeit hat es sich hingegen zum Ziel gesetzt, die Saga als eigenständiges literarisches Werk zu betrachten und zugleich die offensichtlichen Anknüpfungspunkte und Anleihen zu berücksichtigen. Darüber hinaus bietet sie eine mit ausführlichen Anmerkungen versehene Übersetzung, die den Text einem deutschsprachigen Publikum zugänglich machen soll. Das Hauptaugenmerk des umfangreichen Kommentarteils liegt auf den in die Saga eingewobenen Motiven, die von gängigen Topoi – wie etwa dem des dankbaren Zwerges – über Referenzen auf den Gott Þórr bis hin zur Anspielung auf einen stark verdunkelten Mythos, der bis ins Gemeingermanische verweist, reichen.


Altwestnordische Farbsemantik

Georg C. Brückmann

München: Herbert Utz Verlag, 2012 (Münchner Nordistische Studien, Bd. 11).

EUR: 28,00

ISBN:978-3-8316-4168-0

 

Während Farbtonträger Auskunft über die Denotation der einzelnen Farbadjektive geben, können anhand des literarischen Kontextes mit linguistisch-philologischen Mitteln verschiedene konnotative, das heißt affektiv-assoziative Bedeutungsanteile herausgestellt werden. Darüber hinaus bietet auch die Etymologie in einigen Fällen weiteren Anhalt zur Deutung unklarer Verwendungen. Die umfangreiche Überlieferungslage der altwestnordischen Prosa stellt eine gute Grundlage zur semantischen Analyse der Grundfarbwörter blár, brúnn, grár, grǿnn, gulr, hvítr, rauðr und svartr dar, von denen die drei letztgenannten den Großteil der Belege ausmachen.


Merlínússpá. Merlins Prophezeiung

Simone Horst (Hg.)

München: Herbert Utz Verlag, 2012 (Münchner Nordistische Studien, Bd. 10).

Seiten: 244

EUR: 49,00

ISBN: 978-3-8316-4166-6

 

Die Merlínússpá ist ein in vieler Hinsicht einzigartiger Text: In nur einem einzigen mittelalterlichen Manuskript (der zwischen 1302 und 1310 entstandenen Hauksbók) überliefert, berichtet das altnordische Gedicht von den Prophezeiungen Merlins. Dabei wird ein lateinischer Prosatext, die sogenannten Prophetiae Merlini, nicht nur in eine andere Sprache übersetzt, sondern auch formal an die Gepflogenheiten angepaßt, die im Altnordischen für Prophezeiungen gelten. Singulär ist auch die Aufteilung eines zusammenhängenden Stoffes in zwei selbständige Gedichte. Trotz dieser Sonderstellung hat der Text bisher wenig Beachtung in der Forschung gefunden, und die maßgebliche Ausgabe ist beinahe ein Jahrhundert alt. Die vorliegende kommentierte Edition der Merlínússpá möchte eine breit gefächerte Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem Gedicht bieten: Sie stellt den handschriftlich überlieferten Text einer normalisierten Fassung gegenüber; ein Kommentar erläutert einzelne Probleme. Darüber hinaus macht die Übersetzung die Prophezeiung auch einem breiteren Publikum zugänglich.


Hoch, Ebenhoch, der Dritte. Elite als Thema skandinavistischer Literatur- und Kulturwissenschaft

Wilhelm Heizmann, Joachim Schiedermair (Hg.)

München: Herbert Utz Verlag, 2012 (Münchner Nordistische Studien, Bd. 8).

Seiten: 398

EUR: 58,00

ISBN: 978-3-8316-4154-3

 

Bei dem Ausdruck »Elite« handelt es sich um die Selbstbeschreibung einer begünstigten sozialen Gruppe, die ihren (politischen, ökonomischen, kulturellen) Erfolg vereinfachend als direktes Ergebnis von besonderer Leistung interpretiert. Doch es ist ein Gemeinplatz moderner Ungleichheitstheorie, dass in erster Linie die Herkunft über das soziale Los entscheidet: Nicht wer Außergewöhnliches leistet, bekommt Zutritt zur Elite, sondern wer früh gelernt hat, ihren sozialen Habitus, die Zeichen der Zugehörigkeit, nachzuahmen. Versteht man soziales Agieren in diesem Sinn als semiotischen Prozess, dann berührt es Bereiche, die ureigenes Gebiet der Literatur- und Kulturwissenschaft sind. Die vorliegende Aufsatzsammlung ist Ergebnis einer Tagung im Herbst 2008. Die Dokumentation dieser Tagung hat das Ziel, die meist getrennt nebeneinander forschenden Fachteile der Alt- und Neuskandinavistik in einem gemeinsamen kulturwissenschaftlichen Interesse zusammenzubringen.


Zeit des Verfalls - Verfall der Zeit. Zeit und Zeitwahrnehmung im skandinavischen Großstadtroman Ende des 19. Jahrhunderts

Katja Bethke-Prange

Frankfurt a.M/Berlin/Bern: Peter Lang, Beiträge zur Skandinavistik, Bd. 20.

EUR: 42,00

Seiten: 205

ISBN: 978-3-631-63242-0

 

Die Dissertation untersucht Zeit als strukturierendes Element in allen Lebensbereichen des modernen Lebens. Ihre spezifische Funktionsweisen werden mit Hilfe unterschiedlicher Kategorien an ausgewählten Beispielen der skandinavischen Moderne dargestellt. Dabei wird vor allem auf die formale und inhaltliche Umsetzung der Zeitaspekte im Großstadtroman eingegangen. Hierdurch kann eine beginnende Veränderung des Zeitdiskurses in den wachsenden Großstädten sowie in den bürgerlichen Schichten Skandinaviens Ende des 19. Jahrhunderts aufgezeigt werden.


Die Gegenwart der Bühne: Aktuelles skandinavisches Drama und Theater

Karin Hoff (Hg.)

Würzburg: Königshausen & Neumann, 2012.

EUR: 36,00

Seiten: 248

ISBN: 978-3-8260-4748-0

 

Skandinavisches Theater ist aktuell: Nicht nur Stücke der Klassiker Henrik Ibsen und August Strindberg erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, sondern auch zeitgenössische Dramen, wie etwa die der Schweden Lars Norén und Jonas Hassen Khemiri oder des Norwegers Jon Fosse, werden weltweit erfolgreich aufgeführt. Mit ihren postdramatischen Theatertexten fordern sie Regisseure, Dramaturgen und das Publikum gleichermaßen heraus - und stehen damit in der wirkungsvollen Tradition des experimentellen Theaters der Moderne. Skandinavischs Theater für Kinder und Jugentliche setzt gleichermaßen seit Jahrzehnten internationale Maßstäbe. Es zeichnet sich aus durch die Freude am Experiment und eine intensive Beschäftigung mit dem kindlichen Zielpublikum, wie die Beiträge im zweiten Teil des vorliegenden Buchs anschaulich vorführen. Literatur- und Theaterwissenschaftler aus Skandinavien und Deutschland, sowie Dramatiker und eine Theaterkritikerin präsentieren hier aus ihren unterschiedlichen Perspektiven wichtige Strömungen und Tendenzen des akutellen skandinavischen Theaters für Erwachsene, (Kleinst-)Kinder und Jugentliche.

Kurzinhalt:

K. Hoff: Die Gegenwart der Bühne - Einleitung

F. Junker: Brief an Vagant. Überlegungen zum Verhältnis von Politik und Ästhetik

K. O. Arntzen: Arktisches Drama und Landschaftsdialoge in szenischer Rezeption: Hamsun, Iunker und Fosse - eine andere norwegische Dramatik?

L. Krutzinna: Konzepte einer alternativen Dramatik Arne Lygres Experimente

K. Hoff: Wiederholung als Variation - Jon Fosses Dødsvariasjonar

S. Wennerscheid: Postdramatisches Theater zwischen ästhetischer Erfahrung und gesellschaftlichem Engagement. Zur Bedeutung Lars Noréns in Schweden und Deutschland

K. Müller-Wille: Blindheit sehen. Jonas Hassen Khemiris Invasion und Carl Jonas Almqvists Signora Luna

M. Klein: "Schauspieler sind auch nur Menschen". Staffan Göthes Dramatik zwischen Realismus und Hyperrealismus

M. Sörensen: Vom Märchenspiel zum Prozessschreiben - die Geschichte des schwedischen Kinder- und Jugendtheaters

A.-S. Bárány: Babydrama - Theater und Psychoanalyse im Dienste der Lebenslust

K. Richter: Theater als Schauplatz für Säuglinge?! Suzanne Osten entwickelt ein neues Theaterkonzept in Schweden


Literarische Praktiken in Skandinavien um 1900. Fallstudien (=Literarische Praktiken in Skandinavien, Band 1)

Joachim Grage/Stephan Michael Schröder (Hg.)

Würzburg: Ergon-Verlag, 2012.

EUR: 42,00

Seiten: 278

ISBN: 978-3-89913-933-4

 

Im Zuge der interdisziplinären Diskussion über das Performative wurde in den letzten Jahren verstärkt der Handlungsaspekt von Literatur in den Blick genommen. Die Aufsätze des vorliegenden Bandes knüpfen daran an und untersuchen die Vielfalt literarischer Praktiken jenseits der stillen Textlektüre und der Aufführung auf der Bühne. An Beispielen aus den skandinavischen Literaturen wird gezeigt, wie sich in den Jahrzehnten um 1900, einer markanten Phase der Literaturgeschichte, durch soziale, ökonomische und mediale Umbrüche Handlungsweisen verändern und neue Praktiken etablieren. Nach einer theoretischen Einführung, die den Begriff der literarischen Praktik in Bezug zu aktuellen Positionen der Performativitäts- und Handlungstheorie sowie der Praxeologie setzt, nehmen die Aufsätze jeweils unterschiedliche Akteure, Milieus und Medien in den Blick. Gender-, klassen- und altersspezifische Praktiken werden ebenso untersucht wie das Dichterbegräbnis als multimediale Masseninszenierung, traditionelle literarische Rezeptions- und Vermittlungsformen wie das Lesen und Vortragen ebenso wie Praktiken, die an der Schnittstelle von Literatur und den ›neuen‹ Medien wie Phono- und Kinematographie entstehen.

Zum Inhaltsverzeichnis

Zur Bestellung


Geschichte, Politik und Kultur im Ostseeraum

Jan Hecker-Stampehl und Bernd Henningsen (Hg.)

Berlin: Berliner Wissenschaftsverlag, 2012.

EUR: 34,00

ISBN: 978-3-8305-1768-9

 

Die Ostseeregion war und ist eine der dynamischsten Regionen der Welt – politisch, ökonomisch und kulturell. Großmächte sind dort entstanden sowie untergegangen und haben Spuren hinterlassen, die teils noch heute zu besichtigen sind. Die Region unterlag vielfältigen Einflüssen und Machtinteressen, seien es der dänisch-schwedische Machtkampf der Frühen Neuzeit, preußisch-deutsche und russische Interessen oder als Frontlinie des Kalten Krieges. Der vorliegende Band erörtert verschiedene Aspekte der Natur- und Kulturgeschichte, der Religions- ebenso wie der Politikgeschichte des Ostseeraums. Konflikte und Transformationen werden aufgegriffen, Aspekte von Raumkonstruktionen und Raumwahrnehmungen analysiert, Beziehungsgeflechte und Muster kultureller Prägungen nachgezeichnet. Vermeintliche Selbstverständlichkeiten (Russland – eine Ostseemacht?) werden in Frage gestellt, Begrifflichkeiten (baltisch – Ostsee – Baltic?) geklärt und wissenschaftliche wie kulturelle Beziehungsmuster vorgestellt.

Weitere Informationen und Inhaltsverzeichnis


PopAvant - Verhandlungen zwischen Populärkultur und Avantgarde in Dänemark

Annegret Heitmann und Stephan Michael Schröder (Hg.)

München: Herbert Utz, 2012.

EUR: 48,00

Seiten: 310

ISBN: 978-3-8316-4119-2

 

An Fallbeispielen aus der dänischen Literatur und Kultur des 20. Jahrhunderts untersucht dieser Band das oft als Gegensatz konzipierte Verhältnis von Avantgarde und Populärkultur. Im Gegensatz zu dieser Annahme lautet die zentrale These hier, dass weite Teile der Avantgarde sich wesentlich unter Bezugnahme auf Populärkultur konstituieren, dass Avantgarde als kulturelles Phänomen folgerichtig binnensystemisch nicht adäquat zu verstehen ist und dass der Grenzverkehr zwischen Avantgarde und Populärkultur prinzipiell als ein bidirektionaler aufgefasst werden muss.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Forum for World Literature Studies, Vol. 4, No. 1, 2012

ISSN: 1949-8519

Published by: Shanghai Normal University,Purdue University and the Wuhan Institute for Humanities Issue Stable

 

Die aktuelle Ausgabe des Forum for World Literature Studies beinhaltet unter anderem Aufsätze von Anne-Marie Mai, Johs. Nørregaard Frandsen, Anders Thyrring Andersen, Tore Rem, Antje Wischmann und Peter Simonsen zum Thema "Danish and Norwegian Welfare Literature Studies".

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 


Die Isländersagas. Im Dialog mit der Wikingerzeit

Vésteinn Ólason

Kiel: Verlag Ludwig, 2012.

Seiten: 304

ISBN 978-3-86935-045-5

EUR: 29,80

Beschreibung:
Die Isländersagas bieten spannenden Lesestoff und sind ein faszinierendes Forschungsfeld. Vésteinn Ólason diskutiert in diesem Buch, inwiefern die Isländersagas Dialoge ihrer mittelalterlichen Autoren mit dem Wikingerzeitalter sind, und lässt den modernen Leser über die Kluft der Epochen hinweg in diesen Dialog eintreten. Grundlegend ist dabei seine Annahme, dass die Sagas den Verlust eines Weltbildes thematisieren. Das Buch bietet eine fundierte Einführung in die Isländersagas und erläutert außerdem die Sagas als Genre der Erzählkunst, die Entwicklung dieser literarischen Gattung und ihre Stellung in der Gegenwart. Das Standardwerk jetzt auch in deutscher Sprache!
Ehrengast Island Frankfurter Buchmesse 2011.

Weitere Informationen hier.


Kommentar zu den Liedern der Edda.
Bd. 7: Heldenlieder (Atlakviða in grœnlenzka, Atlamál in grœnlenzko, Frá Guðrúno, Guðrúnarhvöt, Hamðismál)

Klaus von See, Beatrice La Farge, Simone Horst und Katja Schulz

Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2012.

Seitenzahl: 1002

ISBN: 978-3-8253-5997-3

EUR: 124,-

Beschreibung:
Der neue Band setzt den mehrbändigen Kommentar zu den Liedern der Edda fort (1997 und 2000: Götterlieder; 2004, 2006 und 2009: Heldenlieder).
Der vorliegende Band 7 enthält Exkurse zur Beschaffenheit des Herzens eines feigen oder eines tapferen Menschen (Atlakviða 23), zum Gott Ullr und zum Ablegen von Eiden auf Ringe (Atlakviða 30), zur Bezeichnung der Lieder Atlakviða und Atlamál als "grönländisch" (Kommentar zu Atlamál §3), zu menschengestaltigen Wesen in Adler-gestalt (Atlamál 19), zu den Disen (Atlamál 28 und Hamðismál 28), zum Zertreten oder Auseinanderreißen durch Pferde (Guðrúnarhvöt 2), zu den Alben (Hamðismál 1), zum Abschlagen von Fuß oder Hand (Hamðismál 24) und zum Gefeit-Sein gegen Eisen-waffen (Hamðismál 25).
Alle Exkurse der bislang erschienenen Bände werden durch das Motivregister erschlossen, das - wie auch Register zu grammatikalischen und lautgeschichtlichen Erscheinungen, die in den bisher erschienenen Bänden behandelt werden - in einer vorläufigen und laufend aktualisierten Form auf der Homepage des Edda-Projekts zur Verfügung steht:
http://www.skandinavistik.uni-frankfurt.de/edda/download/

Weitere Informationen hier.

2011

nach oben

 

Das Gegenstück zum Sprechen. Untersuchungen zum Schweigen in der skandinavischen und deutschen Literatur

Katja Schönwandt

Frankfurt a.M. u.a.: 2011 (= Berliner Beiträge zur Literatur- und Kulturgeschichte. Bd. 10).

Seiten: 331

ISBN: 978-3-631-61033-6

EUR: 56,80 (D), 58,40 (A), SFR: 83,-

Beschreibung:
Schweigen ist bedeutungsvoll und vielgestaltig. Es tritt in der Literatur auf mannigfache und sehr komplexe Weise in Erscheinung. Diese Arbeit untersucht anhand eingehender Einzelanalysen die vielfältigen Gestaltungsweisen und Bewertungen des Schweigens in der skandinavischen und deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Anhand ausgewählter Texte werden die verschiedenen Formen und Funktionen des Schweigens bestimmt. Dabei werden das Sprechen, das jeweils das Schweigen umgibt, und das Verhältnis zwischen Sprechen und Schweigen in die Untersuchung mit einbezogen. Die Arbeit zielt auf einen Vergleich der deutschen und skandinavischen Texte und ist daher grundsätzlich komparatistisch angelegt.


Sagas aus Island. Von Wikingern, Berserkern und Trollen

Hg. und Übers.: Hennig, Reinhard; Simek, Rudolf

Stuttgart: Reclam, 2011.

Seiten: 331

ISBN: 978-3-15-010799-7

EUR: 34,95 (D)

Beschreibung:
Wikinger sind einsame Streiter, müssen über jedes Meer, müssen immer weiter ... Vier der schönsten isländischen Sagas erzählen von einer fernen fremden Welt hoch im Norden, von ihren geheimnisvollen und sagenhaften Bewohnern – und die Erzählungen holen uns diese Welt dann doch ganz nah heran. Es geht um Wikinger, die von Norwegen lossegelnd sich das ganze Nordmeer erschließen, für Raubzüge ebensogut wie für Besiedelung von Island und Neuansiedlung in England oder Schottland, es geht um unangepasste Häuptlingssöhne der Island-Siedler, die schon als Baby oft blau sind und ein böses Ende nehmen, um sture Bauernschädel und hochbegabte Dichter, um Riesen, Trolle und Halbtrolle, und um die rätselhaften Berserker. Die vier Sagas werden mit Recht zur Weltliteratur gezählt, jede hat ihren eigenen Stil: vom Einzelgänger Grettir wird psychologisch erstaunlich sensibel erzählt, die Saga von Egil Skalla Grimson zeichnet das raumgreifende Wikingerleben nach, die Saga von Bard gibt Einblicke in die isländische Anderwelt, und die vom einhändigen Egil birst vor Märchenmotiven und ist besonders schwungvoll erzählt.


The Origins of the «Regime of Goodness». Remapping the Cultural History of Norway

Nina Witoszek

Oslo: Universitetsforlaget, 2011.

Seiten: 232

ISBN: 9788215017792

NOK: 309,-

Beschreibung:

At the beginning of the 21st century Norway has seemingly succeeded to create a Great Good Place on the planet: in the eyes of the outside world it is an epitome of welfare, equality, justice, environmental concern, and enlightened samaritanism. Nina Witoszek's book attempts to explore the cultural sources of the Norwegian success. What are the significant myths, images and codes of conduct that have propelled the Norwegian «regime of goodness»? How have they evolved over time? Who were their codifiers?

The author takes issue with the stock interpretation of Norwegian (and indeed Scandinavian) cultural history, according to which the foundations of modern Nordic identity are to be found in the Romantic breakthrough. She argues that, while Norway was indeed perceived as the cradle of European Romanticism, its romantic credentials are at best suspect and were largely invented by the outside world. The vernacular romantic project was hijacked by a prolonged «Pastoral Enlightenment». The Enlightenment pastors forged a master-narrative of Norwegian identity rooted in nature, peace and Christian ethos. This influential story lives on in the evolving versions of modern social democracy and explains some of the paradoxes - and successes - of the «Norwegian model» today.


Konrad Maurers Islandreise 1858. Landnahme und Aufgabe

Harmen Biró

Universität Tübingen (online), 2011.

Seiten: 192

http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/frontdoor.php?source_opus=5543&la=de

Beschreibung:

Die Dissertation untersucht Konrad Maurers Reisebericht, welchen er nach seiner Reise nach Island im Jahre 1858 verfasste. Den Kern der Arbeit bildet dabei die Analyse des Textes. Eingeleitet wird diese durch eine biographische Übersicht zu Konrad Maurers Leben und Werk, Fakten zur Reise selbst und den Manuskripten, eine Einordnung seines Berichts innerhalb der Islandreiseberichte seiner Zeit sowie eine Diskussion des Gattungsbegriffs "Reisebericht" selbst. Die Analyse befasst sich mit den Wechselwirkungen des Reisens und Schreibens, den Zeitebenen des Reiseberichts, dem Reisebericht als "inszeniertes Erfahrungsmodell" (O. Ette) und der Intertextualität des Reisens. Abschließende These der Arbeit ist das Scheitern Maurers an bestimmten Aspekten seines Vorhabens.


Vereinigte Staaten des Nordens. Integrationsideen in Nordeuropa im Zweiten Weltkrieg

Jan Hecker-Stampehl

München: Oldenbourg, 2011.

Seiten: 471

ISBN: 978-3-486-70102-9

EUR: 64,80,-

Der Zweite Weltkrieg führte zu intensiven Diskussionen über die internationale Ordnung nach dem Krieg. Während die Nationalsozialisten eine ‚Neuordnung Europas‘ vorsahen und die Widerstandsbewegungen Pläne für ein Einigung Europas vorlegten, diskutierte man im Norden primär die Idee der "Vereinigten Staaten des Nordens". Jan Hecker-Stampehl analysiert die wichtigsten Integrationsideen und die "Norden-Vereine" in Dänemark, Schweden und Finnland als zentrale Akteure. Neben den politischen Entwürfen untersucht er auch kulturelle Konstruktionen des Nordens und Strategien zur Verbreitung der Integrationsideen.


Nationale Minderheiten im Ostseeraum. Geschichte und Gegenwart, Identität und territoriale Anbindung

Inken Dose

Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag, 2011 (= The Baltic Sea region - Northern dimensions - European perspectives; Band 14).

Seiten: 490

ISBN: 978-3-8305-1879-2

EUR: 59,-

Die Ostsee verbindet verschiedene Staaten in Nordeuropa, einer Region, die von Konflikt und Kooperation geprägt wurde. Kriege, Migration und Volksabstimmungen hatten weitreichende Konsequenzen für die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung in den einzelnen Ostseeländern. In allen Ostseestaaten sind heute nationale Minderheiten ansässig. Ihre Situation unterscheidet sich von derjenigen der Mehrheitsbevölkerung ihres Wohnstaates, aber auch zwischen den nationalen Minderheiten bestehen Unterschiede im Hinblick auf ihre Entstehung, ihre Definition, ihre Identität und ihre Situation in Abhängigkeit von der jeweiligen Minderheitenpolitik.

 


1809 und die Folgen. Finnland zwischen Schweden, Russland und Deutschland

Jan Hecker-Stampehl,
Bernd Henningsen,
Anna-Maija Mertens,
Stephan Michael Schröder (Hg.)

Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag, 2011 (= Schriftenreihe des Finnland-Instituts in Deutschland; Band 12).

Seiten: 311

ISBN: 978-3-8305-1882-2

EUR: 29,-

Das Jahr 1809 markiert für Finnland einen der wichtigsten Wendepunkte seiner neueren Geschichte; es begann die lange Reise zur Unabhängigkeit 1917. Den Hintergrund für die Ereignisse von 1809 bilden die Kriegskonstellationen der Napoleonischen Zeit in Europa, in die auch Finnland verwickelt wurde. Als Ergebnis des ›Finnischen Krieges‹ zwischen Russland und Schweden 1808–1809 musste Schweden seine bisherige östliche Provinz an Russland abtreten: Sie wurde zu einem autonomen Großfürstentum im Russischen Reich. Was in gesamteuropäischer Perspektive nur ein geschichtliches Detail war, sollte sich für Finnland als großer Glücksfall erweisen. Denn Alexander I. gestattete den Finnen eine weitgehende Autonomie und die Beibehaltung ihres Rechtssystems, das die Grundlage für die Verwaltungsstruktur war und ohne das die Konstruktion einer nationalen Identität im Laufe des 19. Jahrhunderts nicht vorstellbar ist.
Die Ereignisse im Norden Europas um 1808/1809 sowie die Folgen dieser ›schwedischen Teilung‹ werden in diesem Band aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Ausgangspunkt ist die politische Situation in und um Finnland, doch geht es auch um eine gesamteuropäische Verortung. Beleuchtet werden der Beginn der politischen und kulturellen Eigenständigkeit des Landes ebenso wie die Frage, was 1809 für das heutige Finnland, für Schweden und für Russland bedeutet – und nicht zuletzt, wie sich die Kulturbeziehungen zwischen Finnland und Deutschland seit 1809 gestaltet haben.


European Journal of Scandinavian Studies (ehemals "Skandinavistik") 2011, Vol. 41, Nr. 1

Klaus Böldl, Lutz Rühling, Henk van der Liet (Hg.)

Berlin: de Gruyter, 2011.

ISSN (Print) 2191-9399
ISSN (Online) 2191-9402

 

Beschreibung:
Zum Inhaltsverzeichnis


The European Journal of Scandinavian Studies is continuing the journal skandinavistik under a new name. The journal's content reflects the international spectrum of Scandinavian studies with the subareas of modern literature and cultural studies (including media studies), medieval studies and linguistics. The journal adresses scholars of literature and linguistics as well as scholars of comparative literature interested in this field.

 

 


Ideale Kommunikation, reale Filmproduktion. Zur Interaktion von Kino und dänischer Literatur 1909–1918

Stephan Michael Schröder

Berlin: Humboldt-Universität zu Berlin, Nordeuropa-Institut, 2011 (= Berliner Beiträge zur Skandinavistik; Band 18).

Seiten: 1072 (in zwei Teilen)

ISBN 978–3–93240633–1

ISSN 0933–4009

EUR: 79,80

Zwischen 1909 und 1918 wurde das Kino auch in Dänemark zu einer allgegenwärtigen kulturellen Praxis; im gleichen Zeitraum gehörte die dänische Filmindustrie zu den bedeutendsten weltweit. Unter Rückgriff auf eine Vielzahl erstmalig erschlossener Archivalien wird in dieser Studie die damalige Interaktion von Kino und dänischer Literatur untersucht: Was hat die dänische Literatur für das Kino, was das Kino für die Literatur bedeutet?

Diskutiert wird im ersten Teilband u.a., wie die literarische Intelligenz versuchte, in Übereinstimmung mit kulturhegemonialen Normen ein ›literarisches Kino‹ zu etablieren, wie sich das Genre Drehbuch herausbildete und wie die literarische Intelligenz konkret als Drehbuchschreiber in der Filmindustrie mitarbeitete. Im zweiten Teilband werden die publizistische Kinodebatte, die Mitwirkung der literarischen Intelligenz bei der Filmzensur sowie die literarischen Diskurse über das Kino analysiert.

Im zweiten Teilband werden die publizistische Kinodebatte, die Mitwirkung der literarischen Intelligenz bei der Filmzensur sowie die literarischen Diskurse über das Kino analysiert.


"Katholisch im Kopf". Die protestantische Romantik in Skandinavien und ihre Prätexte zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit

Alexandra Bänsch

Baden-Baden: Nomos, 2011.

Seiten: 1180

ISBN 978-3-8329-5741-4

EUR: 148,-

An Texten der in der skandinavischen Literaturgeschichte kanonisierten Autoren Adam Oehlenschläger (1779–1850), Henrik Wergeland (1808–1845) und C.J.L. Almqvist (1793–1866) wird ein neues heuristisches Modell für die skandinavische Romantik präsentiert, das weder die Rezeption der deutschen Romantik in den Vordergrund rückt noch eine poststrukturalistische Lektürestrategie verfolgt. Im vorgeschlagenen Modell wird die Spannung zwischen sozial gelebter Religion und sola-scriptura-Luthertum als ästhetisch produktiv unter dem Aspekt untersucht, wie der antike Konflikt zwischen Orthopraxis und Logos und dessen skandinavische Tradierung (insbesondere bei Holberg) in der untersuchten Literatur transformiert wird.


1864 – og historiens lange skygger; 1864 - und der lange Schatten der Geschichte

Carsten Jahnke & Jes Fabricius Møller (Hg.)

Husum: ihleo verlag, 2011.

Seiten: 360

ISBN 978-3-940926-18-0

EUR: 24,95

Beschreibung:
Zum Inhaltsverzeichnis
Der Krieg zwischen Dänemark und den preußisch-österreichi-schen Verbündeten im Jahre 1864 war ein militärhistorischer, vor allem aber ein politischer Markstein europäischer Geschich-te. Allerdings haben die Ereignisse für Deutsche und Dänen einen völlig unterschiedlichen Stellenwert erhalten: In Deutsch-land als Etappe zur Gründung des Deutschen Reiches interpre-tiert, ist dieses Datum heute beinahe nur noch Fachleuten geläufig; in Dänemark als endgültiges Ende der eigenen Großmachttradition empfunden, hat sich dort eine reiche und bis heute lebendige Erinnerungskultur entwickelt.
Diese ungleiche Bedeutung ist das Ergebnis einer inzwischen fast 150-jährigen Geschichte gegenseitiger Einschätzung und Bewertung dies- und jenseits der Grenze, lange schwankend zwischen Revanchismus, Bedrohungsängsten, Koexistenz und Zusammenarbeit. Erst in jüngster Zeit, mit der Erfahrung jahrzehntelanger gutnachbarlicher Beziehungen und im Rahmen der europäischen Integration, wurde die Langzeitwirkung des Krieges von 1864 auch zum Gegenstand der historischen Forschung. Deren Ergebnisse präsentiert dieser Band.


NORDEUROPAforum Nr. 1, 2011

ISSN: 1863-639X

 

Die Redaktion des NORDEUROPAforum freut sich Ihnen heute mitteilen zu können, dass unser aktuelles Heft soeben erschienen ist. Wie immer sind auch die Aufsätze und Rezensionen aus Heft (2011:1) kostenlos im Internet einseh- und herunterladbar. Besuchen Sie uns auf www.nordeuropaforum.de. Dort finden Sie inzwischen auch digitalisierte Versionen der ursprünglich in gedruckter Form erschienenen NORDEUROPAforum-Jahrgänge aus den Jahren 1998 bis 2005.

 

Das aktuelle Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.

 

 

 

 


Altisländisches Lesebuch. Ausgewählte Texte und Minimalwörterbuch des Altisländischen

Robert Nedoma

Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2011 (= Indogermanische Bibliothek, Erste Reihe: Lehr- und Handbücher).

Seiten: 291

ISBN: 978-3-8253-5951-5

Preis: EUR 19,00

Beschreibung: Das Altisländische Lesebuch ist für den akademischen Unterricht bzw. für das Selbststudium konzipiert. Der Band enthält mehr als 20 ausgewählte Passagen von Texten, die verschiedenen Gattungen der altisländischen Prosa und Poesie angehören und einen Einblick in die Vielfalt der Dichtung des alten Island geben. Die einzelnen Textpassagen sind mit einer kurzen Einführung, mit Sacherläuterungen und teilweise auch mit Übersetzungen versehen. Der lexikographische Teil dient als Glossar zu den Lesebuchtexten, deckt aber als Minimalwörterbuch des Altisländischen auch den Basiswortschatz der gesamten (Prosa-)Sprache ab und ermöglicht damit die Lektüre weiterer Originaltexte.


Language and Literacy in Early Scandinavia and Beyond

Michael Schulte und Robert Nedoma (Hg.)

Odense: University Press of Southern Danmark, Volda University College: 2011 (= NOWELE 62/63).

Seiten: 442

ISBN: 978-87-7674-591-2

Preis: DKK 475,00

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.

1908 - et snapshot af de kulturelle relationer mellem Tyskland og Danmark

Stephan Michael Schröder & Martin Zerlang (Hg.)

Hellerup: Spring, 2011.

Seiten: 224

 

 

 

 

 

 

 

 

 


DESHIMA n°5 "Regards sur l’histoire africaine des pays nords-européens"

ISSN : 1957-5173

ISBN : 978-2-35410-034-6

Das Afrika-Heft unserer Zeitschrift Deshima ist erschienen und kann zum Preis von 15 EUR unter periodiques@unistra.fr (od. Tél. : +33 (0)3 68 85 62 65 Fax : +33 (0)3 68 85 62 85) bestellt werden.

Inhalt:

Afrique
Thomas Mohnike : Itinéraires imbriqués : Éléments d’une histoire africaine des pays nord-européens
Frederike Felcht : On the topography of H. C. Andersen’s travelogue I Spanien
Joachim Schiedermair : Turmoil in the Dark Continent
Christine Smith-Simonsen : Mythbusting
Thomas Beaufils : Le « negerhollands » de Saint-Thomas et de Saint-Jean de J.P.B. de Josselin de Jong
Claudia Huisman : Soldats africains dans les Indes orientales néerlandaises
Wouter van der Veen : Vermeer en Afrique
Catherine Repussard : JunkerInnen en Afrique
Frederike Felcht : Les politiques de la faim dans Sult (La faim) et Life & Times of Michael K
Dorian Cumps : Explorations dans l’imaginaire
Tomas Lieske : Petit cheval

Savants mélanges
Annie Bourguignon : Peut-on lire Nordahl Grieg au XXIe siècle ?
Karin Ridell : Identités et appartenances linguistiques, nationales et régionales
Martin Kylhammar : Rompez ! Rompez ! L’art moderne de faire table rase du passé
Alexis Metzger, Martine Tabeaud : Neiges et glaces dans les peintures hollandaises du siècle d’or
Odile Parsis-Barubé : Les commencements de l’étrangeté

Arts et lettres des pays du nord
Annick Drösdal-Levillain : Gaute Heivoll
Gaute Heivoll : Adelheid
Anne-Marie Soulier : Torild Wardenær
Torild Wardenær : Poèmes
Peter Holvoet-Hanssen : Poèmes
Jaap Robben : Six poèmes


Die Anfänge des grönländischen Romans. Nation, Identität und subalterne Artikulation in einer arktischen Kolonie

Ebbe Volquardsen

Marburg: Tectum Verlag, 2011.

Seiten: 187

ISBN 978-3-8288-2812-4

EUR: 24,90

Beschreibung:
Grönland Anfang des 20. Jahrhunderts: Ein koloniales und von Machtasymmetrien geprägtes Land. Zeitgleich mit den ersten Ausbildungsreisen junger Grönländer nach Dänemark kann sich in der bis nach dem Zweiten Weltkrieg abgeriegelten dänischen Kolonie eine eigene Romanliteratur herausbilden.

Ebbe Volquardsen begibt sich auf die Spur der Vertreter einer frühen grönländischen Bildungselite, der die Autoren angehören. Er fragt: Wie kann literarisches Schreiben und Publizieren in dieser Konstellation gelingen? Welche Machtmechanismen müssen Grönländer umgehen, um sich als Akteure im literarischen Diskurs zu etablieren? Der Autor analysiert die ersten vier zwischen 1914 und 1938 erschienenen Romane grönländischer Autoren und stellt sie in einen kulturhistorischen Kontext. Welche Bedeutung kommt diesen Romanen im Diskurs um Nationsbildung und Identitätsfindung zu?


Literaturland Färöer. Einblicke und Entdeckungen

Norbert B. Vogt und Detlef Wildraut (Hg.)

Norderstedt: Books on Demand GmbH, 2011 (Edition redACtionsbureau).

Seiten: 464

ISBN 978-3-8423-4441-9

EUR: 58,-

URL: http://www.faeroeer.eu/de/literaturland-faeroeer-das-buch/

Beschreibung:
Die Färöer gehören zu den kleinsten Nationen der Welt. Nur wenige kennen den Archipel im Nordatlantik und dessen reiche, vielschichtige Kultur und eigene Sprache. Noch weniger bekannt ist die färöische Literatur. Sie entwickelte sich aus den ersten Anfängen in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer differenzierten Nationalliteratur. Angesichts der geringen Größe des Landes weist sie eine erstaunliche und faszinierende Vielfalt auf.

Norbert B. Vogt und Detlef Wildraut nehmen ihre Leser mit auf eine Entdeckungsreise in die reizvolle Welt der färöischen Belletristik und Sachliteratur. Ihre Arbeit umfasst einen Abriss der färöischen Literaturgeschichte und zeichnet ein Portrait dieser kleinen Literaturnation. Gleichzeitig sind hier erstmals zahlreiche Aufsätze und Rezensionen zum Schaffen bedeutender färöischer Autoren des 20. und 21. Jahrhunderts in einem Band versammelt. Ihr verdienstvolles Buch schließt mit einer umfassenden Bibliographie der bisher ins Deutsche übersetzten Werke.

Literaturland Färöer - Einblicke und Entdeckungen stellt die Literatur eines kleinen Landes vor, die außerhalb Skandinaviens bisher fast unbekannt geblieben ist. Doch angesichts ihres Reichtums und ihrer Qualität verdient sie nicht nur im deutschen Sprachraum Beachtung und Würdigung.


European Journal of Scandinavian Studies (ehemals "Skandinavistik") 2011, Nr. 2

Klaus Böldl, Lutz Rühling, Henk van der Liet (Hg.)

Berlin: de Gruyter, 2011.

ISSN (Print) 2191-9399
ISSN (Online) 2191-9402

Beschreibung:
Zum Inhaltsverzeichnis
The European Journal of Scandinavian Studies is continuing the journal skandinavistik under a new name. The journal's content reflects the international spectrum of Scandinavian studies with the subareas of modern literature and cultural studies (including media studies), medieval studies and linguistics. The journal adresses scholars of literature and linguistics as well as scholars of comparative literature interested in this field.

 

 


Wo Atlantis am Horizont leuchtet oder eine Reise zum Mittelpunkt des Menschen. Utopisches Denken in den Schriften Hagar Olssons

Judith Meurer-Bongardt

Ņbo: Åbo Akademi University Press, 2011.

Seitenzahl: 516

ISBN: 978-951-765-610-8

EUR: 35,-

Bestellbar unter: tibo@tibo.net

Beschreibung:
Hagar Olsson gehörte zu den Vorreitern des schwedischsprachigen Modernismus. Diese Studie zeigt, wie Olsson die Utopie verlegt - von einer fernen Insel in das Innere des Menschen. Jeder einzelne kann sich auf die Reise begeben. Kunst und Literatur dienen als Kompass. Die Botschaft: Erst wenn Utopie zur Geisteshaltung wird, ist eine neue Welt in Reichweite.

Olsson fordert für die Literatur einen Realismus für Utopisten. Judith Meurer-Bongardt präsentiert diesen "Neurealismus" als ein ästhetisches Konzept, das maßgeblich ist für Olssons Werk von ca. 1920-1950. Ernst Blochs Philosophie des Utopischen erweist sich dabei als ein hervorragendes Analyseinstrument. Für Olssons Produktion ergeben sich vier thematische Schwerpunkte, denen die Gliederung dieser Studie folgt: Utopie und Ästhetik, Utopie und Politik, Utopie und Jugend sowie Utopie und Gender.


Eddische Götter und Helden. Milieus und Medien ihrer Rezeption

Katja Schulz (Hg.)

Heidelberg: Universitätsverlag, 2011.

ISBN 978-3-8253-5935-5

EUR: 42,-

Inhaltsverzeichnis und Einleitung als PDF.

 

 

 

 

 

 

 


NORDEUROPAforum Nr. 2, 2011

Berlin: Selbstverlag, 2011:2 (=21).

Seiten: 136

ISBN: 1863-639X

Die aktuelle Ausgabe des NORDEUROPAforum ist online. Enthalten sind Aufsätze von Andreas Åkerlund, David Nicolas Hopmann und Vesa Vares. Außerdem informieren die vielfältigen Rezensionen über die Inhalte der Neuerscheinungen auf dem wissenschaftlichen Publikationsmarkt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 


Kommerzielle Revolution in Norwegen und Island? Intraregionaler Handel im Spiegel altwestnordischer Quellen

Nicolas Wieske

München: Herbert Utz Verlag, 2011 (= Münchner Nordistische Studien, Bd. 6).

Seiten: 156

ISBN: 978-3-8316-4084-3

EUR: 26,-

 

Die kommerzielle Revolution des Mittelalters wird wirtschaftsgeschichtlich als gesamteuropäisches Phänomen aufgefasst. Für Nordeuropa beruht diese Einschätzung auf Forschungsergebnissen zum Handel deutscher Kaufleute der Hanse. Aber sind die vielfältigen Innovationen, die zusammen den Revolutionsbegriff rechtfertigen, auch in der europäischen »Peripherie« Norwegens und Islands nachweisbar? In welchem Ausmaß partizipierten und profitierten isländische und norwegische Kaufleute von den Entwicklungen? Unter Verwendung wirtschaftswissenschaftlicher und philologischer Methoden untersucht der Autor altwestnordische Quellen auf Kernentwicklungen der kommerziellen Revolution. Er liefert damit eine Grundlagenforschung, die erstmals den intraregionalen Handel Islands und Norwegens in Bezug auf die kommerzielle Revolution kontextualisiert.


2010

nach oben

 

Auf den Spuren einer ›Poetik des Weißen‹. Funktionalisierung von Weiß in der skandinavischen Literatur der Moderne

Katarina Yngborn

Freiburg: Rombach Verlag, 2010 (Rombach nordica, Bd. 17).

Seiten: 334

ISBN: 978-3-7930-9627-6

EUR: 46,-

 

Wie wirkt und was bewirkt Farbe in der Literatur? Dieses Thema behandelt die vorliegende Studie mit Bezug auf die in mancher Hinsicht außergewöhnliche Farbe Weiß. Dass gerade die Farbe Weiß für literarische Texte von Interesse ist, rührt einerseits von ihrer Sonderstellung im Farbspektrum her, andererseits von ihrer Scharnierfunktion zwischen Kunst und Literatur – eine Verbindung von Kunst und Literatur kann ja mitunter schon durch den geschickten Einsatz der weißen Buchseite hergestellt werden. Mit Hilfe einer an die Kunstwissenschaft angelehnten und intermedialen Verfahrensweise wird an sechs exemplarischen skandinavischen Texten der Moderne – von Almqvist, Andersen, Ibsen, Bang, Blixen und Nielsen – eine Poetik des Weißen formuliert und deren Variationsmöglichkeit in der Moderne untersucht. Dabei erscheint das Weiße nicht nur als wichtiges Motiv, sondern als gerade für die Moderne symptomatische Herausforderung künstlerischer Arbeit, die sich in der Organisation des Kunstwerkes und in der Rezeptionssteuerung niederschlägt.


Merlin und die völva. Weissagungen im Altnordischen

Simone Horst

München: Herbert Utz Verlag, 2010 (Münchner Nordistische Studien, Bd. 5).

Seiten: 410

ISBN: 978-3-8316-0978-9

EUR: 59,-

 

Weissagungen sind ein in der altnordischen Literatur verhältnismäßig häufig zu beobachtendes Phänomen, und mit der »Völuspá« ist sogar einer der bekanntesten altnordischen Texte überhaupt als Prophezeiung einzuordnen. Vorhersagen sind ein wichtiges Element der Erzählstruktur vieler Sagas, und trotzdem ist unser Wissen über Prophezeiende und die von ihnen angewandten Techniken eher spärlich.
Das vorliegende Buch trägt die verstreuten Informationen zusammen, die sich vor allem in der Sagaliteratur und der eddischen Dichtung über verschiedene Formen der Prophezeiung finden. Zukunftskundige Figuren und verschiedene Techniken der Weissagung werden ebenso behandelt wie Weissagungen in der Mythologie. Vor dem Hintergrund dieses größeren Zusammenhangs werden dann fünf prophetische Gedichte auf ihre narrative Struktur und besonders das Verhältnis von Erzählern und Adressaten hin untersucht.


Landnahme-Mythos, kulturelles Gedächtnis und nationale Identität. Isländische Reisevereine im frühen 20. Jahrhundert

Marion Lerner

Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag, 2010 (= Nordeuropäische Studien; Band 22).

Seiten: 390

ISBN: 978-3-8305-1722-1

EUR: 49,-

Als sich Island zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Dänemark löste und sich gleichzeitig tiefgreifende Modernisierungsprozesse vollzogen, intensivierte sich der Diskurs über eine isländische nationale Identität. Auch die Gründung von Reisevereinen wurde in diesem nationalen Kontext gedeutet. So nahmen die Akteure den Gründungsmythos der isländischen Nation für sich in Anspruch und imaginierten sich als „neue Landnehmer“. Anhand der Analyse von Materialien aus dem Umfeld der Reisevereine geht die Autorin in dieser interdisziplinären Arbeit Fragen zur Ausbildung des kulturellen Gedächtnisses nach und verbindet diese mit der Reisekulturforschung. Sie beschreibt das je unterschiedliche Verhältnis zur Natur, das sich in den Zeugnissen niedergeschlagen hat, und zeichnet so auch ein Bild der zeitgenössischen isländischen Gesellschaft.


NORDEUROPAforum 20 (2010:1-2)

ISSN: 1863-639X

Die Redaktion des NORDEUROPAforum freut sich Ihnen heute mitteilen zu können, dass unser aktuelles Heft - eine umfangreiche Doppelnummer - soeben erschienen ist. Wie immer sind auch die Aufsätze und Rezensionen aus Heft (2010:1-2) kostenlos im Internet einseh- und herunterladbar. Besuchen Sie uns auf www.nordeuropaforum.de. Dort finden Sie inzwischen auch digitalisierte Versionen der ursprünglich in gedruckter Form erschienenen NORDEUROPAforum-Jahrgänge aus den Jahren 1998 bis 2005. Im Anhang erhalten das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe.


Skandinavistik - European Journal of Scandinavian Studies 2008/2009/2010 - Vol. 38/39/40

Klaus Böldl, Lutz Rühling, Henk van der Liet (Hg.)

Berlin: de Gruyter, 2010.

ISSN: 0342-8427

Beschreibung:
The European Journal of Scandinavian Studies is continuing the journal skandinavistik under a new name. The journal's content reflects the international spectrum of Scandinavian studies with the subareas of modern literature and cultural studies (including media studies), medieval studies and linguistics. The journal adresses scholars of literature and linguistics as well as scholars of comparative literature interested in this field.


Kleine Grammatik des Altisländischen (3. Aufl.)

Robert Nedoma

Heidelberg: Winter, 2010.

Seiten: 216

ISBN: 978-3-8253-5786-3

EUR: 19,-

URL: https://www.inniatiff.de/inni/winter/deutsch/suchen/detail.php?sID=5390&struktur=1&stufe=0

Beschreibung:
Die Kleine Grammatik des Altisländischen ist als Lehr- und Lernbehelf für den akademischen Unterricht konzipiert. Das Werk vermittelt Grundlagenwissen über Vorstufen, Überlieferung und Phonemsystem des Altisländischen. Das Hauptaugenmerk gilt der Flexionsmorphologie; in einem besonderen Kapitel werden Lautwandelprozesse behandelt, die für das Verständnis der komplexen Formen des Altisländischen relevant sind. Ferner werden die Besonderheiten der Syntax analysiert. In Anhängen wird auf die Besonderheiten des Altnorwegischen, Altschwedischen und Altdänischen eingegangen. Eine umfangreiche Bibliographie, ein Wortregister und ein Kleines Lexikon sprachwissenschaftlicher Termini beschließen die Darstellung.


Politisches Engagement in Nordeuropa. Parteien und soziale Bewegungen in Skandinavien und Deutschland. Eine Anthologie politologischer Landeskunde von den 1970er Jahren bis zur Gegenwart.

Frauke Rubart

Norderstedt: BOD - Books on Demand, 2010.

Seiten: 700

ISBN: 978-3-8391-5688-9

EUR: 39,80


Vom alten Norden zum neuen Europa: Politische Kultur im Ostseeraum. Festschrift für Bernd Henningsen

Norbert Götz, Jan Hecker-Stampehl, Stephan Michael Schröder (Hg)

Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag, 2010.

Seiten: 458

ISBN: 978-3-8305-1781-8

EUR: 89,-


'Landnahmen': Texte skandinavischer Kolonialreisender vom 17. bis ins 20. Jahrhundert

Eiken Friedrichsen

Frankfurt a. M.: Lang, 2010.

Seiten: 353

ISBN: 978-3-631-60482-3

EUR: 56,80


Balanceakte am Fjord. Ästhetische Tradition, Variation und Innovation in Jon Fosses Dramen

Ines Galling

Frankfurt a. M.: Lang, 2010.

Seiten: 258

ISBN: 978-3-631-59452-0

EUR: 46,80


Gesundheit/Krankheit. Kulturelle Differenzierungsprozesse um Körper, Geschlecht und Macht in Skandinavien

Lill-Ann Körber, Stefanie von Schnurbein (Hg)

Berlin: Humboldt-Universität, Nordeuropa-Institut, 2010 (= Berliner Beiträge zur Skandinavistik; 16).

Seiten: 262

ISBN: 978–3–932406–31–7

EUR: 44,80


Landnahme. Anfangserzählungen in der skandinavischen Literatur um 1900

Hanna Eglinger, Annegret Heitmann

München: Fink, 2010 (= Internationale Hochschulschriften, Bd. 511).

Seiten: 193

ISBN: 978-3-7705-4974-0

EUR: 24,90


 

2009

nach oben

 

Dänemark

Bernd Henningsen

München: C.H. Beck, 2009 (= Die Deutschen und ihre Nachbarn, hg. von Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker).

Seiten: 230

ISBN: 978-3406578472

EUR: 18,00


Transnationale Erinnerungsorte: Nord- und südeuropäische Perspektiven

Bernd Henningsen, Hendriette Kliemann-Geisinger, Stefan Troebst

Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag, 2009 (= Die Ostseeregion. Nördliche Dimensionen - Europäische Perspektiven; 10).

Seiten: 195

ISBN: 978-3830515708

EUR: 29,00


Jakten på Germania. Fra nordensvermeri til SS-arkeologi.

Jorunn Sem Fure, Terje Emberland (Hg.)

Oslo: Humanistforlag, 2009.

Seiten: 266

ISBN: 978-8292622544


Facetten des Nordens. Räume - Konstruktionen - Identitäten

Jan Hecker-Stampehl, Hendriette Kliemann-Geisinger (Hg.)

Berlin: Humboldt-Universität, Nordeuropa-Institut, 2009 (= Berliner Beiträge zur Skandinavistik; 17).

Seiten: 222

ISBN: 978-3932406324

EUR: 44,80


Between Nordic Ideology, Economic Interests and Political Reality: New Perspectives on Nordek.

Jan Hecker-Stampehl (Hg.)

Helsinki: Finnish Society of Sciences and Letters, 2009 (= Commentationes Scientiarum Socialium; 73).

Seiten: 244

ISBN: 978-951-653-372-1


Стихи и поэмы о саамском крае | Verses & poems on the Saami land. English translation by Naomi Caffee. With an essay by Johanna Domokos

Аскольд Бажанов | Askold Bazhanov

Berlin: Humboldt-Universität, Nordeuropa-Institut, 2009 (= Kleine saamische Schriften; 2).

Seiten: 206

ISBN: 978-3-932406-92-3

EUR: 24,80


Kleine Geschichte Norwegens

Ralph Tuchtenhagen

München: C.H. Beck, 2009.

Seiten: 216

ISBN: 978-3406584534

EUR: 12,95


Zentralstaat und Provinz im frühneuzeitlichen Nordosteuropa

Ralph Tuchtenhagen

Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 2009 (= Veröffentlichungen des Nordost-Instituts 7).

Seiten: 583

ISBN: 978-3-447-05522-2

EUR: 58,00


Der tierische Blick. Mensch-Tier-Relationen in der Sagaliteratur

Lena Rohrbach

Tübingen: Francke Verlag, 2009 (= Beiträge zur nordischen Philologie; 43).

Seiten: 382

ISBN: 978-3-7720-8307-5

EUR: 49,00


Nortopia. Nordic Modern Architecture and Postwar Germany.

Caroline Spliid Høgsbro, Antje Wischmann (Hg.)

Berlin: Jovis, 2009.

Seiten: 176

ISBN: 978-3-86859-027-2

EUR: 29.80


Das große nordische Orakel: Henrik Ibsen als Leitbild der Moderne

Heinrich Anz (Hg.)

Berlin: Lit-Verlag, 2009 (= Skandinavistik. Sprache - Literatur - Kultur; 4).

Seiten: 321

ISBN: 978-3825810382

EUR: 29,90


Nordische Philologie an der Berliner Universität zwischen 1810 und 1945. Wissenschaft – Disziplin – Fach.

Jutta Hoffmann

Frankfurt am Main et al.: Peter Lang, 2009 (= Berliner Beiträge zur Wissens- und Wissenschaftsgeschichte; 12).

Seiten: 328

ISBN: 978-3-631-59253-3

EUR: 54,80


„Sang an Aegir“: nordische Mythen um 1900

Katja Schulz, Florian Heesch (Hg)

Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2009 (= Edda-Rezeption 1).

Seiten: 407

ISBN: 978-3-8253-5596-8

EUR: 42,00

URL: http://www.eddarezeption.de/publikationen/index.html (Inhaltsverzeichnis und Bestellinformationen)

Götterdämmerung und Walküren, Balder und Ægir – die nordischen Mythen aus Liederedda und Snorra Edda erlebten zum Ende des 19. Jahrhunderts hin international eine Popularität, die sich zu einer regelrechten Mode auswuchs. Über Literatur, bildende Kunst und Oper hinaus erfasste sie weite Bereiche des Kultur- und Alltagslebens. Der Sammelband untersucht Aspekte und Bedingungen dieser Mode an Beispielen aus England, Skandinavien und dem Deutschen Reich. Er thematisiert den großen Einfluss Richard Wagners mit seiner Opern-Tetralogie Der Ring des Nibelungen (1876) und interessiert sich insbesondere für die Fähigkeit der nordischen Mythen, sich den Bedingungen aller Medien anzupassen, deren Grenzen zu überschreiten und verschiedene Medien zu kombinieren: in illustrierten Büchern, Opern und Oratorien, im Bühnenbild, in Werbung und Propaganda. Zahlreiche Abbildungen machen dies anschaulich.


Die norwegische Friedensdiplomatie in internationalen Konflikten

Marcel Schmutzler

Münster: Waxmann Verlag, 2009 (= Internationale Hochschulschriften, Bd. 511).

Seiten: 240

ISBN: 978-3-8309-2036-6

EUR: 29,90


Grundwortschatz Norwegisch - ein nach Themenbereichen aufgebautes Lernwörterbuch

Tilmann Mohr

Norderstedt: Books on Demand, 2009.

Seiten: 144

ISBN: 978-3-8370-1122-7

EUR: 9,90


Der Horizont eines Schreibers. Jón Eggertsson (1643-1689) und seine Handschriften

Regina Jucknies

Frankfurt a.M.: Peter Lang Verlag, 2009 (= Texte und Untersuchungen zur Germanistik und Skandinavistik; 59).

Seiten: 376

ISBN: 978-3-631-59305-9

EUR: 59,80


Das Sinnvolle im Unsinn: Eine intertextuelle Analyse ludistisch-parodistischer Textkonstitutionen in Calvinols resa genom världen und Holgerssons von PC Jersild

Susanna Albrecht

Frankfurt a.M.: Peter Lang Verlag, 2009 (= Band 18, Beiträge zur Skandinavistik).

Seiten: 221

ISBN: 978-3-631-58315-9

EUR: 39,00


Audio-Dossier aus der Reihe Reise-Hörbuch
"Schweden. Reise in das Licht des Nordens."

Schweden steigt seit Anfang der neunziger Jahre stetig in der Beliebtheitsskala der Deutschen Urlauber. Gespeist wird die Attraktivität nicht zuletzt durch eine aus der frühen Kindheit resultierende Faszination für die Figuren Astrid Lindgrens und die ungebrochene Beliebtheit der hochrangigen schwedischen Kriminalliteratur.
Zwischen der Insel Marstrand im äußersten Südwesten und Lappland im Norden bewegen sich die F.A.Z.-Autoren auf der Suche nach dem Licht des Nordens. Ob im Sommer die Sonne fast 20 Stunden die monumentale Landschaft mit ihrem Licht durchflutet, oder im tiefen Winter am Sankt Lucia-Fest die Lichterköniginnen das Ende der dunklen Jahreszeit beschwören: Das Licht ist ein großes Thema in Schweden. Weitere Stationen des neuen F.A.Z.-Reisehörbuchs sind Stockholm, die Ostsee-Schären, Småland und der Götakanal zwischen den gewaltigen Seen Vänern und Vättern.
Das Audio-Dossier mit einer Gesamtspieldauer von rund zwei Stunden setzt die erfolgreiche Reihe der F.A.Z.-Hörbücher fort. Es kann zum Preis von EUR 19,90 im Internet unter www.faz-archiv.de/hoerbuch, beim F.A.Z.-Archiv telefonisch unter 069/7591 1010 oder im Buchhandel (ISBN 978-3-89843-986-2) bestellt werden.
(Text lt. Pressemitteilung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 02. Februar 2009)


Astrid Lindgren – Werk und Wirkung. Internationale und interkulturelle Aspekte

Svenja Blume / Bettina Kümmerling-Meibauer / Angelika Nix (Hg.)

Frankfurt am Main: Peter Lang, 2009 (= Bd. 60, Kinder- und Jugendkultur, -literatur und -medien. Verantwortlicher Herausgeber: Hans-Heino Ewers).

Seiten: 324

ISBN: 978-3-631-57028-9

EUR: 56,80

 

2008

nach oben

 

Herman-Bang-Studien. Neue Texte - neue Kontexte

Annegret Heitmann/Stephan Michael Schröder (Hg)

München: Utz-Verlag, 2008 (= Münchner Nordistische Studien; 1).

Seiten: 338

ISBN: 3-8316-0845-8

EUR: 39,-

Mehr Informationen zu dieser Publikation (z.B. Inhaltsverzeichnis, Einleitung und Leseprobe) gibt es hier.


Das Begehren nach der Wunde. Religion und Erotik im Schreiben Kierkegaards.

Sophie Wennerscheid

Berlin: Matthes & Seitz, 2008.

Seiten: 352

ISBN: 978-3-88221-717-9

EUR: 34,90

Mehr Informationen zu dieser Publikation gibt es hier.


Nietzsche's Ocean. Strindberg's Open Sea.

Michael Stern

Berlin: Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität (= Berliner Beiträge zur Skandinavistik; 13):

ISBN: 978-3-932406-28-7

ISSN: 0933-4009

EUR: 49,80

Mehr Informationen zu dieser Publikation gibt es hier.


Der samische Einfluss auf die skandinavischen Sprachen.

Jurij Kusmenko

Berlin: Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität (= Berliner Beiträge zur Skandinavistik; 10).

Seiten: 386

ISBN: 978-3-932406-25-6

ISSN: 0933-4009

EUR: 59,80

Mehr Informationen zu dieser Publikation gibt es hier.


Engagierte Geschichte/n. Dokumentarisches Erzählen im schwedischen und norwegischen Roman 1965-2000.

Frank Zimmer

Frankfurt a.M.: 2008 (= Imaginatio borealis. Bilder des Nordens. Bd. 17).

Seiten: 369

ISBN: 978-3-631-57329-7

EUR: 56,50

Mehr Informationen zu dieser Publikation gibt es hier.

 

2007

nach oben

 

Schwedens erste EU-Ratspräsidentschaft:
Kam Europa nach Schweden?

Kathrin Steinbrenner

Berlin: 2007

Seiten: 221

ISBN: 978-3-89998-119-3

EUR: 26,00


Die skandinavischen Sprachen im Überblick

Braunmüller, Kurt

3., aktualisierte und erweiterte Auflage 2007

ISBN: 978-3-8252-1635-1

EUR: 19,90


Astrid Lindgren Datenbank

von Prof. Birgit Dankert, die die gesamte deutschsprachige Sekundärliteratur zum Werk von Astrid Lindgren seit 1949 verzeichnet und nach Autoren, Titeln, Zeitschriften, Sammelwerken und ganz besonders nach Schlagworten aufschlüsselt. Die Datenbank ist kostenfrei abrufbar unter:
http://www.bui.haw-hamburg.de/lindgren


Erdölpolitik in Norwegen - Vorbild für den Umgang mit Ölreichtum?

Allendorf, Henrike

2007

Seiten: 122

ISBN-10: 3-938342-07-2

ISBN-13: 978-3-938342-07-7

EUR: 13,90

 

2006

nach oben

 

Skandinavische Literaturgeschichte

Glauser, Jürg (Hg)

Stuttgart: Metzler, 2006.


"Im Leben verschollen" - Zur Rekontextualisierung skandinavischer Gefängnis- und Holocaustliteratur.

Thomas Seiler

Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2006. (= Skandinavistische Arbeiten, 21)

Seiten: 382


Tango del Norte. Festschrift für Walter Baumgartner.

Cornelia Krüger & Frithjof Strauß (Hg.)

Greifswald: 2006.

Seiten: 240


Wanderungen mit der Wünschelrute. Landesbeschreibende Literatur und die vorgestellte Geographie Deutschlands und Dänemarks im 19. Jahrhundert.

Wolfgang Behschnitt

Würzburg: Ergon, 2006.

Kleine Grammatik des Altisländischen

Robert Nedoma

Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2., erweiterte und aktualisierte Auflage, 2006. (= Indogermanische Bibliothek, Erste Reihe: Lehr- und Handbücher)

Seiten: 166

ISBN: 3-8253-5175-0

EUR: 18,-

Das Werk vermittelt Grundlagenwissen über Vorstufen, Überlieferung und Phonemsystem des Altisländischen. Das Hauptaugenmerk gilt der Flexionsmorphologie; in einem besonderen Kapitel werden Lautwandelprozesse behandelt, die für das Verständnis der komplexen Formen des Altisländischen relevant sind. Schließlich werden die Besonderheiten der Syntax analysiert. In zwei Addenda wird auf die Besonderheiten des Altnorwegischen bzw. des Altschwedischen eingegangen;
eine umfangreiche Bibliographie und ein Wortregister runden die Darstellung ab.

Ein Lesebuch (mit ausgewählten Texten und Glossar) ist in Vorbereitung.


Kommentar zu den Liedern der Edda. Bd. 5: Heldenlieder (Frá dauða Sinfiötla, Grípisspá, Reginsmál, Fáfnismál, Sigrdrífumál)

Klaus von See, Beatrice La Farge, Wolfgang Gerhold, Eve Picard und Katja Schulz

Heidelberg: 2006.

Seiten: 620

ISBN: 3-8253-5180-7

EUR: 88,-

Der vorliegende Band 5 umfaßt die Kommentare zu den vier eng miteinander zusammenhängenden Jung-Sigurd-Liedern Grípisspá, Reginsmál, Fáfnismál und Sigrdrífumál sowie zu dem Prosastück Frá dauða Sinfiötla und setzt den mehrbändigen Kommentar zu den Liedern der Edda fort (1997 und 2000: Götterlieder, 2004: Helgi-Lieder).

Er enthält Exkurse zum Gnitaheiðr (Schauplatz von Sigurds Drachentötung, Grípisspá 11), zu schatzhütenden Drachen (Grípisspá 12), zum Ausdruck hamalt fylkia (Bezeichnung einer bestimmten Schlachtordnung, Reginsmál 23), zum Ritzen des ‘Blutadlers’ (Reginsmál 26), zum Götterfeind Surtr (Fáfnismál 14) und zum ‘Schreckenshelm’ (Fáfnismál 16). Wie die Exkurse in den drei vorangegangenen Bänden werden auch diese Exkurse durch das Motivregister erschlossen, das wie auch Register zu grammatikalischen und lautgeschichtlichen Erscheinungen, die in den bisher erschienenen Bänden behandelt werden in einer vorläufigen und laufend aktualisierten Form auf der Homepage des Edda-Projekts einsehbar ist.


Das Ich im Dialog mit dem Wir. Die Literarisierung kultureller Migration als kritische Auseinandersetzung mit der eigenen kollektiven Identität in Werken zeitgenössischer schwedischer Autorinnen und Autoren.

Elisabeth Herrmann

Würzburg: Ergon, 2006. (= Identitäten und Alteritäten, Band 21)


 

2005

nach oben

 

Pippi Långstrump als Paradigma. Die deutsche Rezeption Astrid Lindgrens und ihr internationaler Kontext.

Astrid Surmatz

Tübingen: A. Francke Verlag, 2005. (= Beiträge zur Nordischen Philologie Band 34)


Herzort Island. Aufsätze zur isländischen Literatur- und Kulturgeschichte.
Zum 65. Geburtstag von Gert Kreutzer.

Thomas Seiler (Hg)

Lüdenscheid: Seltmann & Söhne Verlag, 2005.

Seiten: 422


Die Bochumer Skandinavistik 1966 bis 2005. Dokumentation der Geschichte des Faches an der Ruhr-Universität.

In der Reihe "Universitätsreden" der Ruhr-Universität Bochum ist ein neuer Band erschienen. Er trägt den Titel: Die Bochumer Skandinavistik 1966 bis 2005. Dokumentation der Geschichte des Faches an der Ruhr-Universität.

Herausgeber ist die Sektion für Skandinavistik in Verbindung mit der Pressestelle der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum. Leiter: Dr. Josef König.


Koordinaten des Nordens. Wissenschaftliche Konstruktionen einer europäischen Region 1770-1850.

Hendriette Kliemann

Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag, 2005. (= Nordeuropäische Studien, Band 19)

Seiten: 286

ISBN: 3-8305-0986-3

EUR: 44,00


Die Entwicklung der schwedischen Literatursprache im 19. Jahrhundert:
Syntaktische und morphologische Untersuchungen zur neueren Sprachgeschichte des Schwedischen nebst einem kurzen Vergleich mit dem Dänischen

Roger Reidigner

Wien: 2005. (= Wiener Studien zur Skandinavistik (WSS), Band 12)

Seiten: 346

ISBN: 3-7069-312-1

EUR: 32,00

Die skandinavischen Sprachen haben eine lange und bewegte Geschichte hinter sich, die von der Aufspaltung der ursprünglichen sprachlichen Einheit über die strukturellen Vereinfachungen im Verlauf des Mittelalters bis hin zur Entstehung der modernen Schriftsprachen führte.

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit einem eher jungen Kapitel der schwedischen Sprachgeschichte, nämlich mit den syntaktischen und morphologischen Veränderungen, die die schwedische Literatursprache im Laufe des 19. Jahrhunderts erfuhr. Die entsprechenden Entwicklungen werden in Überblickswerken üblicherweise nur als marginal dargestellt. Trotzdem gibt es zumindest einen Grund, aus dem es sich lohnen sollte, sich das 19. Jahrhundert genauer anzusehen, nämlich die gesellschaftlichen Umwälzungen (Verbürgerlichung, Proletarisierung), die diese Zeit kennzeichneten. Und tatsächlich erweist sich gerade das 19. Jahrhundert als eine Schnittstelle der schwedischen Sprachgeschichte, an der eine konservative, Gustavianisch geprägte Literatursprache durch eine lebendigere, dem mündlichen Sprachgebrauch etwas näher stehende Sprache ersetzt wurde. Diese Entwicklung verlief zwar nicht konsequent und stetig in eine Richtung, aber sie setzte sich durch und bereitete die moderne schwedische Literatursprache des 20. Jahrhunderts vor.



Nach oben.